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Bonner Hygiene-Institut wird WHO-Kollaborationszentrum

07.06.2001 - (idw) Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Das Hygiene-Institut der Universitätskliniken Bonn ist zum Kollaborationszentrum (collaborating centre, CC) der Weltgesundheitsorganisation WHO ernannt worden. Das hat die WHO dem Direktor des Hygiene-Instituts Prof. Dr. Martin Exner mitgeteilt. In Verhandlungen mit dem Hauptquartier der WHO in Genf sowie dem WHO-Regionalbüro für Europa in Kopenhagen waren in den vorangegangenen Monaten die Inhalte der zukünftigen Zusammenarbeit in den Bereichen Wassermanagement und Risikokommunikation vereinbart worden. Die Leitung des neuen WHO CC übernimmt Dr. Thomas Kistemann.

Die WHO sieht ihre Aufgabe unter anderem in der Förderung und Durchführung von Forschungsarbeiten im Gesundheitsbereich. Um dieser Verpflichtung nachzukommen, ist die WHO auf externe Unterstützung angewiesen. Zu diesem Zweck wurde ein weltumspannendes Netzwerk von Kollaborationszentren aufgebaut. Vor ihrer Ernennung müssen sich die Institutionen einem umfassenden Evaluations- und Selektionsprozeß unterziehen, in welchem u.a. das wissenschaftliche Renommee, die bisherige Zusammenarbeit mit der WHO und sonstige Erfahrungen in internationalen Kooperationen berücksichtigt werden. In Deutschland sind derzeit etwa 40 Institutionen mit ganz unterschiedlichen Arbeitsbereichen als WHO CC designiert. Sie stellen der WHO ihre Wissen bei der Bearbeitung konkreter Probleme, Aufgaben und Fragestellungen zur Verfügung.

Der Arbeitsplan für das Hygiene-Institut umfasst unter anderem die Mitarbeit bei der Überarbeitung der Trinkwasserrichtlinien, beispielsweise in Hinsicht auf den Schutz der Ressourcen sowie auf die Wasserversorgung in medizinischen Einrichtungen. Weiterhin sind Untersuchungen zur Wasserversorgung in verschiedenen Ländern der Erde, zur Legionellen-Problematik und zur Risikokommunikation im Bereich Gesundheit und Umwelt vorgesehen. Schließlich gehören die Entwicklung spezifischer Informations- und Ausbildungsangebote sowie Präsentationen, Publikationen und die Organisation von Konferenzen zum Aufgabenspektrum.

Eine finanzielle Unterstützung durch das Bundesgesundheitsministerium ermöglicht die Einrichtung eines eigenen Geschäftsbereiches für die WHO-Aufgaben am Hygiene-Institut mit vier zusätzlichen Stellen. Die Geschäftsführung wurde der Medizinischen Geographin Friederike Dangendorf übertragen, die seit einigen Jahren am Institut tätig ist.

"Die Designation ist ein großer Erfolg für unser Institut, das auf eine über hundertjährige Tradition in der Wasserhygiene zurückblicken kann und heute mit etwa 60 Mitarbeitern eines der größten Hygiene-Institute der Bundesrepublik ist", erklärte Exner. Er sieht die Ernennung auch als einen wichtigen Beitrag der Universität zur weiteren Entwicklung des Schwerpunktes "Umwelt, Entwicklung und Gesundheit" in der Bundesstadt.

Weitere Informationen: Friederike Dangendorf, Hygiene-Institut der Universitätskliniken Bonn, Tel. 0228/287-4885, Fax: 0228/287-4885, E-Mail: friederike.dangendorf@ukb.uni-bonn.de
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