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An der Universität Augsburg 7% mehr Studienanfänger als im Vorjahr

16.10.2001 - (idw) Universität Augsburg

Deutlich erhöhte Nachfrage nach Lehramtsstudium und mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern -

Soweit sich derzeit bereits absehen lässt, wird sich der allgemeine Trend wieder deutlich zunehmender Studierendenzahlen im Wintersemester 2001/02 auch an der Universität Augsburg widerspiegeln: Obwohl Einschreibungen in den nicht zulassungsbeschränkten Studiengängen weiterhin möglich sind und insbesondere noch mit zahlreichen weiteren ausländischen Studienanfängern zu rechnen ist, liegt die Anfänger-Gesamtzahl bereits jetzt zu Semesterbeginn bei 2087 (Stand 15. Oktober 2001) und damit über der definitiven Zahl des Vorjahres (1945, Stand 11. Dezember 2000). Nach zwei Jahren, in denen sie knapp darunter lag, überschreitet die Gesamtzahl der Studierenden an der Universität Augsburg wieder die Marke 12.000. Der derzeitig Stand von insgesamt 12.105 Studierenden bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs um 2,5%.

In den mit einem lokalen Numerus clausus versehenen Studiengängen Kommunikationswissenschaft und Lehramt Grundschule ist die vorhandene Zahl an Studienplätzen auch in diesem Jahr erwartungsgemäß voll ausgeschöpft. Dasselbe gilt für den bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengang Betriebswirtschaftslehre. In der ebenfalls einem bundesweiten NC unterliegenden Rechtswissenschaft (1. Staatsexamen), in der die Studienplatzzahl im vorigen Jahr nicht ganz ausgeschöpft war, steigt die Anfängerzahl um fast 25% von 191 (WS 00/01) auf 236.

ERHÖHTE NACHFRAGE NACH LEHRAMTSSTUDIENGÄNGEN

Deutlich fällt die Zunahme auch bei den in den letzten Jahren eher unter Rückgang oder Stagnation leidenden nicht zulassungsbeschränkten Lehramtsstudiengängen aus: LA Hauptschule verzeichnet einen Anfängerzuwachs von 55% (34 gegenüber 22 im Vorjahr), beim LA Realschule beträgt dieser Zuwachs 27% (57 gegenüber 45) und beim LA Gymnasien gar 80% (119 gegenüber 66).

ZUWÄCHSE BEI THEOLOGEN, VOLKSWIRTEN, MATHEMATIKERN UND PHYSIKERN

In den Diplomstudiengängen insgesamt scheinen die Anfängerzahlen zu stagnieren (898 gegenüber 935 im Vorjahr), wobei es hier auch hier allerdings einzelne - und teils überraschende - "Gewinner" gibt: So verzeichnet der Diplomstudiengang Katholische Theologie mit 17 Anfängern imposante 240% mehr als im Wintersemester 2000/01 (5), und für die Volkswirtschaftslehre ist ein Anfängerzuwachs von 75% zu vermelden (189 gegenüber 108). Auch die mathematisch-naturwissenschaftlich ausgerichteten Diplomstudiengänge legen deutlich zu: Mathematik plus 67% (25 gegenüber 15), Wirtschaftsmathematik plus 13% (44 gegenüber 39) und Physik plus 31% (55 gegenüber 42).

AUGSBURGER INFORMATIK: GEGEN ALLGEMEINEN ABWÄRTSTREND STABIL AUF HOHEM NIVEAU

Dass die Anfängerzahlen in den erst im vergangenen Jahr furios gestarteten Augsburger Informatik-Studiengängen auf hohem Niveau stagnieren und jedenfalls nicht signifikant rückläufig sein werden, darf angesichts der Bayern-weiten Entwicklung als enormer Erfolg gewertet werden. Der Diplomstudiengang Angewandte Informatik zählt 128 Anfänger (gegenüber 133 im Vorjahr), der B. Sc. in Informatics and Electronic Commerce 37 (gegenüber 34). Zusammengenommen ergibt dies ein kaum nennenswertes Minus von nur einem Prozent. Ihm steht nach Informationen des Wissenschaftsministeriums ein Informatik-Anfängerrückgang von 16,5% an den bayerischen Universitäten und Fachhochschulen insgesamt gegenüber, wobei sich dieser Rückgang, wenn man die Universitäten alleine betrachte, sogar auf 20% belaufe. Für Wissenschaftsminister Zehetmair kommt diese "Ernüchterung" angesichts des nahtlosen Übergangs von der Green Card-Hysterie des vergangenen Jahres zur aktuellen Nemax-Talfahrt nicht überraschend: Die jungen Leute, so meinte er bei seiner Pressekonferenz zum Auftakt des Studienjahres 1001/02, würden bei ihrer Studienwahl eben mehr und kritischer denn je den Arbeitsmarkt beobachten und dabei registrieren, dass die Wirtschaft, von der man in dieser Beziehung "mehr Redlichkeit" einfordern müsse, jetzt bereits wieder qualifizierte Informatiker auf die Straße setzt, während sie vor Kurzem noch Zigtausende angeblich offener Informatiker-Stellen beklagt hat, für die es keine qualifizierten Kräfte auf dem heimischen Markt gebe.

STEIGENDE AKZEPTANZ DER NEUEN ABSCHLÜSSE

Die bislang eher zurückhaltende Bereitschaft von Studienanfängern sich auf dreijährige Studiengänge mit "neuen" Abschlüssen einzulassen, scheint zu wachsen: Neben dem oben erwähnten Bachelor of Science in Informatics an Electronic Commerce legt auch der B. Sc. in Materialwissenschaft, der ebenfalls zum Wintersemester 2000/01 erstmals in Augsburg angeboten wurde, zu: gegenüber sieben im vorigen Jahr haben sich jetzt 12 Anfänger hier eingeschrieben (plus 71%).

EUROPÄISCHE KULTURGESCHICHTE VON 0 AUF 100

Der zum Beginn dieses Wintersemesters erstmals angebotene B. A.-Studiengang Europäische Kulturgeschichte ist mit derzeit 91 Ersteinschreibungen buchstäblich von 0 auf (fast) 100 gestartet. Addiert man diese Zahl zu der mit 360 annähernd konstant gebliebenen Summe der Anfänger im Magisterstudiengang, so ergibt sich auch für die nicht auf das Lehramt ausgerichteten Fächer des geistes- und sozialwissenschaftlichen Bereichs ein Anfängerzuwachs von 20%.

GEBREMSTES WACHSTUM BEI DEN ANTEILEN WEIBLICHER UND AUSLÄNDISCHER ANFÄNGER

Bei den Anteilen der weiblichen sowie der ausländischen Studierenden scheint der steile Aufwärtstrend der vergangenen Jahre nicht ungebrochen anzuhalten. Bei den Anfängerzahlen geht der Frauenanteil um 0,5 Punkte auf 58,5% zurück. Auch die Studienanfänger aus dem Ausland dürften den hohen Anteil des Vorjahres (14%) in diesem Jahr wohl kaum erreichen, wenngleich hier angesichts der teils noch nicht vorliegenden Sprachprüfungsergebnisse mit zahlreichen weiteren Immatrikulationen zu rechnen ist.

IMMATRIKULATION NACH WIE VOR MÖGLICH

Generell ist in den nicht zulassungsbeschränkten Studiengängen eine Immatrikulation zum Wintersemester 2001/02 nach wie vor möglich. Nähere Informationen und Einschreibungsunterlagen gibt es bei der Studentenkanzlei der Universität Augsburg, Universitätsstraße 2 (Rektoratsgebäude), 86159 Augsburg, Telefon 0821/598-5208, Fax -5505 oder -5506, e-mail: studentenkanzlei@verwaltung.uni-augsburg.de

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