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Zukunftschancen durch Neue Medien

23.08.2001 - (idw) INI - GraphicsNet Foundation

Ein Qualifizierungsprogramm verknüpft Informationstechnik, Design und Marketing

Ausbildung, Weiterbildung und Training haben sich weltweit zu einem innovativen Wachstumsmarkt entwickelt. Besonders gefragt sind multimediale Studiengänge und Kurse. Ein weltweit einzigartiges Fortbildungsprogramm für und mit Neuen Medien ist das "International Certificate Program for New Media", kurz ICPNM (www.icpnm.org). Die Veranstalter des Weiterbildungsprogramms verfolgen ein ambitioniertes Ziel: die Fusion aus Design, Computerwissenschaft, Media Management und Marketing.

ICPNM wird getragen vom Fraunhofer Center for Research in Computer Graphics (CRCG) und der Rhode Island School of Design (RISD), die beide im US-amerikanischen Providence, Rhode Island, ansässig sind, sowie der der Technischen Universität Darmstadt (TUD). Seit der Kooperation mit dem Institute for Media and Communications Management der Universität St. Gallen, bietet das Programm - neben technischen und grafischen Kursen - auch betriebswirtschaftliche und marketingorientierte Inhalte an.

"Wir haben ICPNM praxisnah, international und multidisziplinär ausgerichtet", so Lars KarleVize-Präsident des Fraunhofer CRCG. Der Erfolg veranlasste die Veranstalter, ICPNM zum vierten Mal anzubieten: Das Qualifizierungsprogramm beginnt am 1. Oktober 2001 und endet im Juni 2002. In den neun Monaten lernen die Studierenden nahezu alles, was sie für erfolgreiches Arbeiten in und mit Neuen Medien wissen müssen - von Kenntnissen verschiedener Softwareapplikationen und Typografie bis hin zum Umgang mit audiovisueller Technik und dem Management von Wissensmedien.

Das Programm richtet sich nicht nur an Absolventen der Fächer Informatik, Elektrotechnik, Kunst und Design, sondern auch an Berufstätige, die in der Informationstechnik, den Medien sowie den Bereichen Design oder Marketing arbeiten. Auch Quereinsteigern ermöglicht ICPNM, sich intensiv mit den neuen Technologien für multimediale Präsentationen, Desktop-Interfaces oder Web-Publishing zu befassen. "Die Studierenden werden nicht nur intensiv vom Lehrpersonal betreut, ihnen stehen auch alle High-End-Computerprogramme zur Verfügung," berichtet der ICPNM-Absolvent Klaus Lehnhardt. Er habe in der kurzen Zeit "lange gearbeitet und viel gelernt". Das für die einzelnen Kursmodule Dozenten aus aller Welt anreisen, begeistert den Architekten.

Flexible Unterrichtsformen wie Telefonkonferenz-Workshops und Internet-basiertes Kursmaterial ergänzen die klassischen Übungen, Vorlesungen oder Seminare und ermöglichen den Teilnehmern Direkt- und Fernstudium zu kombinieren. "In Zukunft wird die Web-basierte Telebeteiligung weiter ausgebaut. Damit können die Kapazitäten effizienter genutzt und die Teilnehmerzahl deutlich gesteigert werden", so Lars Karle. Für die Teilnehmer, die vielfach in Europa studieren oder arbeiten, reduzieren sich die Präsenzzeiten in den USA.

Das Programm ist modular aufgebaut: In den ersten drei Monaten können die einzelnen Teilnehmer sich Basiswissen in Bereichen aneignen, in denen sie Defizite haben. Im zweiten Drittel arbeiten alle Studierenden gemeinsam an Projekten und profitieren so wechselseitig von der interdisziplinären Gruppe. Besonderen Wert legen die Initiatoren von ICPNM auf die praxisnahe Ausbildung. Auch sind in den letzten drei Monaten des Programms die Teilnehmer in laufende Projekte des CRCG, der RISD, TUD und industrieller Partner eingebunden und können ihre neu erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten problemspezifisch anwenden und vertiefen.

Für die ICPNM-Absolventen hat sich die Weiterqualifizierung gelohnt. Denn Personen mit solch umfassenden Kenntnissen sind sehr gesucht - auch in den USA. So arbeitet beispielsweise eine Absolventin bei Lucas Arts in Kalifornien als Projektleiterin. Ein Architekt ist bei Pixelfactory in London für große Internet-Projekte zuständig. Den Traum von der Selbstständigkeit haben sich zwei ICPNM-Absolventen in Darmstadt bereits verwirklicht.

Interessenten an der Teilnahme an ICPNM oder am Sponsoring des Programms können weitergehende Anfragen per E-mail richten an icpnm@crcg.edu.

Kurzprofil INIG-GraphicsNet:
Das internationale Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung (INI-GraphicsNet) besteht aus dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, dem Zentrum für Graphische Datenverarbeitung (ZGDV) e.V., beide in Darmstadt und Rostock, und dem Fachgebiet Graphisch-Interaktive Systeme (GRIS) der Technischen Universität Darmstadt. Weitere Institutionen des Netzwerkes sind das Fraunhofer-Anwendungszentrum für Computergraphik in Chemie und Pharmazie (AGC) in Frankfurt, das Fraunhofer Center for Research in Computer Graphics (CRCG) in Providence, Rhode Island (USA), das Fraunhofer Centre for Advanced Media Technology (CAMTech) in Singapur und das Centro de Computação Gráfica (CCG) in Guimarães (Portugal).

Innerhalb des Netzverbundes sind an den sechs Standorten über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie rund 560 wissenschaftliche Hilfskräfte beschäftigt. Bei einem Haushalt von über 41 Millionen EURO bildet das INI-GraphicsNet weltweit den größten Forschungsverbund auf dem Gebiet der Graphischen Datenverarbeitung.
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