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Humerusfraktur in 3-D

22.11.2001 - (idw) Klinikum der Universität München

Innovationspreis der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie für die Arbeitsgruppe computerassistierte Radiologie und Traumatologie des Klinikums der Universität München

Mitarbeitern des Institutes für klinische Radiologie (Direktor: Prof. Dr. Maximilian Reiser) und der Chirurgischen Klinik und Poliklinik München - Innenstadt (Direktor: Prof. Dr. Wolf Mutschler) wurde der Innovationspreis der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie in Berlin verliehen. Bei diesem Preis, der mit DM 20.000,- ausgelobt ist, werden innovative Arbeiten in Diagnostik und Anwendung auf dem Gebiet der Unfallchirurgie gefördert. Die Arbeitsgruppe computerassistierte Radiologie und Traumatologie wurde ausgezeichnet für die Forschungsarbeit: "Evaluation und klinische Einführung eines neuen Bildwandlergerätes zur intraoperativen Herstellung 3-dimensionaler Röntgenbilder".

Bei diesem Projekt handelt es sich um ein neues Bildwandlergerät (intraoperative Durchleuchtung), bei der erstmals im Operationssaal 3-dimensionale Röntgenbilder anstelle der bisherigen 2-dimensionalen Betrachtungsweise hergestellt werden. Damit ist es erstmals möglich, unmittelbar im Operationssaal eine dem Computertomogramm ähnliche Bildqualität zur Verfügung zu haben. Dies ist deshalb von besonderem Vorteil, weil z. B. in der Unfallchirurgie bei der Einrichtung von Knochenbrüchen vielfältige Lageveränderungen vorgenommen werden. Dadurch sind die vor einer Operation erhobenen Datensätze mit Computertomogramm nicht mehr direkt auf die intraoperative Situation übertragbar. Mit diesem neuen Bildwandlergerät kann dagegen nach der jeweiligen Manipulation ein direktes 3-dimensionales Abbild der aktuellen Situation erzeugt werden.

Die Arbeitsgruppe hat die von der Firma Siemens entwickelte Technologie zur klinischen Reife gebracht. Dazu hat sie die Bildqualität im Vergleich zum Spiral-Computertomogramm untersucht, die Strahlenbelastung und Sicherheit getestet und umfangreiche Vorstudien an gesunden und verletzten oberen und unteren Extremitäten vorgenommen. Diese Technologie stellt auch neue Anforderungen z. B. an Operationstische, die von der Arbeitsgruppe ebenfalls mit bearbeitet werden. Mittlerweile ist dieses Gerät im klinischen Einsatz und wurde bereits bei Wirbelsäulenoperationen und operativen Rekonstruktionen von Gelenkbrüchen angewendet. Die neue Technologie verbreitet sich sehr rasch. Allein in Deutschland sind seit der Zulassung im Frühjahr 2001 mehr als 20 dieser Geräte installiert worden.
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