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Ulla Hahn liest "Das verborgene Wort"

06.11.2001 - (idw) Universität Erfurt

"Universitätslesungen mit dem MDR" am 8. November

In der Reihe "Universitätslesungen mit dem MDR" ist am Donnerstag, dem 8. November (Beginn 18.00 Uhr), Ulla Hahn zu Gast. Sie liest in der Universitätskirche/ Michaeliskirche aus ihrem Roman "Das verborgene Wort".
"Ulla Hahn ist Lyrikerin, vielfach ausgezeichnet, aber auch attackiert, weil sie bewiesen hat, dass auch in unseren Tagen deutsche Gedichte schön sein können", so Universitätspräsident Dr. Wolfgang Bergsdorf, der sie gemeinsam mit Funkhausdirektor Werner Dieste zur Lesung nach Erfurt eingeladen hat. In ihrem zweiten Roman "Das verborgene Wort", der in diesem Jahr erschien, gibt sie Einblicke in ihre Kindheit und Jugend. Sie schildert ihre Anstrengungen, dem Käfig einer engen katholischen Dorfgemeinde ebenso zu entkommen wie der Gefangenschaft des rheinischen Dialektes. Es ist die Suche nach einem Weg in die Freiheit, in die Freiheit des verborgenen Wortes.
Ulla Hahn wurde 1946 im sauerländischen Brachthausen geboren und wuchs in Monheim bei Düsseldorf auf. Sie begann nach dem Realschulabschluß eine Bürolehre und holte dann 1964 das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nach. Ab 1965 studierte sie in Köln Germanistik, Soziologie und Geschichte und promovierte mit einem Vergleich über die westdeutsche und die sozialistische Literatur der 60er Jahre. Ulla Hahn begann als Journalistin und Kulturredakteurin bei Radio Bremen. 1981 erschien ihr erster Lyrikband "Herz über Kopf", der in den ersten drei Jahren nach Erscheinen 35.000 Leser fand. Diese überraschend hohe Auflage für einen Debütband erklärt die FAZ, dass "... hier jemand die Form und die Formel für ein aktuelles Bedürfnis gefunden hatte, für das aufgeklärte Liebesgedicht". 1983 erschien ihr zweiter Gedichtband "Spielende", der es in 5 Jahren auf 32.000 Exemplare brachte. Auch ihr dritter und vierter Gedichtband "Freudenfeuer" und "Unerhörte Nähe" waren außerordentlich erfolgreich. Nach einem ersten Ausflug in die Welt des Romans, der den Titel "Ein Mann im Haus" hervorgebracht hatte, setzte sie die Reihe ihrer Lyrikveröffentlichungen mit den Gedichtbänden "Liebesgedichte" (1995) und "Galileo und die zwei Frauen" 1997) fort. Der Kritiker Marcel Reich-Ranicki schrieb zum letzten Band: "Ulla Hahn gelingen Texte in denen wir uns, allen Verfremdungen und Verkleidungen zum Trotz, wiedererkennen".
Der Eintritt zu der Lesung ist frei. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Der MDR zeichnet die Veranstaltung auf und strahlt sie im Programm von MDR 1 - Radio Thüringen aus.
Die nächste Veranstaltung in der Reihe "Universitätslesungen mit dem MDR" wird am 6. Dezember 2001 mit Erich Loest stattfinden.

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