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Hoffnung für Millionen

23.07.2001 - (idw) Fachhochschule München

20/01 - 11.07.01 - dr.schö-db

Hoffnung für Millionen
Für Inkontinenz-Patienten steht Hilfe vor der Tür

Die Weltgesundheitsbehörde WHO schätzt, dass es weltweit 200 Millionen Inkontinente, also Menschen mit einer akuten Blasenerkrankung gibt. Dem Gesundheitsbericht für die Bundesrepublik Deutschland ist zu entnehmen, dass bzgl. des Blasenkarzinoms mit jährlich 18.000 Neuerkrankungen gerechnet werden muss.

80 Prozent der Betroffenen kann mit konservativen Mitteln geholfen werden. 40 Millionen Menschen benötigen jedoch eine Ersatzblase, wie sie Prof. Wassermann von der Fachhochschule München mit Hilfe von Fördermitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms "Forschung und Entwicklung an Fachhochschulen" entwickelt hat.

Prof. Helmut Wassermann führt seit einer Woche an der Fachhochschule München im Labor für Sensorik des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik seinen Studierenden vor, wie eine Harnblase durch ein Kunstorgan ersetzt werden kann. Seine Entwicklung einer künstlichen, vollständig implantierbaren, energetisch autarken, biokompatiblen alloplastischen Harnblase wurde vor kurzem durch ein europäisches Patent bestätigt. Das weltweite Patent hat Wassermann bereits beantragt.

Auf diese medizinische Innovation hat Prof. Dr. Dieter Jocham, Klinikdirektor für Urologie und Lehrstuhlinhaber an der Medizinischen Universität Lübeck lange gewartet. Mit ihm arbeitet Wassermann seit 1995 eng zusammen. Der Klinikchef möchte mit den künstlichen Blasen, die aus mehreren Modulen bestehen und damit den individuellen Erfordernissen angepasst werden können, als Erster Inkontinenz-Patienten mit neuen Therapien behandeln. Bevor die künstliche Blase in Kliniken eingesetzt werden können, muss ihre absolute Verträglichkeit noch an Tierversuchen erprobt werden. Doch die Finanzierung der Tierversuche ist bis jetzt noch ungeklärt. Wassermann und Jocham hoffen auf eine weitere Förderung durch das Bundesbildungsministerium oder die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). 1,8 Millionen DM würden beide Wissenschaftler noch benötigen bis Inkontinenz-Patienten weltweit geholfen werden kann. Das Projekt hätte mit Sicherheit nicht bis zum heutigen Stand geführt werden können, wenn nicht zusätzlich großzügige Spenden aus der Industrie geflossen wären.

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FHM-PRESSESTELLE

19/01 - 11.07.01 - dr.schö-db


Schick neues Mitglied der HRK-Kommission

Prof. Dr. Marion Schick, Präsidentin der Fachhochschule München - Munich University of Applied Sciences, wurde am 3. Juli 2001 zum neuen Mitglied der Ständigen Kommission für Planung und Organisation der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) benannt. Bei der Bestimmung neuer Strukturen und Ziele im Wettbewerb um Attraktivität, Qualität und Exzellenz in der Lehre arbeitet sie mit der Fachhochschule München bereits seit beinahe einem Jahr an vielfältigen Reformen und Entwicklungen. HRK Präsident Prof. Dr. Klaus Landfried, der Schick für dieses neuen Amt in Berlin vorgeschlagen hat, erhofft nun aus München zielgerichtete und übergreifende Ideen. Als Vertretung der deutschen Hochschulen befasst sich die HRK mit allen Themen und Aufgaben der Hochschulen. Insgesamt gehören der HRK 258 Mitgliedhochschulen an.

Rückmeldung bis 31. Juli 2001

Alle Studentinnen und Studenten der Fachhochschule München sind aufgerufen, sich zum Weiterstudium im kommenden Wintersemester bis zum 31. Juli 2001 rückzumelden. Die Rückmeldungen müssen nicht mehr persönlich vorgenommen werden. Es genügt, wenn der Studentenwerksbeitrag von DM 55 auf das Konto der Fachhochschule überwiesen wird: Konto Nr. 41234113, bei BLZ 701500 00 der Stadtsparkasse München. Dies muss allerdings fristgerecht geschehen. Auch die persönliche Rückmeldung im Studentenamt in der Lothstraße 34 ist nach wie vor möglich. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 8.00 bis 11.45 Uhr und von 12.45 bis 14.00 Uhr, am Freitag von 8.00 bis 12.00 Uhr, Zimmer A20 und A 20A.


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