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Strindberg und seine Medien

06.09.2001 - (idw) Humboldt-Universität zu Berlin

15. Internationale Strindberg-Konferenz in Berlin



Gersaukamera Ein Jahrhundert nach Vollendung von August Strindbergs bahnbrechendem Theaterstück "Ein Traumspiel" (Ett Drömspel) veranstalten das Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität und die International Strindberg Association die 15. Internationale Strindberg-Konferenz in Berlin. Vom 20. bis 22. September 2001 diskutieren internationale Strindbergforscher an der HU über das Thema "Strindberg und seine Medien".

Strindberg, der in den 1890er Jahren zum Berliner Bohèmekreis des Schwarzen Ferkels gehörte, war ein Grenzgänger zwischen alten und neuen Medien. Als einer der führenden Dramatiker seiner Zeit, Romancier und Lyriker, experimentierte er auch mit Malerei, Fotografie und der Laterna Magica. In der Berliner Theaterszene ist Strindbergs dramatisches Werk bis heute präsent.

Berlin hat für August Strindberg eine bedeutende Rolle gespielt: Von hier nahm die Verbreitung seiner dramatischen Werke nicht zuletzt durch die Inszenierungen Max Reinhardts ihren Ausgangspunkt. Gemeinsam mit Edvard Munch stellte er in der Freien Ausstellung einige seiner Gemälde aus. In den letzten Jahren galt die Aufmerksamkeit der Forschung verstärkt den medialen Wechselwirkungen in Strindbergs Werk. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit war Strindberg
intensiv als Maler und Photograph tätig. Seine Experimente mit der Laterna Magica und dem Photoapparat, seine Selbstinszenierungen vor der Kamera, aber auch die Ideen zu projizierten Bühnenbildern lassen sich in Beziehung zu seinen literarischen Werken setzen. Auch wenn er vielleicht nicht der Wegbereiter der neuen Kunst in Skandinavien war, zeigt sein Interesse an den neuen Medien seiner Zeit doch den geschärften Blick für die zeitgenössische Avantgarde.

Ein weiteres Forschungsfeld sind Adaptionen von Strindbergs Werken für Film und Fernsehen. Recht früh wurde auch das neue Medium des Films auf ihn aufmerksam. 1912 entstanden in Schweden erste Verfilmungen von Fröken Julie und Fadren und einige Jahre später fanden die Uraufführungen von drei weiteren Verfilmungen in Berlin statt - unter der Regie von Ernst Lubitsch mit Asta Nielsen und Harriet Bosse in den Hauptrollen. Eine Anzahl neuerer Adaptionen für Film und Fernsehen beweisen, dass Strindbergs Werk auch für ein heutiges Publikum große Faszination ausübt.

Die Veranstaltung wird am 20. September 2001 um 14.30 im Senatssaal im Hauptgebäude eröffnet.
Das Tagungsprogramm finden Sie unter
http://www2.hu-berlin.de/skan/projekte/strindberg/tagungsprogramm.htm


Informationen: Nordeuropa-Institut, Kirsten Wechsel, Tel: (030) 2093 9-625, Fax: 2093 9-626, kirsten.wechsel@rz.hu-berlin.de
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