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Esser Preise 2002 verliehen: Schwarze Löcher, Geschlechterforschung und Wettbewerbsrecht

10.10.2002 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Drei junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sind gestern mit den Wilhelm und Günter Esser-Preisen 2002/2003 ausgezeichnet worden. Für den sorgenfreien Abschluss ihrer Promotionsarbeiten erhalten sie zwischen vier und zehn Monate lang ein monatliches Stipendium.


Dipl.-Phys. Yauhen Kot, Dipl.-Pol. Susanne Zwingel und Dipl-Ök. Marc Oliver Hartwich (v.l.) haben ihre Urkunden von Fritz Bahlo (ganz rechts), dem Vorsitzenden der Gesellschaft der Freunde der RUB erhalten. Bochum, 10.10.2002
Nr. 284

Schwarze Löcher, Geschlechterforschung und Wettbewerbsrecht
Drei junge RUB-Wissenschaftler ausgezeichnet
Esser-Preise 2002/2003 fördern Abschluss der Promotionen

Drei junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sind gestern mit den Wilhelm und Günter Esser-Preisen 2002/2003 ausgezeichnet worden. Für den sorgenfreien Abschluss ihrer Promotionsarbeiten erhalten sie zwischen vier und zehn Monate lang ein monatliches Stipendium. Die Urkunden überreichte der Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde der RUB Fritz Bahlo bei einer Feierstunde im Haus der Freunde.

Frauenrecht

Wie werden internationale Frauenrechtsnormen national umgesetzt? Dieser Frage geht die Politologin Susanne Zwingel in ihrer Dissertation an der Fakultät für Sozialwissenschaft (Prof. Dr. Ilse Lenz) nach. Sie untersucht die Umsetzung der "Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women" (CEDAW), der 180 Staaten weltweit beigetreten sind, am Beispiel von Finnland und Chile. Diese beiden Staaten sind der Berichtspflicht sehr gut nachgekommen, so dass ausreichend Material zur Bewertung da ist. "Deutschland hätte ich auch gern unter die Lupe genommen", so Susanne Zwingel, "aber hier ist noch nicht so viel an der Umsetzung der Konvention gearbeitet worden - es gibt zu wenig zu untersuchen."

Vergleichende Werbung

Warum darf eine Fast Food Kette nicht damit werben, dass eine repräsentative Menschengruppe ihre Burger denen der Konkurrenz vorzieht? Wieso sind Rabatte bei Kartenzahlung nach der Einführung des Euro sittenwidrig? Mit "Werbung, Wettbewerb und Recht" hat sich der Wirtschaftswissenschaftler Marc Oliver Hartwich ein fachübergreifendes Thema für seine Doktorarbeit ausgesucht, arbeitet an der Fakultät für Rechtswissenschaft (Prof. Dr. Daniel Zimmer). Er erforscht die Geschichte der deutschen Wettbewerbsgesetze, vergleicht sie mit denen anderer Staaten und bewertet sie aus ökonomischer Perspektive. "In Deutschland ist der Markt überreguliert", so sein Fazit. "Es bedarf dringend einer Modernisierung - schließlich sind die Gesetze z. T. von 1909!"

Plasmagleichgewichte

Yauhen Kot widmet sich in seiner Dissertation schwarzen Löchern und ihrer Umgebung im Weltall. Er errechnet Plasmazustände um das Loch anhand verschiedener Modelle. Der Physiker aus der weißrussischen Hauptstadt Minsk kam 1995 durch die Universitätspartnerschaft mit Bochum nach Deutschland und hat an der RUB sein Diplom mit einer experimentellen Arbeit abgeschlossen. Jetzt arbeitet er rein theoretisch und experimentiert nur noch mit Simulationen am Computer (Betreuer: Prof. Dr. Klaus Elsässer).
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