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"Tausend-und-eine Situation des Missverstehens" - Interkulturelle Kompetenz als Qualifikation

13.11.2001 - (idw) Fachhochschule Köln

"Die Fachhochschule Köln zu Gast bei Gonski"
"Tausend-und-eine Situation des Missverstehens" - Begegnung unterschiedlicher Kulturen: Irritationen, Missverständnisse, Konflikte? Wie kann man daraus lernen?
Dienstag, 20. November 2001, 20.30 Uhr
im Café des Buchhauses Gonski am Neumarkt

Jeder kennt "Tausend-und-eine Situation des Missverstehens". Was schon unter "Einheimischen" nicht immer leicht zu klären ist, macht im Kontakt mit fremden Kulturen die Verständigung um vieles schwieriger. Warum schaut sie mich nicht an, wenn ich mit ihr rede? Warum rückt der mir immer so nah auf die Pelle? Warum redet sie immer um den heißen Brei herum? Irritationen, Missverständnisse und Konflikte bei der Begegnung von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und die Frage, wie man daraus lernen kann, stehen am Dienstag, 20. November 2001, um 20.30 Uhr auf dem Programm der Veranstaltungsreihe "Die Fachhochschule Köln zu Gast bei Gonski" im Café des Buchhauses Gonski am Neumarkt in der Kölner Innenstadt. Ein Experte in diesem Themenfeld ist Prof. Dr. Wolf Rainer Leenen, Leiter des Forschungs- und Entwicklungsschwerpunktes "Interkulturelle Kompetenz durch Personal- und Organisationsentwicklung" im Fachbereich Sozialpädagogik der Fachhochschule Köln. Illustriert mit Praxisbeispielen werden Prof. Dr. Leenen und Dipl.-Päd. Harald Grosch über Irritationen, Missverständnisse und Konflikte bei der Begegnung von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen berichten und diskutieren sowie über Trainingsprogramme, die in diesem Forschungsschwerpunkt bereits für verschiedene Berufsfelder (Polizei, Strafvollzug, kommunale Verwaltung) entwickelt wurden. Karten zu 12,- DM, bzw. ermäßigt 10,- DM, können auch über "Köln Ticket" (Rufnummer 0221/20909357) reserviert und an der Abendkasse des Buchhauses abgeholt werden.

KULTURELLE DIFFERENZEN RICHTIG EINSCHÄTZEN
Ist es tatsächlich die kulturelle Prägung meines Gegenüber, die ihn in dieser Weise agieren und reagieren lässt, oder ist es seine persönliche Eigenart oder etwa die Situation, in der wir uns gemeinsam befinden, die unser Handeln bestimmt? Diese kulturellen Differenzen richtig einschätzen und mit ihnen adäquat umgehen zu können, entscheidet häufig über den Erfolg oder Misserfolg z. B. einer Bildungsberatung, einer Arbeitsvermittlung, eines pädagogischen Angebotes, einer ärztlichen Therapie oder einer Verhandlung zwischen Wirtschaftspartnern. Interkulturelle Kompetenz" verstanden als Kommunikations-, Handlungs- und insbesondere Konfliktlösungsfähigkeiten in der Begegnung fremder Kulturen, ist daher mittlerweile in zahlreichen Berufsfeldern zu einer wichtigen außerfachlichen Qualifikationskomponente geworden.

ARBEITEN MIT KRITISCHEN EREIGNISSEN
Mit Fragen der interkulturellen Kompetenz und den Schwierigkeiten ihrer Vermittlung setzt sich der Forschungsschwerpunkt "Interkulturelle Kompetenz durch Personal- und Organisationsentwicklung" des Fachbereichs Sozialpädagogik der Fachhochschule Köln auseinander. Der Forschungsschwerpunkt entwickelt u. a. neue Methoden des interkulturellen Lernens und bietet für verschiedene Berufsfelder interkulturelle Trainingsprogramme an. Eine Methode, die sich dabei als sehr erfolgreich erwiesen hat, ist die Arbeit mit sog. "kritischen Ereignissen". Kritische Ereignisse sind Interaktionssituationen, in denen kulturell unterschiedliche Sichtweisen aufeinandertreffen und die daher für die Mitglieder der beteiligten Kulturen merkwürdig irritierend, je nachdem sogar empörend wirken. Solche Ereignisse lassen sich in verschiedenen Formaten didaktisch einsetzen, z. B. als Dialoge, kurze Episoden oder längere Fallstudien. Sie können den Trainingsteilnehmerinnen und -teilnehmern als Texte, Bildgeschichten oder kurze Filme präsentiert werden.


Die Fachhochschule Köln und das Buchhaus Gonski haben die Veranstaltungsreihe "Die Fachhochschule Köln zu Gast bei Gonski" ins Leben gerufen, um einem interessierten Publikum die Möglichkeit zu bieten, Einblicke in spannende Themen zu gewinnen, mit denen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule mit ihren Studierenden in Lehre, Forschung und Praxisprojekten auseinandersetzen und sich darüber auszutauschen.
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