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Hinter Geographie steckt mehr als Stadt-Land-Fluss

17.10.2002 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Geographen der Universität Jena: Ausstellung in der Goethe-Galerie, Institutsgeburtstag gemeinsam mit den Geowissenschaftlern und Gründung eines Alumni-Vereins

Jena (17.10.02) Moderne Geographie ist mehr als ein Stadt-Land-Fluss-Spiel für Fortgeschrittene. Das beweist das Institut für Geographie der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit einer Ausstellung vom 21.-25. Oktober in der Goethe-Galerie und einem Exkursionstag am 24. Oktober. "In den Atlas schauen und Hauptstädte auswendig lernen, dieses Vorurteil aus Schulzeiten über die Tätigkeit von Geographen wollen wir ausräumen", sagt Martin Richter vom Fachschaftsrat des Institutes. Die Initiative für die populäre Aktionswoche kam von den Studenten, die so ihren Beitrag zum "Jahr der Geowissenschaften" leisten wollen.

Mit Hilfe von Exponaten, Postern, Experimenten und Multimediapräsentationen wollen die Jenaer Geographen ihren Beruf ins rechte Licht rücken. So wird es bei den Geoinformatikern einen virtuellen Rundflug über Jena geben - anhand solcher gesammelten Daten entstehen nämlich satellitengestützte Karten und digitale Geländemodelle. Die Physische Geographie präsentiert u. a. eine Klimastation und eine Bohrplattform für Seesedimente.

Das Herzstück der Aktion ist der Exkursionstag. Vier Führungen lassen den Besucher seine Heimat mit neuen Augen sehen: Er wird von den Physischen Geographen erfahren, wie Jenas Muschelkalkhänge und die Saaleaue entstanden und welche Gefahren von, durch den Menschen geformten, Kulturlandschaften ausgehen. Wie mittels Satelliten Daten über das System Erde gewonnen und so Kreisläufe am Computer simuliert und in ihrer räumlichen Ausbreitung nachgebildet werden, zeigt ein Rundgang durch das Institut für Geoinformatik. Was eine Sehenswürdigkeit ist und warum so manche "Attraktion" von Bürgern nicht angenommen wird, erläutern die Sozialgeographen anhand von "Intershop-Tower" und Goethe-Galerie. Einzelhandel zwischen Innenstadt und grüner Wiese? Mit dieser brisanten Frage im Kopf beleuchten die Wirtschaftsgeographen die Entwicklung des Einzelhandels in der Jenaer Innenstadt nach der Wende.

Zum Ausklang der Ausstellung "Moderne Geographie" feiern die Institute für Geographie und für Geowissenschaften der Jenaer Uni am 25. Oktober mit einem gemeinsamen Festakt ihr 10-jähriges Bestehen. Das Institut für Geographie nutzt das Jubiläum, um einen Ehemaligen-Verein zu gründen. "Mit der Gründung der Thüringischen Geographischen Gesellschaft wollen wir unsere abgehenden Studenten, die nicht nur durch die Organisation der Ausstellung einen großen Beitrag zur Gestaltung des Instituts leisten, stärker an uns binden", sagt Prof. Dr. Roland Mäusbacher, der ein "Mann der ersten Stunde" am 1992 neu gegründeten Institut war. Der Alumni-Verein soll den Zusammenhalt der Jenaer Absolventen stärken und die Verbindung zur Alma Mater auch nach ihrem Weggang gewährleisten.

Das Institut für Geographie präsentiert sein Ausstellungsprogramm auch im Internet unter www.geoaktiv.de. Hier sind weitere Informationen und die Termine für die Exkursionen zu finden. Da die Teilnehmerzahl auf jeweils 30 beschränkt ist, wird um eine Anmeldung unter Tel: 03641/617319 oder per E-Mail an geographie_jena@gmx.de gebeten.


Hinweis für die Medien:

Zentraler Treffpunkt für Vertreter der Medien zur Teilnahme an den Exkursionen ist die Goethe-Galerie am Donnerstag, den 24. Oktober, 9 Uhr.

Der Festakt zum 10-jährigen Jubiläum der Institute für Geographie und für Geowissenschaften findet am Freitag, den 25. Oktober, von 10-14 Uhr in der Aula des Universitätshauptgebäudes (Fürstengraben 1) statt.
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