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Professorin der Uni Essen forscht über Afrikanerinnen in Deutschland

19.07.2001 - (idw) Universität Essen (bis 31.12.2002)

Für Dr. Renate Nestvogel, Professorin für Erziehungswissenschaft im Fachbereich Erziehungswissenschaft, Psychologie, Sport- und Bewegungswissenschaft der Universität Essen, wurden vom Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW für ihr Forschungsprojekt "Afrikanerinnen in Deutschland: Lebenslagen, Erwartungen und Erfahrungen" eine Förderung von 225 000 Mark be-reitgestellt. Für diese empirische Studie zur Migrations-, Rassismus- und Genderforschung konnte als Mitarbeiterin die promovierte Volkswirtin Dela Apedjinou gewonnen werden.

Die Migration von Frauen aus afrikanischen Ländern ist trotz einer nachweisbaren Feminisierung der Migration bisher wenig untersucht worden. 1992 lebten etwa 36 900 Afrikanerinnen in Deutschland; ihre Zahl stieg bis 1997 um 70 v. H. an. Völkerrechtliche Unabhängigkeit und Demokratisierung der afrikanischen Staaten ermöglichten mehr Afrikanern ein Studium auch an deutschen Hochschulen. Allerdings waren 1996 von den 53 Staaten Afrikas 14 in Konflikte verstrickt, wobei acht Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Viele haben auch in Deutschland Zuflucht gesucht. Afrikaner sind als Migrantengruppe relativ unauf-fällig, doch ihre Hautfarbe erregt Aufsehen. Aus diesem Grund sind die Erfahrungen von Afrikanerinnen mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit besonders gravierend. Trotzdem gibt es bisher keine wissenschaftlichen Untersuchungen zu
Lebenslage, Erwartungen und Erfahrungen von Afrikanerinnen in der Bundesrepublik. Die Studie von Renate Nestvogel soll einen Beitrag zum besseren Verständnis leisten.

Hinweis für die Redaktionen: Ein Foto von Professor Dr. Renate Nestvogel und Dr. Delia Apedjinou als jpg.-Datei kann angefordert werden.

Redaktion: Maren Beuscher, Telefon (02 01) 1 83-45 18
Weitere Informationen: Prof. Dr. Renate Nestvogel,
Telefon (0201) 1 83-39 61
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