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Unterschiedliche Konzeptionen von "Raum" in der amerikanischen Kulturgeschichte

08.10.2001 - (idw) Universität Bayreuth

Mit der Entwicklung und Thematisierung unterschiedlicher Konzeptionen von "Raum" in der amerikanischen Kulturgeschichte befaßt sich schwerpunktmäßig vom 10.-13. Oktober 2001 eine fachübergreifende, internationale Konferenz an der Universität Bayreuth mit dem Titel "From Landscape to Technoscape: Contestations of Space in American Culture". Mit dabei sind die beiden renommierten New Yorker Architekten Arakawa & Madeline Gins.

Internationale Konferenz vom 10. bis 13. Oktober 2001
Unterschiedliche Konzeptionen von "Raum"
in der amerikanischen Kulturgeschichte
Dabei: die renommierten New Yorker Architekten Arakawa & Madeline Gins

Bayreuth (UBT). Mit der Entwicklung und Thematisierung unterschiedlicher Konzeptionen von "Raum" in der amerikanischen Kulturgeschichte befaßt sich schwerpunktmäßig vom 10.-13. Oktober 2001 eine fachübergreifende, internationale Konferenz an der Universität Bayreuth mit dem Titel "From Landscape to Technoscape: Contestations of Space in American Culture".
Ausgehend von der bis Ende des 19. Jahrhunderts zentralen Bedeutung von Landschaft und Naturraum für die nationale Identität Amerikas sollen u.a. die folgenden Aspekte des Themas behandelt werden:
l die Entstehung von Nationalparks, Themenparks und "künstlichen" Welten (Disneyland, "Celebration", das Biosphere II Projekt, etc.);
l die Suburbanisierung der amerikanischen Gesellschaft und die architektonische Vision einer modernen, demokratischen Stadtlandschaft in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts;
l Reagans Strategic Defense Initiative und die Instrumentalisierung des Weltraums für nationale Belange und Interessen;
l die Multikulturalismus Debatte und die soziogeographische Stratifikation ethnischer Minderheiten in den USA; die zunehmende Kontrolle des öffentlichen Raums durch nicht demokratisch legitimierte Massenmedien; und schließlich
l die gesellschaftlichen Auswirkungen neuer elektronisch-technischer Räume wie das World Wide Web oder der nanoskopische Raum der computergestützten Genforschung.
Wie der amerikanische Kulturhistoriker David Nye, der ebenfalls an der Tagung teilnimmt, gezeigt hat, war die Erkundung, Besiedelung und soziale Kontrolle von "Raum" in den USA immer auch ein symbolischer Prozess, dessen Kulturgeschichte sich anhand der ihn begleitenden Mythen und Meta-Erzählungen gut beschreiben lässt (e.g. City upon a Hill, Manifest Destiny, Closing of the American Frontier, Land of the Brave and Free, Melting Pot, American Mosaic, Star Wars, etc.).
Sowohl nationale Überempfindlichkeiten als auch innergesellschaftliche Verteilungskämpfe um die Vorherrschaft und Verfügungsgewalt über geographische, technische oder öffentliche Räume manifestieren sich insbesondere auf der Ebene symbolischer Diskurse. Aus diesem Grund werden neben der Analyse konkreter historischer Ereignisse die Ästhetisierung und Repräsentation von space und spatiality in Film, Photographie, Literatur, Malerei und Musik einen herausragenden Stellenwert einnehmen.
Um der breitangelegten thematischen Ausrichtung der Tagung gerecht zu werden, haben die Organisatoren des Lehrstuhls für Anglophone Literaturen und Kulturen/Amerikanistik auch Amerika-orientierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Sozialwissenschaften, dem Bereich der Stadtplanung und Stadtgeschichte, den Kultur- und Geisteswissenschaften sowie von Akademien und Forschungseinrichtungen eingeladen, jeweils eigene, neuere Forschungsansätze in Bayreuth vorzustellen.
So gestalten die renommierten New Yorker Architekten Arakawa & Madeline Gins die Eröffnung der Konferenz am Mittwochabend, dem 10. Oktober 2001 (Audi-Max, 18 Uhr)). Die Juristin Prof. Robin Morris Collin von der University of Eugene, Oregon, wird einen interdisziplinär ausgerichteten Vortrag zum Problemfeld "Race and Environment" halten und der bereits erwähnte Prof. David Nye (Odense University, Dänemark) thematisiert Aspekte von "Narratives and Spaces".
Eine auf das Thema Raum ausgerichtete Ausstellung des Münchner Malers Thomas Bechinger in den Räumen der Campusgalerie wird die Konferenz begleiten. Ein detaillliertes Programm der Tagung, Kurzbeschreibungen der Vorträge sowie weitere Informationen enthält die eigens eingerichtete Tagungshomepage, die unter
http://www.uni-bayreuth.de/departments/americanstudies/conference.index.html
aufgerufen werden kann. Ausgewählte Beiträge werden nach Abschluss der Tagung bei einem renommierten amerikanischen Universitätsverlag

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