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Kopfverband in 55 Sekunden

04.07.2001 - (idw) Klinikum der Universität München

Team aus München landete auf dem 2. Platz eines bundesweiten Wettbewerbs

Am 29. Juni 2001 fand am Universitätsklinikum Benjamin Franklin der Freien Universität Berlin der dritte Benjamin-Franklin-Contest statt. Der Contest ist ein spielerischer Wettbewerb zwischen Studenten-Teams verschiedener medizinischer Fakultäten, bei dem
- im Studium erworbenes Wissen,
- praktische Fertigkeiten,
- kombinatorische Schnelligkeit,
- und Spaß an der Sache wichtig sind.

Diesmal nahmen sechs Universitäten teil, die jeweils ein Team von fünf Studenten in den Wettbewerb geschickt haben. Die teilnehmenden Universitäten waren Aachen, Berlin, Dresden, Mainz, München und Tübingen. Die Dekane und andere Vertreter der jeweiligen Fachbereiche bildeten die Jury. Vier Fragestellungen mussten bewältigt werden:

1) In einem Diagnose-Quiz musste die gesuchte Diagnose möglichst zielstrebig und ökonomisch gefunden werden. Von den Studenten der verschiedenen Universitäten bereits nach wenigen Minuten richtig diagnostiziert wurden u.a. eine Botulinus-Vergiftung, eine Syphilis, eine Hämochromatose, eine Sarkoidose, ein Aortenaneurysma und eine Malaria.

2) In einem Dia-Quiz für alle Teams mussten insgesamt 60 Befunde schnell und richtig erkannt werden. Gezeigt wurden unter anderem Hautkrankheiten, Röntgenbilder, mikroskopische Befunde und, zur Auflockerung, die Universitätsgründer aus jeder teilnehmenden Stadt. Pikant war dabei, dass gerade die Bayern ihren Ludwig-Maximilian nicht erkannten ...

3) Durch klugen Klick im Internet sollten verzwickte Fragestellungen möglichst schnell beantwortet werden. Gesucht wurden u.a. die offizielle Zahl der Abtreibungen 1999 in Deutschland, ein Zitat Rudolf Virchows ("Die Konterrevolution hat gesiegt") oder medizinische Hintergründe zum Film "Lorenzo´s Oil".

4) In den abschließenden drei praktischen Aufgaben mussten
- eine chirurgisch und ästhetisch einwandreie Naht auf einer Hähnchenkeule angebracht werden,
- eine Blutzuckermessung mit einem sehr komplizierten Messgerät vorgenommen werden,
- und ein gut sitzender Kopfverband bei einem Kommilitonen möglichst schnell und gut gewickelt werden.

Bisher fand der Wettbewerb drei Mal statt. 1999 wurden die Medizinstudenten der LMU mit viel Pech Dritte, 2000 gelang ein souveräner erster Platz, und am 29.6.2001 wurde mit einem Schlussspurt im praktischen Teil noch der zweite Platz erobert. Vor allem dem ehemaligen Krankenpfleger Alwin Hölzl und seinem in 55 Sekunden perfekt gesetzten Kopfverband ist es zu danken, dass Tübingen noch auf der Zielgeraden abgefangen werden konnte. Somit ist es den Studenten der LMU bisher in jedem der bisher durchgeführten Benjamin Franklin Wettbewerbe gelungen, in die Medaillenränge zu kommen.

Zum Münchener Studententeam gehörten Katharina Hüfner, Jan Stauss, Jens Debler, Falk Ehmann und Alwin Hölzl. Das Coaching wurde auch dieses Jahr von dem Dermatologen Prof. Dr. Hans Wolff organisiert.

Im Rahmen der Abschlussbesprechung stehen am Dienstag, den 10. Juli 2001, ab 18.30 Uhr im Paulaner-Gasthaus am Kapuzinerplatz alle Beteiligten der Presse und interessierten Fernseh- und Radiosendern zur Verfügung. Ausserdem werden der Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Peter, und der Ärztliche Direktor des Klinikums der LMU, Prof. Dr. Dr. h.c. Gerd Plewig, anwesend sein.

Für Rückfragen steht Ihnen der Coach des Münchener Teams gerne zur Verfügung:

Prof. Dr. med. Hans Wolff
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie
Frauenlobstraße 9-11, 80336 München
Telefon: (089) 5160-6207 / -6201 oder 0171-8300144
Fax: (089) 5160-6208 E-Mail: hans.wolff@lrz.uni-muenchen.de
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