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Würzburg und sein Müller-Thurgau

25.09.2001 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Jeder Weinkenner weiß, dass "der Müller-Thurgau" eine in Franken häufig angebaute Rebsorte ist. Ihren Namen hat sie von einem Schweizer aus dem Kanton Thurgau, dem Rebzüchter Hermann Müller. Zwischen diesem Mann, der sich später Hermann Müller-Thurgau nannte, und der Universität sowie der Stadt Würzburg besteht eine enge Beziehung. Darüber informiert eine neue Broschüre, die der Würzburger Botaniker Hartmut Gimmler erstellt hat.

Im Herbst 2000 brachte Uni-Kanzler Bruno Forster am alten Botanischen Institut der Universität in der Klinikgasse eine Plakette an. Sie weist darauf hin, dass Hermann Müller-Thurgau hier im 19. Jahrhundert eine Zeit lang unter der Anleitung des berühmten Botanikers und Pflanzenphysiologen Julius von Sachs wissenschaftlich arbeitete und dass er hier auch promoviert wurde.

In Würzburg wurde Müller-Thurgau dazu angeregt, sich mit dem Einfluss klimatischer Faktoren auf Wachstum und Produktion der Reben zu beschäftigen. Als Assistent von Sachs untersuchte er zum Beispiel die Frostresistenz von Reben. Ausgehend von diesen Experimenten formulierte er später sein großes Ziel: die Notwendigkeit, durch Züchtung Rebsorten zu erhalten, welche den Geschmack der Rieslingtraube mit der sicheren und frühen Reifezeit des Silvaners vereinigen.

Prof. Dr. Hartmut Gimmler vom Julius-von-Sachs-Institut für Biowissenschaften der Universität Würzburg hat anlässlich des 150. Geburtstages von Hermann Müller-Thurgau im Jahr 2000 in den Archiven des Instituts gestöbert. Was er dabei über die Beziehungen zwischen Sachs und Müller-Thurgau zutage förderte, hat er in einer kleinen, teils farbig und sehr ansprechend gestalteten Broschüre zusammengefasst. Diese beschreibt ein kleines Stück Stadt- und Wissenschaftsgeschichte, dürfte aber auch für jeden Weinkenner interessant sein.

Die in kleiner Auflage gedruckte Broschüre "Vom Moos zum Wein, vom Main zum Rhein: Würzburg und sein 'Müller-Thurgau'" ist zum Selbstkostenpreis (10 Mark) beim Autor erhältlich: Prof. Dr. Hartmut Gimmler, Fax (0931) 888-6158, E-Mail:
gimmler@botanik.uni-wuerzburg.de
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