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NRW-Hochschulen: Talentschmiede für junge Unternehmer

27.09.2001 - (idw) Ministerium für Wissenschaft und Forschung NRW

Bildungsministerium unterstützt den Aufbau des Kompetenznetzwerks "Gründung aus Hochschulen"

Düsseldorf, 27. September 2001. Kompetenznetzwerk "Gründung aus Hochschulen": sieben nordrhein-westfälische Hochschulen präsentieren sich erstmals mit einem gemeinsamen Stand auf der START-Messe 2001 in Essen. Das Netzwerk der RWTH Aachen, der Universitäten Bielefeld und Wuppertal sowie der Fachhochschulen Aachen, Bochum, Gelsenkirchen und Niederrhein hat sich der Sensibilisierung und Qualifizierung ihrer Studenten und Absolventen für Unternehmensgründungen verschrieben.
"Die Initiative der NRW-Hochschulen ist ein weiterer wichtiger Baustein, um das Grün-dungsklima an den Hochschulen entscheidend zu verbessern und die Strukturen der Grün-dungsunterstützung weiter zu entwickeln", sagte Bildungsministerin Behler.
Die Gründung innovativer, technologieorientierter Unternehmen aus Hochschulen ist eine effi-ziente Form des Wissens- und Technologietransfers. Aufgrund der oftmals überdurchschnitt-lichen Wachstumsdynamik tragen diese neuen Unternehmen zur Leistungs- und Wettbe-werbsfähigkeit unserer Volkswirtschaft bei. Die Schaffung eines "gründerfreundlichen Kli-mas" an den Hochschulen ist deshalb von großer Bedeutung.
Dabei ist die Förderung der unternehmerischen Selbstständigkeit an den nordrhein-westfä-lischen Hochschulen längst kein Randthema mehr. Hochschulangehörige haben durch das inzwischen breit gefächerte Angebot an gründungsrelevanten Lehrangeboten und Beratungs-leistungen heute die Möglichkeit, ihren Schritt zum "eigenen Unternehmen" gut vorzubereiten und die Unsicherheit der Selbstständigkeit zu mindern. Auch das bereits 1996 durch das Bil-dungsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufene Programm zur finan-ziellen Absicherung von Unternehmensgründern aus Hochschulen, kurz PFAU, unterstützt junge Wissenschaftler/innen dabei, innovative Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen zur Marktreife zu entwickeln und ein eigenes Unternehmen aufzubauen.
Das noch im Aufbau befindliche Kompetenznetz-werk "Gründung aus Hochschulen" will die Leistungsvielfalt der NRW-Hochschulen im Bereich der Grün-dungsförderung darstellen. Weiteres Anliegen ist auch die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den regionalen Grün-dungsnetzwerken und der Erfahrungsaustausch der Hochschulen untereinander.
Erfolgreiche Beispiele, wie so etwas in der Praxis funktionieren kann, gibt es bereits.
Einer, der es geschafft hat, ist der Dipl.-Chemiker Martin Blüggel. Der 31-jährige gründete nach seinem Studium gemeinsam mit Prof. Dr. Helmut E. Meyer von der Ruhr-Universität in Bochum, im November 1997 die Protagen GbR, die seit August 1999 als AG geführt wird. Dreizehn Mitarbeiter hat das Biotechnologieunternehmen heute. Die erste Euro-Umsatzmil-lion wird voraussichtlich noch in diesem Jahr erreicht. Ziel der Forschungsanstrengungen der Protagen AG ist die Entwicklung neuer Medikamente für Krankheiten wie Bluthochdruck, Krebs, Alzheimer oder Multiple Sklerose und neuer diagnostischer Technologien für die be-sonders frühe und sichere Krankheitserkennung.
Das Beispiel ist nur ein Beleg für den Erfolg der NRW-Hochschulen bei der Gründerunter-stützung.
Einige Hochschulen des Kompetenznetzwerkes "Gründung aus Hochschulen" zeigen auf der START-Messe in Essen wie es gehen kann. Mit Rat und Tat stehen sie in Halle 11, Stand 113 bereit, um Unternehmensgründern die Kooperationsmöglichkeiten der Hochschulen zu erläu-tern. Das Netzwerk ist auch im Internet unter www.gruendung-aus-hochschulen.de zu erreichen.

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