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Möglichkeiten und Grenzen der Stammzellforschung

12.11.2001 - (idw) Justus-Liebig-Universität Gießen

Podiumsdiskussion am Freitag, den 16. November 2001, von 17.15 bis 18.30 Uhr in der Aula der Justus-Liebig-Universität

Bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin am Freitag, 16. November 2001 in der Aula der Justus-Liebig-Universität Gießen (siehe Pressemitteilung) findet von 17.15 bis 18.30 Uhr im Uni-Hauptgebäude (Ludwigstraße 23, 35390 Gießen) unter der Leitung des Münsteraner Reproduktionsmediziners Prof. Dr. Eberhard Nieschlag eine Podiumsdiskussion über "Stammzellforschung: Möglichkeiten und Grenzen" statt. Prof. Dr. Karl-Friedrich Sewing wird aus der Perspektive des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer sprechen, Ministerialdirektor PD Dr. Stefan Winter wird das Bundesgesundheitsministerium vertreten, und Prof. Dr. Wolfram Höfling (Köln) wird aus der Sicht des Staatsrechtlers zu dem Thema Stellung nehmen.

Spätestens seit dem vom Bundesgesundheitsministerium veranstalteten Berliner Symposion "Fortpflanzungsmedizin in Deutschland" im Mai 2000 wird in Deutschland eine heftige öffentliche Diskussion über Themen wie Präimplantationsdiagnostik (Genetische Diagnostik am nicht implantierten Embryo) und über Stammzellforschung geführt. Von der Stammzellforschung werden große Fortschritte in der Therapie bisher nicht oder nur schwer behandelbarer Krankheiten erhofft. Viele Forscher sind der Meinung, dass Forschung an embryonalen Stammzellen schneller zu den erhofften Zielen führen wird als Forschung an "adulten" (d.h. vom Erwachsenen) Stammzellen. Da in Deutschland das 1991 in Kraft getretene Embryonenschutzgesetz (EschG) die Herstellung menschlicher embryonaler Stammzellen verbietet, erhebt sich die Frage, ob hierzulande mit im Ausland hergestellten menschlichen embryonalen Stammzellen gearbeitet werden darf.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) will am 7. Dezember 2001 eine Entscheidung über einen entsprechenden Forschungsantrag von Forschern einer deutschen Universität fällen. Vorher wird zwar kaum noch die angekündigte Grundsatzdebatte zu diesem Thema im Bundestag stattfinden, der vom Bundeskanzler Schröder kürzlich berufene Nationale Ethikrat und die Enquete-Kommission des Bundestages "Recht und Ethik der modernen Medizin" wollen jedoch bis dahin Stellung nehmen. In dieser "heißen Phase" der Diskussion und Entscheidungsfindung veranstaltet die Deutsche Gesellschaft für Reproduktionsmedizin im Rahmen ihrer Jahrestagung in Gießen am 16. November 2001 eine Podiumsdiskussion unter Leitung des Münsteraner Reproduktionsmediziners Prof. Dr. Eberhard Nieschlag. Der Themenkomplex wird von drei Experten beleuchtet: Prof. Dr. Karl-Friedrich Sewing wird aus der Perspektive des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer sprechen, Ministerialdirektor PD Dr. Stefan Winter wird das Bundesgesundheitsministerium vertreten, und Prof. Dr. Wolfram Höfling (Köln) wird aus der Sicht des Staatsrechtlers Stellung nehmen. Zu dieser hochaktuellen Diskussion ist auch die interessierte Öffentlichkeit eingeladen.

Kontaktadresse:

Dr. Hans-Christian Schuppe
Zentrum für Dermatologie und Andrologie
Gaffkystraße 14
35392 Gießen
Tel.: 0641/99-43201
Fax: 0641/99-43209
e-mail: Hans-Christian.Schuppe@derma.med.uni-giessen.de
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