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Sonderforschungsbereich geht in zweite Phase: DFG fördert Arbeit in Essen und Bochum weiter

06.07.2001 - (idw) Universität Essen (bis 31.12.2002)

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wird den an den Universitäten Essen und Bochum eingerichteten Sonderforschungsbereich (SFB) 452, in dem Wissenschaftler verschiedener Disziplinen die Wechselwirkungen zwischen Molekülen erforschen, für weitere drei Jahre fördern. Das ist das Ergebnis der Begutachtung, die drei Jahre nach der Einrichtung des SFB jetzt turnusmäßig stattgefunden hat. Wie der Sprecher des Sonderforschungsbereiches, der Essener Chemiker Professor Dr. Frank-Gerrit Klärner, mitteilte, hat die DFG für den Zeitraum bis zum 30. Juni 2004 eine Fördersumme von gut 4,73 Millionen Mark zugesagt. Sie verteilt sich auf 13 Teilprojekte, von denen sieben in Essen, fünf in Bochum und eines in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe beider Universitäten angesiedelt sind.

Mit der Verlängerung des Förderungszeitraumes um weitere drei Jahre würdigen die Gutachter der DFG ausdrücklich die bisherige Arbeit im Sonderforschungsbereich. Im Mittelpunkt des Interesses stehen chemische Ordnungsprozesse, die zu neuen Eigenschaften von Materialien und Werkstoffen führen. Vertreter der organi-schen, anorganischen und physikalischen Chemie sowie der Medizin (Physiologische Chemie) in Essen und der organischen, bioorganischen und physikalischen Chemie sowie der Biochemie der Ruhr-Universität Bochum untersuchen, wie solche Ordnungsprozesse die Entstehung, Struktur, Dynamik und Eigenschaften höher organisierter Systeme beeinflussen. Solche Systeme entstehen durch im einzelnen schwache - nichtkovalente - in ihrem Zusammenwirken aber starke Wechselwirkungen zwischen den Molekülen. Die zwischenmolekularen Bindungen verleihen den daraus resultierenden Supermolekülen die für ihre Funktion in biologischen Systemen und chemischen Werkstoffen erforderliche Stabilität wie auch ihre Flexibilität. Die im Sonderforschungsbereich zunächst in Modellstudien zu gewin-nenden Grundlagenkenntnisse sollen später auf komplexe supra- und makromolekulare Systeme der Bio- und Materialwissenschaften übertragen werden und zum gezielten Aufbau neuer Materialien, künstlicher Enzyme oder Replikatoren dienen.

Redaktion: Monika Rögge, Telefon (02 01) 1 83 - 20 85
Weitere Informationen: Prof. Dr. Frank
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