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Religion und Psychologie

07.06.2001 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster


Nachwuchspreis für feministische Theologie ausgeschrieben Die feministische Auseinandersetzung mit der Bibel hat im letzten Jahrzehnt an Breite und Tiefe gewonnen. Gleichzeitig kommt der tiefenpsychologisch-symbolischen Seite religiöser Überlieferungen ein wachsende Bedeutung zu. Beide Ansätze fördern will der "Maria-Kassel-Preis für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in der Theologie", den die Universität Münster ausgeschrieben hat.

Maria Kassel, Stifterin des Preises, war von 1964 bis 1992 als Studienprofessorin mit dem Arbeits- und Forschungsschwerpunkt "Tiefenpsychologisch-feministische Bibelexegese, deren theologische Hermeneutik und Vermittlung an die Basis" an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster tätig. Durch die Stiftung will sie die wissenschaftliche Erforschung der nicht zuletzt auch durch die Arbeiten von Eugen Drewermann bewusst gewordenen tiefenpsychologischen Aspekte religiöser Überlieferungen voran bringen.

Der mit 2.000 Mark dotierte Preis wird vergeben für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten oder Arbeitsanteile im Bereich der tiefenpsychologischen Bibelexegese (Altes und Neues Testament) mit feministisch-theologischer Perspektive. Praxisbezug ist dabei ausdrücklich erwünscht. Bevorzugt gefördert werden von der Jury Arbeiten von Frauen. Deutschsprachige Dissertationen, Diplom- und Staatsexamensarbeiten, die nicht älter als zwei Jahre sind, können eingereicht werden. Die preisgekrönte Arbeit wird nicht nur mit einem Preisgeld belohnt. Möglich ist auch eine Veröffentlichung in der neuen Reihe "Forum Theologie und Psychologie" im LIT-Verlag Münster, die von der Stifterin Prof. Maria Kassel herausgegeben wird.

Bewerbungen und Vorschläge sind bis zum 1. Dezember 2001 unter Beifügung eines Lebenslaufes in dreifacher Ausfertigung zu richten an das Rektorat der Universität Münster, zu Händen Dr. Christoph Stegtmeyer, Schlossplatz 2, 48149 Münster, Telefon 0251/83-22151. Informationen finden sich auch im Internet auf der WWW-Seite des Seminars für Theologische Frauenforschung an der Universität Münster
(http://wwwfb02.uni-muenster.de/fb02/femtheo/).
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