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Freiheit für die Lebenden: Unfallchirurgin mit ungewöhnlichem Habilitationsstipendium

31.08.2001 - (idw) Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Forschung braucht Freiheit. Das ist nichts ganz Neues, muß aber immer wieder erkämpft werden.

Die Greifswalder Unfallchirurgin Dr. med. Julia Seifert hat jetzt mehr Freiheit. Sie ist ab dem 1. September 2001 Habilitationsstipendiatin in einem Programm, das einer Bund-Länder-Vereinbarung "zur Förderung der Weiterentwicklung von Hochschule und Wissenschaft sowie zur Realisierung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre (HWP)" entspringt.

Genug der Hauptwortreihen, genug der Stationsdienste. Dr. Julia Seifert ist bis Ende Februar 2003 vom Stationsdienst weitgehend befreit und kann sich ganz und noch mehr als schon bisher ihrem Projekt "Unfallforschung" widmen.

In diesem von den Berufsgenossenschaften und von Autoherstellern geförderten Projekt unter Leitung des Chefs der Unfallchirurgieklinik Prof. Dr. med. Axel Ekkernkamp (zugleich Ärztlicher Direktor der Unfallkrankenhauses Berlin) erforscht sie Ursachen und Umstände schwerer Autounfälle. "Schwer" beginnt bereits bei einem Knochenbruch eines Unfallbeteiligten.

An die 3000 Einzeldaten sammelt sie, läßt sie seit Anfang dieses Jahres sammeln von jedem Unfall, der in ihren 2500 Quadratkilometer großen Einzugsbereich fällt - die Gebiete in und um Wolgast, Grimmen, Stralsund und Greifswald. Das braucht Akribie und Zeit - das ungewöhnliche Habilitationsstipendium hilft dabei.

Nebenbei organisiert Julia Seifert große Tagungen, zuletzt jene Ende Juni in Greifswald, in deren öffentlichem Part auf dem Greifswalder Marktplatz Opfer aus ihren Autos geschnitten wurden, Limousinen von Kränen fielen, der mögliche Schrecken am Unfallort angedeutet wurde. Das Habilitationsprojekt mag den täglichen Schrecken in Vorpommerns Straßengräben vermindern.

Bitte richten Sie Fragen zu diesem lebenswichtigen Thema an
Dr. med. Julia Seifert, Fachärztin für Chirurgie, Projektleitung Unfallforschung, Abt. Unfallchirurgie (Leitung Prof. Dr. Axel Ekkernkamp) der Universität Greifswald, Friedrich Loeffler-Straße 23b, 17487 Greifswald
Tel.: 03834-86-6110, Fax: 03834-86-6102, Mail: seifertj@mail.uni-greifswald.de
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