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Eröffnung neuer Studiengänge an der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften

22.10.2002 - (idw) Ludwig-Maximilians-Universität München

München, 22. Oktober 2002 - Die Ludwig-Maximilians-Universität München hat ihr internationales Lehrangebot erneut erweitert. In der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften gibt es jetzt drei international vergleichbare, gestufte Studiengänge: den Bachelor- und Master-Studiengang "Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (Komparatistik)", das Linguistische Internationale Promotions-Programm "Sprachtheorie und Angewandte Sprachwissenschaft" (LIPP) sowie den Promotionsstudiengang "Literaturwissenschaft". Während das Bachelor-Studium die Qualifikation für den europäischen Arbeitsmarkt gewährleisten soll, sollen die daran anschließenden Studiengänge zu einer wissenschaftlichen Vertiefung der Ausbildung führen.

Die Fakultät lädt herzlich ein zur:

Feierlichen Eröffnung
der neuen Studiengänge
Mittwoch, den 23.10.2002, 17 Uhr
Senatssaal der Universität München
Geschwister-Scholl-Platz 1, 80539 München

Begrüßung:
Prof. Dr. Hendrik Birus, Sprecher des Promotionsstudiengangs Literaturwissenschaft und des Bachelor-Studiengangs Komparatistik

Grußworte des Prorektors, des Dekans und von
Prof. Dr. Dr. h.c. Konrad Ehlich, Sprecher des Promotionsstudiengangs Sprachwissenschaft
Ansprachen:
Georg Biel, Verband der bayerischen Wirtschaft
Dr. Mathias Pätzold, DAAD

Festvortrag:
Prof. Dr. Hendrik Birus
"Chancen der Krise? Zur Aktualität der Berliner
Hochschulreform-Diskussion vor zwei Jahrhunderten"

Im Anschluss an den Festakt findet für alle Teilnehmer ein Empfang statt. Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen.


Mit der Einrichtung der drei neuen Studiengänge wurden zwei Ziele der gesamteuropäischen Hochschuloffensive in die Tat umgesetzt: Internationalisierung des Studiums sowie interdisziplinäre Ausrichtung des Studienangebots, die das bisherige Hochschulstudium um attraktive Möglichkeiten bereichern wird. Dieses Anliegen erhielt seinen offiziellen Rahmen in der so genannten Bologna-Erklärung der Europäischen Bildungsminister von 1999, in der die Einführung international vergleichbarer Studiengänge beschlossen wurde. Die Einführung dieser Studiengänge war nur durch die Kooperation mit zahlreichen wissenschaftlichen Einrichtungen möglich; zu nennen sind vor allem der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) sowie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG).


Bachelor- und Master-Studiengang in Allgemeiner
und Vergleichender Literaturwissenschaft (Komparatistik)

Zum Wintersemester 2002/03 führt die LMU München den Bachelor-/Master-Studiengang "Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (Komparatistik)" ein. Die Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft erforscht Literaturen, Kulturen und Sprachen fächerübergreifend und vermittelt damit zugleich Schlüsselqualifikationen wie polyglotte Kommunikationsfähigkeit und interkulturelle Kompetenz, die heute über die Erwachsenenbildung und den Medienbereich hinaus auch in Wirtschaft und Verwaltung gesucht sind. Das Studium besteht aus dem Hauptfach Komparatistik und einem Nebenfach (möglichst einer weiteren Philologie). Zu den Besonderheiten des Münchner Studiengangs gehört sein berufsqualifizierender Charakter. Integraler Bestandteil sind Praxiskurse des Instituts "Student und Arbeitsmarkt" an der LMU, die in Zusammenarbeit mit Vertretern der Wirtschaft konzipiert und durchgeführt werden, sowie zwei Betriebspraktika.

Weitere Informationen:
Dr. Virginia Richter,
Tel. 089/2180-3009,
E-Mail: virginia.richter@lrz.uni-muenchen.de,
www.komparatistik.uni-muenchen.de


Linguistik - Internationales Promotions-Programm LIPP
"Sprachtheorie und Angewandte Sprachwissenschaft"

Im Oktober 2002 startet unter der Leitung von Prof. Dr. Konrad Ehlich das Linguistische Internationale Promotions-Programm "Sprachtheorie und Angewandte Sprachwissenschaft" (LIPP) an der LMU. Das Graduierten-Studium wird von 16 Professorinnen und Professoren aus zwölf linguistischen Disziplinen an der LMU gemeinsam getragen. Dadurch bietet sich eine im deutschen Sprachraum einmalige Möglichkeit, ein kombiniertes Promotionsstudium in Allgemeiner und Angewandter Sprachwissenschaft zu absolvieren. Schwerpunkte sind Phänomenologie und Typologie von Sprachen, linguistische Empirie und deren Methodologie, Sprache und Gesellschaft sowie Theoriebildung für und Modellbildung von Sprache. Hochqualifizierte Promovierende erhalten die Möglichkeit, an diesem neuartigen Programm teilzunehmen. Die Leistungsnachweise sind speziell auf die Bedürfnisse der Doktoranden zugeschnitten. Statt einer Aufteilung in Haupt- und Nebenfächer kommt es so zu einer fächerübergreifenden, integralen Qualifikation. An Stelle des bisherigen Drei-Fächer-Rigorosums tritt die hochschulöffentliche Disputation, wodurch die Promovierenden ihre Befähigung zur interdisziplinären wissenschaftlichen Kommunikation unter Beweis stellen können. Den Studierenden steht ein persönlicher Mentor zur individuellen Studienberatung zur Seite. Durch diese Innovationen wird die Qualität linguistischer Promotionen bei gleichzeitiger Verkürzung der Promotionszeit grundlegend verbessern.

Weitere Informationen
Dr. Melanie Moll,
Tel.: 089 / 2180-3846,
E-Mail: moll@daf.uni-muenchen.de

Promotionsstudiengang "Literaturwissenschaft"

Der bereits seit Oktober 2001 bestehende, fächerübergreifende Promotionsstudiengang Literaturwissenschaft unter der Leitung von Prof. Dr. Hendrik Birus wird von sämtlichen literaturwissenschaftlichen Fächern der Ludwig-Maximilians-Universität München getragen. Die 25 beteiligten Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer aus 12 verschiedenen Disziplinen vertreten zugleich ein breites wie auch vielfältig vernetztes Spektrum theoretischer Positionen und methodologischer Ansätze. Der Promotionsstudiengang bietet ein forschungsorientiertes und systematisch strukturiertes Lehrprogramm an, das sowohl in organisatorischer wie in fachlicher Hinsicht Neuland betritt und damit die Qualität literaturwissenschaftlicher Promotionen bei gleichzeitiger Verkürzung der Promotionszeit grundlegend verbessert. Sein interdisziplinärer Zuschnitt zielt darauf ab, die Literaturwissenschaft als eine kultur- und medienwissenschaftliche Basisdisziplin zu profilieren. Zugleich soll die fächerübergreifende Zusammenarbeit das Gespräch nicht nur zwischen den verschiedenen Einzelphilologien, sondern ebenso zwischen verschiedenen literaturwissenschaftlichen Theoriekulturen wie zwischen dominant text-, medien- oder theoriebezogenen Forschungsrichtungen befördern. Jedem aufgenommenen Bewerber wird ein persönlicher Mentor aus dem Kreis der beteiligten Hochschullehrer zugeordnet, der für die Betreuung der Dissertation zuständig ist und dem Doktoranden als individueller Studienberater zur Seite steht.

Weitere Informationen:

Dr. Burkhard Meyer-Sickendiek
Tel.: 089/2180-6292
E-Mail: Meyer.Sickendiek@promotion-lit.uni-muenchen.de, www.promotion-lit.uni-muenchen.de
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