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Rotondi Award 2001 für Manfred Korfmann

13.06.2001 - (idw) Eberhard-Karls-Universität Tübingen

Dem Troja-Forscher Prof. Manfred Korfmann vom Institut für Ur-und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Universität Tübingen wurde am 9. Juni 2001 im italienischen Sassocorvaro der Rotondi Award 2001 in der Kategorie "Europa" verliehen. Mit dem Preis erinnert die italienische Organisation mit dem Namen "Arca dell´Arte" an Pasquale Rotondi, der während des Zweiten Weltkrieges in Sassocorvaro zahlreiche Kunstwerke vor der Zerstörung bewahrte. Der Preis wird jährlich von einer Jury aus Kunsthistorikern, Kulturmanagern und Künstlern für herausragende Bemühungen um die Bewahrung von Kunst- und Kulturdenkmälern vergeben. Der Preisträger erhält eine Skulptur des Künstlers Arnaldo Pomodoro.
Korfmann wird für seine Verdienste um die Ausgrabungen in Troja geehrt. Unter Korfmanns Leitung wurden die Ausgrabungen 1988 - nach 50jähriger Pause - wieder aufgenommen. Die Ausgrabungen führten dazu, dass die Landschaft um Troja 1996 mit über 80 wichtigen Sehenswürdigkeiten zum Nationalpark erklärt und in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen wurde. Auf Korfmanns Initiative geht auch die Troja-Ausstellung zurück, die bis zum 17. Juni in Stuttgart zu sehen ist und bisher 200.000 Besucher erreichte. Die Ausstellung wird ab Mitte Juli 2001 in Braunschweig und im Februar 2002 noch einmal in Bonn zu sehen sein. Korfmanns Initiativen galten stets dem Bemühen, so das Urteil der Jury, die gemeinsamen kulturellen Wurzeln der westlichen und der türkischen Kultur aufzuzeigen, die beide in Anatolien liegen.
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