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Von der Telepathologie bis zur virtuellen Visite

20.11.2001 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Neue technische Entwicklungen machen es heute immer einfacher, mit Hilfe des Computers die unterschiedlichsten Informationen in kürzester Zeit in alle Welt zu verbreiten. Dies eröffnet auch in den Bereichen Krankenhaus und Medizinerausbildung interessante Perspektiven. Einige der Anwendungsmöglichkeiten, die sich hier für die Medizin ergeben, befinden sich am Universitätsklinikum Münster (UKM) noch in der Entwicklung, andere sind bereits fest etabliert.

Das UKM wird in diesem Jahr auf der MEDICA zum ersten Mal eigene zukunftsweisende Entwicklungen im Bereich Multimedia präsentieren. Auf der internationalen Gesundheitsmesse, die vom 21. bis 24. November in Düsseldorf stattfindet, werden die münsterschen Mediziner vier verschiedene Anwendungsmöglichkeiten vorstellen:

Eine elektronische Gesundheitsakte zum Beispiel ermöglicht es dem Patienten, über das Internet ihn betreffende medizinische Daten abzurufen. So können für den Nutzer unter anderem Gewichtsverläufe und Blutdruckkurven erstellt oder aktuell verschriebene oder abgesetzte Medikamente vermerkt werden. Darüber hinaus ist es beispielsweise auch eine Benachrichtigung bei Vorsorgeterminen oder anstehenden Impfungen möglich. Die Akte ist für den Patienten rund um die Uhr und weltweit einsehbar. Die Führung der Akte liegt bei dem Patienten. Nur er kann Zugriffsmöglichkeiten für andere Personen und Institutionen einrichten.

Die Telepathologie dient der Übertragung von Bildern von Gewebeproben zum Zweck einer Diagnosefindung oder der medizinischen Ausbildung. So können auch kleinere, entfernt gelegene Krankenhäuser, die über kein eigenes vollständig ausgerüstetes pathologisches Institut verfügen, einen Experten konsultieren. Neben Möglichkeiten der Teleradiologie innerhalb der Kinderonkologie, bei der zum Beispiel Röntgenbilder übertragen werden, präsentiert das Universitätsklinikum Münster auf der Messe auch neueste Entwicklungen in der medizinischen Ausbildung. Anhand einer "virtuellen Visite" können zum Beispiel Lehrende Patientenfälle aus dem Stationsalltag in den Computer übernehmen und im Unterricht behandeln. Studierende können anhand solcher Simulationen unter Berücksichtigung der jeweiligen
örtlichen Lehrinhalte und Lehrmeinungen eigenständiges diagnostisches Denken trainieren.
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