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TU Freiberg gründet Kompetenzzentrum Flächenrecycling

16.10.2002 - (idw) Technische Universität Bergakademie Freiberg

Universität bündelt Wissen in Fragen der Technik, Wirtschaft und Rechtssphäre

Rund 129 ha Fläche werden in Deutschland täglich für Wohn-, Gewerbe- und Verkehrsnutzungen verbraucht. Dieser Bedarf wird meist durch die Erschließung "Grüner Wiesen" gedeckt, obwohl beispielsweise in Ballungsräumen über 40 000 ha ehemals gewerblich oder industriell genutzter Flächen brachliegen. Der "Rat für Nachhaltige Entwicklung" in Deutschland fordert deshalb, den zusätzlichen Flächenverbrauch auf 100 ha/d im Jahre 2020 und 0 ha/d im Jahre 2050 zu senken und den Bedarf durch Wiedernutzung von Brachflächen zu decken. Mit dem Ziel Lösungsansätze für diese komplexe Thematik zu entwickeln wurde an der TU Bergakademie Freiberg ein Kompetenzzentrum für interdisziplinäres Flächenrecycling gegründet.
Das interdisziplinäre Flächenrecycling dient der Wiedereingliederung vorgenutzter Flächen und Immobilien in den Wirtschaftskreislauf. Vor allem die notwendigen Sanierungen schließen Risikobewertung und -behandlung sowie Finanzierungsmodelle ein. Das Kompetenzzentrum versteht sich als Partner für Institutionen, Behörden, Verbände und Unternehmen, die mit den Themen Technik, Planung, Bau, Ökonomie, Ökologie, Risikobewertung, Umweltrecht und Projektmanagement sowie Behördenmanagement befasst sind. Maßgeschneiderte Entwicklungszenarien und Modell-Entwicklungen sind Gegenstand der Arbeiten des Kompetenzzentrums.
Vorstände des als e. V. organisierten Kompetenzzentrums sind Professor Herbert Klapperich, Bodenmechanik, Grundbau und bergbauliche Geotechnik, Professor Rafig Azzam, Ingenieurgeologie, Deponiebau und geotechnische Sicherungsverfahren, Professor Dieter Jacob, Baubetriebslehre sowie Professor Rainer Wolf, Öffentliches Recht. So bündelt das Kompetenzzentrum Wissen in Fragen der Technik, Wirtschaft und Rechtssphäre und bietet Forschungs- und Beratungsleistungen auf den Gebieten Ingenieurwesen, Umweltgeotechnik, Projektmanagement, Ökologie, Umweltrecht, Immobilienwirtschaft, Sanierungsstrategien von Liegenschaften mit Finanz-Modellen, Risiko-Studien und innovativen Ansätzen der Haftungsübernahme. "Für die vorteilhafte Wiedereingliederung der Flächen in den Wirtschaftskreislauf und deren Neu-Nutzung, auch unter dem Aspekt der wirtschaftlichen und sozialen Belebung der Städte, muss verstärkt geworben werden", so Prof. Herbert Klapperich. "Auf unserer Agenda stehen deshalb die Förderung, Koordination und Durchführung von Forschung, Praxis und Lehre im Bereich des technischen Flächenrecyclings, im Umweltbereich und der Bodensanierung sowie die Durchführung von nationalen und internationalen Fachkongressen und öffentlich zugänglichen Informationsveranstaltungen und Dokumentationen einschließlich der Forschungs-Nachwuchsförderung."

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