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A.v.Humboldt-Forschungspreis an Prof. Dr. Kev M. Salikhov

19.07.2001 - (idw) Freie Universität Berlin

Prof. Salikhov (Kazan/Russland) forscht an der FU Berlin

Die Freie Universität Berlin begrüßt Prof. Salikhov von der Russischen Akademie der Wissenschaften und Direktor des Physikalisch-Technischen Instituts/Kazan seit kurzem in ihren Reihen. Der weithin bekannte Wissenschaftler aus Tatarstan in der Russischen Förderation wurde mit dem Humboldt-Forschungspreis ausgezeichnet. Damit werden seine international hoch eingeschätzten Verdienste auf dem Gebiet der Spindynamik in lichtinduzierten chemischen Reaktionen, kurz Spin-Chemie, anerkannt. Der Preis ermöglicht ihm u.a. längere Forschungsaufenthalte an der FU: Hier arbeitet er in den Forschungsgruppen von Prof. Dr. Dietmar Stehlik und Prof. Dr. Klaus Möbius vom Fachbereich Physik.

Durch die vorgesehenen Forschungsprojekte werden nicht nur bereits bestehende Kooperationen erweitert: So war Prof. Salikhov bereits in den Jahren 1992-1993 als Fellow am Wissenschaftskolleg in Berlin tätig. Auch aufgrund der Bedeutung des Preisträgers in der Theorie der Spindynamik von Photoreaktionen mit Radikalpaar-Intermediaten bringt er wesentliche Impulse für die Theoriebegleitung der laufenden experimentellen Schwerpunktprojekte an der FU ein. Diese Projekte werden entsprechend ihrer Bedeutung in der aktuellen molekularen biophysikalischen Forschung in Forschungsbereichen gezielt durch Drittmittelgeber gefördert. Dabei handelt es sich um Vorhaben im Sonderforschungsbereich 498 "Protein-Kofaktor Wechselwirkung in biologischen Prozessen" und das Schwerpunktprogramm 1051 "Hochfeld-EPR in Biologie, Chemie und Physik" sowie um weitere Drittmittelprojekte.

Mit Prof. Salikhov wurde nicht zuletzt eine herausragende Wissenschaftlerpersönlichkeit gewürdigt, die verantwortungsvolle Leitungsfunktionen in der schwierigen Umgestaltung von der sowjetischen zur russischen Wissenschaft übernommen hat. In der Perestroika-Phase 1988 wurde ihm als einem der ersten in freier Wahl Gewählten die Direktorenschaft eines renommierten Instituts der sowjetischen Akademie der Wissenschaften anvertraut. Er schaffte es, den schwerfälligen Apparat eines altehrwürdigen Instituts durch Forscher- und Pioniergeist nicht nur auf wissenschaftlicher, sondern auch auf der Ebene des Managements zu beleben. Dank seiner Begeisterung und seines ansteckenden Optimismus gelang es ihm auch, die russische Forschung im Bereich der Spinchemie zu einem anerkannten Bestandteil der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft zu machen.

Mit dem seit 1972 vergebenen A.v.Humboldt-Forschungspreis werden international angesehene Spitzenwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ausgezeichnet. Sie können gleichzeitig mit dieser Ehrung in Deutschland Forschungen ihrer eigenen Wahl betreiben. Das Preisträger-Programm hat sich in den Jahren seines Bestehens zu einem der bedeutendsten deutschen Auszeichnungsprogramme für die internationale Wissenschaftswelt entwickelt. Dieses Jahr wurden 47 Forscherinnen und Forscher aus 11 Ländern ausgezeichnet. Mehr als 30 Humboldt-Forschungspreisträger wurden bisher mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.


Weitere Informationen: Prof. Dr. Dietmar Stehlik, Fachbereich Physik, Institut für Experimentalphysik, Tel.: 030/838-55069, Fax: 838-56081, E-Mail: dietmar.stehlik@physik.fu-berlin.de und Prof. Dr. Klaus Möbius, Tel.: 838-52770, Fax: 838-56046, E-Mail: klaus.moebius@physik.fu-berlin.de; Arnimallee 14, 14195 Berlin-Dahlem
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