Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 16. September 2014 

Studieren heißt simulieren

20.07.2001 - (idw) Technische Universität Chemnitz

Neu in Deutschland: Der Masterstudiengang Computational Science in Chemnitz

Crashtests ohne schrottreife Testwagen? Am Computer lassen sich solche aufwändigen Versuche längst viel billiger simulieren. Um Flugzeugen im Rechner das Fliegen zu lehren oder menschlichen Gedankengängen virtuell nachzuspüren, braucht man hochqualifizierte Wissenschaftler, die sich sowohl in der Informatik als auch in der Mathematik und in den Naturwissenschaften gut auskennen. Als eine der ersten deutschen Hochschulen bietet die TU Chemnitz deshalb ab dem Wintersemester 2001/02 den zulassungsfreien Magister/Masterstudiengang "Computational Science" an, der Studenten in der Schlüsseltechnologie der rechnergestützten Naturwissenschaften fit machen möchte.

Der Computer ist das Versuchsfeld des neuen, interdisziplinären Studienganges. Er baut auf dem gleichnamigen Bakkalaureus/Bachelor-Studium auf, das seit dem Wintersemester 2000/01 an der Chemnitzer Uni angeboten wird. Studierende aus aller Welt mit dem Abschluss eines "Bachelor of Science" oder Hochschulabsolventen verwandter Fachrichtungen, zum Beispiel aus der Physik, Chemie, Mathematik oder Informatik, können in dem Masterstudiengang ihre erworbenen Kenntnisse zur Simulation und grafischen Darstellung von Prozessen und Strukturen vertiefen. Sie sollen in die Lage versetzt werden, auf hohem Niveau reale naturwissenschaftliche, ingenieurwissenschaftliche oder andere komplexe Prozesse am Computer nachzustellen und zu erproben. "Besonders für die naturwissenschaftlich interessierten Informatiker dürfte der Masterstudiengang Computational Science eine echte Alternative sein, der gute berufliche Perspektiven eröffnet", verspricht der Computerphysiker und Studiendekan der Fakultät für Naturwissenschaften an der TU Chemnitz, Prof. Dr. Karl Heinz Hoffmann.

Der Schwerpunkt des neuen Studienganges liegt auf den rechnergestützten Naturwissenschaften. Darüber hinaus sollen sich die Studenten ihren Interessen entsprechend spezialisieren. Sie können dazu aus dem Lehrprogramm der TU Chemnitz auswählen, ob sie ihr Studium mehr auf den Bereich der Informatik oder eher anwendungsbezogen auf Ingenieur- bzw. Naturwissenschaften ausrichten wollen. Dazu gehören zum Beispiel Quantenmechanik, Technische Chemie, Bioverfahrenstechnik und Strömungsmechanik. Geistes- und wirtschaftswissenschaftliche Seminare zu Themen wie Arbeitspsychologie, Konfliktmanagement, Spracherkennung oder Investment Banking sollen das breite Bildungsangebot abrunden.

Nach vier Semestern dürfen sich die Absolventen dieses Studienganges "Master of Science" nennen. Dieser international anerkannte Abschluss, der einem Diplom entspricht und zur Promotion befähigt, erfüllt die Anforderungen eines zunehmend globaler werdenden Arbeitsmarktes. In Chemnitz finden interessierte Studenten dafür die besten Studienvoraussetzungen. Die Technische Universität ist so gut mit Computern ausgestattet wie kaum eine andere deutsche Hochschule: Drei Studenten teilen sich hier im Durchschnitt einen Rechner. Zudem gehört der Chemnitzer Linux-Superrechner CLiC zu den leistungstärksten Rechnern der Welt.

Wer noch Fragen hat, kann sich an die Zentrale Studienberatung unter

Tel. (0371) 531 -1840 oder -1637 wenden. Oder rufen Sie die Fachstudienberatung unter (0371) 531 -3212 oder -3207 an.
Sie können auch eine E-Mail an studienberatung@tu-chemnitz.de schicken.

Hinweis für die Medien: Beim Chemnitzer Fotografen Wolfgang Schmidt können Sie ein themenbezogenes Foto anfordern. Motiv: An einem Windflügel werden Strömungsverhältnisse simuliert. Kontakt unter Tel. (0371) 35 00 03.
uniprotokolle > Nachrichten > Studieren heißt simulieren

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/75695/">Studieren heißt simulieren </a>