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Neue Professoren an der Universität zu Köln

25.07.2001 - (idw) Universität zu Köln

104/ 2001/neuprof

Dr. Siegfried Hermle, bisher Universität Gießen, ist zum Universitätsprofessor C 4 im Seminar für Theologie und ihre Didaktik der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln ernannt worden. Gleichzeitig wurde er zum Vorstandsmitglied des Seminars ernannt.
Professor Hermle wurde 1955 in Ludwigsburg geboren. Er studierte in Tübingen und München Evangelische Theologie. Im Anschluß an das Studium erfolgte eine zweieinhalbjährige praktische Ausbildung zum Pfarrer, dem Vikariat, während der Professor Hermle 1982 in Blaubeuren bei Ulm ordiniert und nach bestandener zweiter Dienstprüfung 1984 als Repetent an das Evangelische Stift nach Tübingen versetzt wurde. 1988 promovierte er mit der Arbeit "Evangelische Kirche und Judenfrage - Stationen nach 1945" an der Evangelisch-theologischen Fakultät der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg. 1994 habilitierte er sich an der Universität Tübingen mit dem Thema "Reformation und Gegenreformation in der Herrschaft Wiesensteig unter besonderer Berücksichtigung des Beitrags von Jakob Andreae". Da ihm der Praxisbezug der Theologie wichtig war bewarb er sich 1994 auf das Pfarramt der Matthäusgemeinde in Gerlingen/Stuttgart, wo ihn die Praxis in vielerlei Bereichen forderte: Gottesdienst und Predigt, Seelsorge und Kasualien, Konfirmanden- und Religionsunterricht, Frauen- und Männerarbeit, Kinderkirche und Jugendarbeit, Vorstand einer Diakoniestation. Zeitgleich kam er an der Evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Tübingen seiner Lehrverpflichtung als Privatdozent nach und konnte - vom Pfarramt beurlaubt - zwischen Oktober 1999 und Juli 2000 den Lehrstuhl für Kirchengeschichte am Institut für Evangelische Theologie der Justus-Liebig-Universität Gießen vertreten, ab Oktober 2000 hatte er eine Lehrstuhlvertretung am Seminar für Theologie und ihre Didaktik in an der Universität zu Köln inne. Als Mitglied des Vorstands des Vereins für württembergische Kirchengeschichte ist Professor Hermle seit diesem Jahr Mitherausgeber der "Blätter für württembergische Kirchengeschichte", 1998 wurde er vom Rat der EKD zum Mitglied der "Arbeitsgemeinschaft für kirchliche Zeitgeschichte" der Evangelischen Kirche in Deutschland ernannt. Die Forschungsschwerpunkte Professor Hermles liegen im Bereich der kirchlichen Zeitgeschichte, wobei ihn insbesondere die Position der Evangelischen Kirche während des 2. Weltkriegs interessiert sowie das christlich-jüdische Verhältnis speziell nach 1945. Zudem widmet er sich den Ereignissen der späten Reformationszeit, wobei die Frage nach Motiven für einen Religionswechsel von Landesherrn und die sich daraus ergebenden Folgen im Mittelpunkt stehen.


Dr. Carsten Homburg, bisher Universität Mannheim ist zum Universitätsprofessor C 4 im Institut für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Controlling der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln ernannt worden. Gleichzeitig wurde er zum Vorstand des Instituts ernannt und tritt damit die Nachfolge von Professor Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Josef Kloock an.
Professor Homburg wurde 1967 in Rastatt geboren. Er studierte in Karlsruhe Mathematik und Betriebswirtschaftslehre. 1995 promovierte er an der Universität Mannheim über "Hierarchische Aushandlungen in Organisationen". Mit Unterstützung der Julius-Paul-Stiegler-Gedächtnisstiftung hielt er sich von April bis Juli 1998 zu einem Forschungsaufenthalt an der University of York in Toronto auf. Eine Vortragsreise führte ihn unter anderem an die Carnegie Mellon University, Pittsburgh. 1999 wurde ihm vom Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft der Best Paper Award in Operations Research zugeteilt. Nach seiner Habilitation, im Juni 2000 an der Universität Mannheim, erreichte ihn der Ruf der Universität zu Köln. Professor Homburg ist als Gutachter für die Zeitschrift für Betriebswirtschaft, Management Science, International Journal of Production Economics und das European Journal of Operational Research tätig. Er berät die Vereinigten Glaswerke Mannheim in Fragen der Produktionsoptimierung und, Freudenberg, Mannheim in Fragen der Prozeßoptimierung. Der Wissenschaftler ist Mitglied der European Accounting Association, der Gesellschaft für Operations Research, dem Verband er Hochschullehrer für Betriebswirtschaft und dem Deutschen Hochschulverband. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören Controlling, Kostenmanagement und Prozeßkostenrechnung.


Professor Dr. Bernhard Kempen, bisher Universität Würzburg, ist zum Universitätsprofessor C 4 im Institut für Völkerrecht und ausländisches öffentliches Recht der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln ernannt worden. Gleichzeitig wurde er zum Vorstand des Instituts ernannt und tritt damit die Nachfolge von Professor Dr. Schiedermair an.
Professor Kempen wurde 1960 in Saarbrücken geboren. Er studierte in Saarbrücken Rechtswissenschaften. Nach der zweiten juristischen Staatsprüfung 1986 vor dem Oberlandesgericht Saarbrücken war er als Assistent von Professor Dr. Hartmut Schiedermair am Institut für Völkerrecht und ausländisches öffentliches Recht der Universität Köln tätig. Neben der Assistententätigkeit arbeitete er von 1988 bis 1994 als Dozent an den Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien Köln und Düsseldorf. In Köln wurde er 1988 mit einer Arbeit über die Handlungsformen der öffentlichen Verwaltung promoviert, und im Juli 1994 habilitierte er sich hier mit einer Arbeit über die deutsch-polnische Grenze nach dem Zwei-plus-Vier-Vertrag. Im Wintersemester 1994/95 nahm Professor Kempen eine Lehrstuhlvertretung in Würzburg wahr, im darauffolgenden Sommersemester in Konstanz. 1995 übernahm er ein Ordinariat für Staatsrecht, Völkerrecht, Internationales Wirtschaftsrecht und Wirtschaftsverwaltungsrecht an der Juristischen Fakultät der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Von 1999 bis 2001 war er als Prodekan und Studiendekan der Juristischen Fakultät tätig. Hier erreichte ihn der Ruf der Universität zu Köln. Das Hauptforschungsgebiet Professor Kempens reicht von den wirtschaftsbezogenen Verfassungsbestimmungen des Grundgesetzes über das Wirtschaftsverwaltungsrecht bis zum europäischen Währungsrecht und internationalen Wirtschaftsrecht. Die wissenschaftliche und praktische Beschäftigung mit diesem weiten Arbeitsfeld schließt sein Engagement auf anderen Rechtsgebieten nicht aus. So ist Professor Kempen beispielsweise auch auf dem Gebiet des Hochschulrechts aktiv, er ist Mitglied der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer, der Deutschen Gesellschaft für Völkerrecht und des Währungsrechtsausschusses der International Law Association, des Präsidiums des Deutschen Hochschulverbandes, des Vorstands der Stiftung Gesellschaft für Rechtspolitik und der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe für weltkirchliche Angelegenheiten der Deutschen Bischofskonferenz. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen gehören: "Die Formenwahlfreiheit der Verwaltung", 1989; "Der Eingriff des Staates in das Eigentum", 1991 und "Die deutsch-polnische Grenze nach der Friedensregelung des Zwei-plus-Vier-Vertrages", 1997; sowie zahlreiche Aufsätze und Beiträge zum Staatsrecht, zum Wirtschaftsverwaltungsrecht, zum Recht des GATT, zum Währungsrecht und zum Hochschulrecht.


Dr. Klaus Kiefer, bisher Universität Freiburg, ist zum Universitätsprofessor C 3 im Institut für Theoretische Physik der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln ernannt worden. Gleichzeitig wurde er zum Vorstandsmitglied des Instituts ernannt.
Professor Kiefer wurde 1958 in Karlsruhe geboren. Er studierte in Heidelberg und Wien Physik und Astronomie. 1988 promovierte er an der Universität Heidelberg über "Das Konzept der inneren Zeit in der kanonischen Quantentheorie der Gravitation", sieben Jahre später habilitierte er sich an der Universität Freiburg. Seit März 2000 ist Professor Kiefer als Vorsitzender des Fachverbandes Gravitation und Relativitätstheorie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft tätig, deren stellvertretender Vorsitzender er bereits seit 1996 war. Forschungsaufenthalte führten ihn unter anderem nach Kanada, England, die Schweiz, Italien und die USA. Seit 1998 wirkt er als Mitglied im Advisory Board der Zeitschrift Annalen der Physik mit. 1999 hielt er sich als Gast des Rektors für 10 Wochen am Wissenschaftschaftskolleg zu Berlin auf. Eine weitere Ehrung seiner wissenschaftlichen Arbeit war sein Gastaufenthalt am Isaac Newton Institute in Cambridge, England. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören die Quantentheorie der Gravitation, Kosmologie, Allgemeine Relativitätstheorie und die theoretische Astrophysik, insbesondere die Theorie der Schwarzen Löcher. Im März 2000 bewarb er sich erfolgreich um die Qualifikation für eine Professur an französischen Universitäten.


Dr. Alexander Kübler, Oberarzt in der Klinik für zahnärztliche Chirurgie und Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, ist zum Universitätsprofessor C 3 in der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln ernannt worden. Er tritt die Nachfolge von Professor Dr. Dr. J. Hidding an.
Professor Kübler wurde 1964 Stuttgart geboren. Er studierte in Main Medizin und Zahnmedizin, 1991 erfolgte seine Promotion. Zwei Jahre später führte ihn ein Forschungsaufenthalt in die Abteilung für Photodynamische Therapie an das Roswell Park Cancer Institute nach Buffalo/USA. Von 1994 bis 1999 war er als Assistentsarzt in der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Universität Heidelberg tätig, hier habilitierte er sich im Fach Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie mit dem Thema "Die Photodynamische Therapie - eine neue organerhaltende Tumortherapie für die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Im Oktober 1999 folgte Professor Kübler dem Ruf der Universität zu Köln. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören die photodynamische Tumortherapie, organerhaltende Tumortherapie und die Vitaminprävention von Dysplasien und Tumoren. Professor Kübler erstellte die ersten, kompletten Qualitäts-Leitlinien für das Fach Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie.


Dr. Uwe Mehlhorn, Oberarzt in der Klinik Klinik und Poliklinik für Herz- und Thoraxchirurgie der Universität zu Köln, ist zum Universitätsprofessor C 3 auf Zeit ernannt worden.
Professor Mehlhorn wurde 1963 in Münster, Westfalen geboren.
Er studierte Luft- und Raumfahrttechnik in Stuttgart und Humanmedizin in Göttingen. 1992 promovierte er in Köln zum Thema "Kolloidosmotischer Druck und extravaskuläres Lungenwasser nach Aorto-Koronarer Bypass Operation bei kolloidaler versus kristalloider Vorfüllung der Herz-Lungen-Maschine". Von Juli 1993 bis Juli 1995 hielt er sich im Rahmen eines Ausbildungsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Center for Microvascular and Lymphatic Studies der University of Texas-Houston Medical School auf, dieses Stipendium verlängerte er auf Einladung der University of Texas. bis zum Ende des Jahres als "Research Fellow". Seit 1996 ist Professor Mehlhorn als Wissenschaftlicher Mitarbeiter, seit 1998 als Oberarzt und seit 1999 als Vertreter des Direktors im Bereich Forschung und Lehre an der Klinik und Poliklinik für Herz-und Thoraxchirurgie der Universität zu Köln tätig. 1996 legte er das erste United States Medical Licensing Examination (Basic Science) ab, 1997 folgte das United States Medical Licensing Examination Part II (Clinical Science). Für seine Arbeiten zur "experimentellen Untersuchung und klinischen Anwendung der kontinuierlichen Koronarperfusion mit warmem Blut und hochdosierter ß-Blockade mit Esmolol" wurde ihm 1997 der Ernst-Derra-Preis der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie verliehen. Diese Arbeiten stellten auch die Grundlage für seine Habilitation dar, die 1999 erfolgte. Im selben Jahr wurde er zum Mitglied des Vorstandes des Zentrums für Operative Medizin (ZOM) ernannt. Professor Mehlhorn ist Mitglied zahlreicher Vereinigungen, so zum Beispiel der Deutschen Gesellschaft für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie,der American Physiological Society (APS),der European Association for Cardio Thoracic Surgery (EACTS) und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung (DGK). Veröffentlichungen von ihm erschienen im American Journal of Physiology (Am J Physiol), The Journal of Thoracic and Cardiovascular Surgery (J Thorac Cardiovasc Surg),The Annals of Thoracic Surgery (Ann Thorac Surg) und The Thoracic and Cardiovascular Surgeon (Thorac Cardiovasc Surg).


Professor Dr. Norbert Nußbaum, bisher Universität Dortmund, ist zum Universitätsprofessor C 4 im Kunsthistorischen Institut der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln ernannt worden. Gleichzeitig wurde er zum Vorstandsmitglied des Instituts ernannt und tritt damit die Nachfolge von Professor Dr.-Ing. Dr. Günther Binding an.
Professor Nußbaum wurde 1953 in Köln geboren. Er studierte an der Universität seiner Heimatstadt die Fächer Kunstgeschichte, Alte Geschichte und Mittlere und Neue Geschichte. 1982 promovierte er mit der Dissertation "Spätgotische Dreistützenbauten in Bayern und Österreich. Studienaufenthalte führten ihn nach Prag, Wien und München. Von 1982 bis 1986 war er als wissenschaftlicher Referent in der Abteilung Inventarisation und daran anschließend bis 1996 als Leiter des Referates für Bauforschung am Rheinischen Amt für Denkmalpflege, Bonn/Brauweiler, tätig. Daran anschließend folgte er einem Ruf der Universität Dortmund, wo er nicht nur als C 4-Professor für Baugeschichte lehrte, sondern auch von 1996 bis 1997 die Leitung des Professorenkollegiums "Architektur und Städtebau" innehatte, von 1998 bis 2001 als Mitglied des Fakultätsrats, als Vorsitzender des Prüfungsausschusses, und der Kommission "Studium und Lehre" sowie als Mitglied der Kommission "Haushalt" tätig war. Hier erreichte ihn der Ruf der Universität zu Köln. Zu den Hauptforschungsgebieten Professor Nußbaums zählten die gotische Architektur, der Gewölbebau, historische Bauforschung, historische Topographie und multimediale Anwendungen in der Architekturgeschichte.

Professor Dr. Martin Rössler, bisher Universität Bielefeld, ist zum Universitätsprofessor C 4 im Institut für Völkerkunde der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln ernannt worden. Gleichzeitig wurde er zum Vorstandsmitglied des Instituts ernannt.
Professor Rössler wurde 1956 in Helmstedt geboren. Er studierte Wirtschaftswissenschaften in Braunschweig, Ethnologie, Arabistik/ Islamwissenschaft, Anthropologie und Turkologie in Göttingen und Zürich. Nach erfolgreichem Abschluß dieses Studiums studierte er Ethnologie und Malaiologie an der Universität zu Köln sowie Orientalischen Kunstgeschichte in Bonn. 1982 hielt er sich zu vorbereitenden Forschungen und von 1984 bis 1985 zu Feldforschungen über die rezente Islamisierung und soziales Konfliktverhalten in Süd-Sulawesi (Indonesien) auf. 1987 promovierte er im Fach Ethnologie in Köln. Seine weitere Forschertätigkeit führte ihn von 1987 bis 1990 an die Universität Göttingen, von dort aus zu Feldforschungen nach Süd-Sulawesi um den soziökonomischen Wandel in ländlichen Gemeinschaften zu untersuchen und wieder zurück nach Göttingen. Hier habilitierte er sich 1996. In den Jahren 1998/99 war er als Teilprojekt-Mitarbeiter und Projektbereichs-Koordinator im geplanten DFG-Sonderforschungsbereich 1687: "Prozesse der Destabilisierung und Bedingungen der Stabilität von Randzonen tropischer Regenwälder in Indonesien". Universität Göttingen/Universität-Gesamthochschule Kassel tätig. Daran anschließend war er zwei Jahre am DFG-Projekt: "Raumorganisation, Raumverhalten und Raumkognition im interkulturellen Vergleich" am Institut für Ethnologie der Universität Göttingen tätig. Während einer Lehrstuhlvertretung für Sozialanthropologie an der Universität Bielefeld erreichte ihn 2000 der Ruf der Universität zu Köln. Seit 1999 ist Professor Rössler Schatzmeister der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören die Gesellschaften und Kulturen Südostasiens (speziell Indonesiens), Wirtschaft, Sozialorganisation, Identitätsforschung, Politik, und Religion, hier insbesondere der Islam.


Dr. Edgar Schömig, bisher Universität Heidelberg, ist zum Universitätsprofessor C 4 im Institut für Pharmakologie der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln ernannt worden. Gleichzeitig wurde er zum Direktor des Instituts für Pharmakologie ernannt und tritt damit die Nachfolge von Professor Dr. Wolfgang Klaus an.
Professor Schömig wurde 1960 in Würzburg geboren. Er studierte Medizin in Würzburg und Edinburgh. 1986 promovierte er und wurde mit dem Fritz-Külz-Preis der Deutschen Gesellschaft für Pharmakologie und Toxikologie ausgezeichnet. 1987 erhielt er den Wissenschaftspreis der Unterfränkischen Gedenkjahrstiftung. Seine Habilitation erfolgte vier Jahre später für das Fach Pharmakologie und Toxikologie. 1994 folgte er einem Ruf der Universität Heidelberg auf eine Professur für Allgemeine Pharmakologie und Toxikologie. Im darauffolgenden Jahr wurde ihm der Galenus-von-Pergamon-Preis verliehen. Nachdem er 1999 einen Ruf der Universität Jena abgelehnt hatte, folgte er zu Beginn dieses Jahres dem Ruf der Universität zu Köln. Professor Schömig ist als Gutachter für das Forschungsförderungsprogamm der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg, für die Deutsche Forschungsgemeinschaft und für The Wellcome Trust, London, tätig. Sein Hauptforschungsgebiet ist die molekulare Pharmakologie membranständiger Transportsysteme für Neurotransmitter. Diese Systeme sind u.a. von großer Bedeutung für die Wirkung antidepressiver Medikamente und gelten als Angriffspunkte verbreiteter Drogen wie z.B. Cocain und Ectasy. Darüber hinaus beschäftigt sich Professor Schömig mit Methoden zur Individualisierung der Arzneitherapie mit Hilfe pharmakogenetischer Verfahren. Er war 1991 Herausgeber von "Recent Advances in Neuropharmacology" und ist seit 1994 Mitglied in den Herausgebergremien der Zeitschriften "Naunyn-Schmiedeberg's Archives of Pharmacology" und "Pharmacology and Therapeutics".

Verantwortlich: Anneliese Odenthal

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