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Gemeinschaftsaufgabe Hochschulbau

31.08.2001 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Hochschulen sind Ländersache, der Neubau und Ausbau von Hochschulgebäuden dagegen gehören ebenso wie Bildungsplanung und die Forschungsförderung zu den Gemeinschaftsaufgaben von Bund und Ländern. Über die Zukunft dieser Gemeinschaftsaufgaben am Beispiel Hochschulbau diskutieren die Kanzler der deutschen Universitäten auf ihrer 44. Jahrestagung vom 26. bis 29. September 2001 in Münster.

Dr. Klaus Anderbrügge, Kanzler der Westfälischen Wilhelms-Universität, erwartet als Gastgeber fast 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter 68 Kanzler von deutschen Universitäten. Zu den Gästen gehören unter anderem die Sprecher der Kanzler von Fachhochschulen, Kunst- und Musikhochschulen, die Generalsekretäre der Wissenschaftsorganisationen und Hochschul-Administratoren aus dem Ausland. Dienten die Jahrestagungen der Universitäts-Kanzler früher vor allem dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch, gibt es seit dem letzten Jahr in Frankfurt/Oder thematische Schwerpunkte. Im Mittelpunkt der Tagung in Münster steht der Hochschulbau als wichtige Gemeinschaftsaufgabe des Bundes und der Länder.

Die Kanzler der deutschen Universitäten erwarten von den eingeladenen Experten unter anderem aus dem Bundesbildungsministerium und einigen Landesministerien aktuelle Informationen, wie die im Grundgesetz festgeschriebene Gemeinschaftsaufgabe künftig neu gestaltet werden soll. Anderbrügge weiß sich mit seinen Kanzler-Kollegen einig, "dass diese wichtige Aufgabe vom Staat nicht vernachlässigt werden darf". Im Gegenteil: Die Kanzler fordern schon seit einigen Jahren, dass die Verfahren im Bereich des Hochschulbaus einfacher, schneller und transparenter ablaufen und die Hochschulen mehr Mitspracherecht erhalten. In die Diskussion einfließen werden auch Erfahrungen, die in den letzten Monaten in Nordrhein-Westfalen mit der von den Hochschulen abgelehnten Zentralisierung der Bau- und Liegenschaftsverwaltung des Landes gemacht worden sind.


Eröffnet wird die 44. Jahrestagung der deutschen Universitäts-Kanzler am 26. September im barocken Rahmen des münsterschen Erbdrostenhofes vom Sprecher der Vereinigung, dem Kanzler der Universität Erlangen-Nürnberg, Thomas A. H. Schöck. Nach einem Grußwort der nordrhein-westfälischen Bildungsministerin Gabriele Behler hält der Heidelberger Rechtswissenschaftler und ehemalige Richter des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Paul Kirchhof den Hauptvortrag über "Rechtliche Rahmenbedingungen für die Entwicklung der modernen Universität".

Am 27. September wird die Jahrestagung, die 1966 schon einmal in Münster durchgeführt wurde, im Schloss mit verschiedenen Workshops fortgesetzt. Darin geht es unter anderem um die Vorstellung innovativer Baumodelle sowie die Weiterentwicklung im Liegenschaftsmanagement. Zur Sprache kommt aber auch das Verhältnis der Universität zu ihren verselbständigten Einrichtungen wie Klinikum oder Studentenwerk. Abgeschlossen wird der Tag am Nachmittag mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion in der Aula des münsterschen Schlosses zum Tagungsthema, an der sich Experten aus Bund und Ländern sowie Vertreter von Wissenschaftsorganisationen und der Hochschulen beteiligen werden.

Der 28. September ist der internen Aussprache unter anderem über die vorgelegten Berichte der Wissenschaftsorganisationen, des Sprechers der Universitäts-Kanzler sowie der Berichte aus den Bundesländern und der Arbeitskreise vorbehalten. Das attraktive Rahmenprogramm bietet den Gästen aus dem In- und Ausland die Gelegenheit, Münster und das Münsterland besser kennen zu lernen: Neben einem Empfang durch die Stadt Münster im Friedenssaal des historischen Rathauses stehen eine Wasserburgenfahrt ins Münsterland und ein Besuch des nordrhein-westfälischen Landgestüts in Warendorf auf dem von Peter J. Vorpagel vorbereiteten Tagungsprogramm.

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