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540 Krebspatienten zu Hause betreut

02.07.2001 - (idw) Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS)

Workshop zur Entwicklung der ambulanten Palliativmedizin am 05.07. in Rostock

Der Einsatz eines rund um die Uhr erreichbaren Palliative-Care-Teams kann Notarzt-einsätze und Krankenhauseinweisungen überflüssig machen. Das Team - ein schmerztherapeutisch erfahrener Arzt und eine Krankenschwester, die über Erfah-rung in der Betreuung von Krebspatienten verfügt - betreut Patienten im fortgeschrit-tenen Stadium einer Krebserkrankung ebenso wie ihre Angehörigen und sorgt dafür, dass alle quälenden Symptome der Krankheit behandelt werden. So lässt sich mit einer professionellen ambulanten Palliativmedizin und Schmerztherapie eine deutlich verbesserte Lebensqualität bei den Betroffenen zu Hause erreichen. Zugleich werden auf diese Weise Kosten eingespart, da weniger teure stationäre Behandlungen durch-geführt werden müssen.

In einem Modellprojekt des Bundesgesundheitsministeriums und der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern gibt es dies seit vier Jahren: Die Krebsschmerz-Initiative Mecklenburg-Vorpommern, durchgeführt an der Schmerzambulanz der Uniklinik Greifswald in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes, startete mit dem Ziel, die palliativmedizinische Versorgung fortgeschrit-tener Krebspatienten in der Region zu verbessern. Von 1997 bis 2000 wurden in die-sem Projekt in enger Zusammenarbeit mit dem Hospizdienst Greifswald, den Pflege-diensten und den behandelnden Ärzten über 540 Patienten im Krankenhaus und zu Hause betreut.

Da die Förderphase in diesem Jahr zu Ende geht und das Projekt dann in die Regel-versorgung übernommen werden muss, lädt die Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern zum Workshop zur Entwicklung der Palliativmedizin in Mecklenburg-Vorpommern ein:

"Palliative-Care-Teams: Brücke zwischen stationärem und ambulanten Bereich"
am Donnerstag, dem 5. Juli 2001
um 12.30 Uhr
im Hotel Neptun, Bernsteinsaal,
Seestraße 19, 18119 Rostock-Warnemünde.

Unter anderem wird der Leiter des Projektes, Dr. Wolf Diemer, über die Ergebnisse der Krebsschmerz-Initiative berichten, und in einer Round-Table-Diskussion mit Vertretern von Kassenärztlicher Vereinigung, Krankenkassenverbänden, Medizini-schem Dienst der Krankenkassen und anderen soll ausgelotet und konkretisiert wer-den, wie das Projekt in Zukunft finanziert werden kann, damit die Pflegedienste und Hausärzte auch weiterhin Unterstützung in der Betreuung der fortgeschrittenen Tu-morpatienten erhalten. Angesichts der aktuellen Diskussion über Sterbehilfe in den Niederlanden hat sich die deutsche Ärzteschaft dazu bekannt, die schmerztherapeuti-sche Betreuung unheilbar Kranker zu verbessern. Dabei ist der ambulante Bereich von besonderer Bedeutung. Der Einsatz von Palliativteams, die rund um die Uhr und das ganze Jahr über erreichbar sind, kann die symptomorientierte Therapie und Be-gleitung der Krebspatienten zu Hause auf einem hohen Niveau ermöglichen.


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Das Programm können Sie sich unter der URL: http://www.uni-greifswald.de/~krebsin/einl.pdf
herunterladen. Weitere Informationen finden Sie auch auf der Homepage der Krebsschmerz-Initiative Mecklenburg-Vorpommern: http://www.uni-greifswald.de/~krebsin/main.htm .

Für Rückfragen steht Ihnen Dr. Wolf Diemer unter der Telefonnummer 0171 4014480
und der Fax-Nummer 03843/899332 zur Verfügung.


Pressestelle der DGSS:
Antje Schütt M.A.
Tel.: 0173 510 34 70
E-Mail: presse-dgss@uni-koeln.de
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