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Rahmenkonzept zur Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen verabschiedet

26.10.2001 - (idw) Humboldt-Universität zu Berlin

Ein Rahmenkonzept, das Bedingungen zur Einführung gestufter Studiengänge definiert und Elemente erläutert, die bei der Gestaltung von Ordnungen und Abschlüssen zu berücksichtigen sind, hat der Akademische Senat am 16. Oktober 2001 beschlossen.

Das Konzept bietet den notwendigen Raum, um bei der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen das Lehrprofil der Humboldt-Universität und eine individuelle Kompetenz-struktur zu stärken. Es beschreibt die charakteristischen Merkmale, die dafür in der Studien-struktur zu berücksichtigen sind. Danach sollen die Studiengänge:
- sequenziert sein: kein Bachelor- ohne weiterführenden Masterstudiengang
- identifizierbare Kernkompetenzen definieren
- intra- und interdisziplinäre Komponenten umfassen
- forschungsorientiert sein
- Praxisbezug einschließen und Berufszugang für Bachelorstudiengänge eröffnen
- individuelle Profilbildung ermöglichen
- offen sein, d.h. den Erfordernissen des lebenslangen Lernens angemessen, den Zugang vom grundständigen Studium und aus dem Beruf gewährleisten.

Die Einführung gestufter Studiengänge setzt voraus, dass die bestehenden Studiengänge neu konzipiert und neu strukturiert werden. Durch die Modularisierung des Lehrangebots, die Einführung eines Studienpunktesystems und studienbegleitende Prüfungen in neuen wie bestehenden Studiengängen wird eine Vernetzung der Diplom-, Magister- und Staatsexamensstudiengänge mit den gestuften Studiengängen und damit eine Vielfalt von Studienabschlüs-sen möglich sein. Das bedeutet, dass weitestgehend eine Durchlässigkeit zwischen bestehen-den und neuen Studiengängen gewährleistet werden wird.
Die Bachelorstudiengänge sind im Vergleich zu den Diplom- und Magisterstudiengängen obligatorisch berufsfeldbezogen und sie binden Praktika ein - unter Berücksichtigung einer fachlichen Profilierung. Damit sollen sich auch Chancen zur Interdisziplinarität eröffnen. Entsprechende Zusatzqualifikationen be-rücksichtigen die folgenden Komponenten:
- praxisbezogenes ergänzendes Wissen (fachfremdes Grund-wissen und Anwendungswissen, das für die zukünftige berufliche Tätigkeit relevant ist),
- Schlüsselqualifikationen (Sozial-, Methoden-, Selbst- und Sprachkompetenzen) und
- Praktika als Orientierung für künftige berufliche Tätigkeitsfelder, die wahlweise in unterschiedlichen Anteilen erworben werden können.

Nach einer Erprobungsphase wird auf der Basis einer Evaluation fachspezifisch zu entscheiden sein, ob sich die Bachelor- und Masterstudiengänge bewährt haben und ob Diplom- und Magisterstudiengänge erhalten bleiben.
Die Studienreform soll gewährleisten, dass den Studierenden der Humboldt-Universität eine neukonzipierte Studienstruktur angeboten wird, die das Studium nicht nur attraktiv gestaltet, sondern den Absolventen vielversprechende Chancen auf dem Arbeitsmarkt ermöglicht.
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