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Internet-Performance: Spuren aus vier Orten treffen live aufeinander

26.11.2001 - (idw) Universität Dortmund

Weltpremiere im Bereich der Kunst- und Kunstdidaktik: Am kommenden Dienstag, dem 27. November findet im Medienzentrum der Universität Dortmund die erste Internet-Performance statt. Erstmals wird die Videokunst von amerikanischen und deutschen Studierenden live per Internet zusammengeführt. Die zum Thema "Trace-Structures - Spurenwerke" an den Universitäten von Portland, Oklahoma, Iowa und Dortmund gedrehten Videos werden hier simultan auf einer gevierteilten Leinwand gezeigt.

Initiiert wurde der Dortmunder Teil der Performance von Prof. Dr. Klaus-Peter Busse, Institut für Kunst und ihre Didaktik, und von Prof. Dr. Hans Breder, University of Iowa. Im praktischen Teil ihres zweiwöchigen Seminars "Trace Structures - Spurenwerke" drehten 15 Dortmunder Studierende Videos zu diesem Thema. Zur Aufgabe gehörte auch, mit den "Spurenwerken" ein auto-biographisches oder kulturhistorisches Ereignis zu reinterpretie-ren. In den drei amerikanischen Universitäten gab es in der Zeit Projekte zum selben Thema.

In einem Video aus Portland sind beispielsweise ein Betonpfeiler und eine Stahlbrücke im Kanal zu sehen. Die sich verändernde Position des Pfeilers in den einzelnen Einstellungen beziehungsweise die wechselnde Perspektive zeugt von einer zurückgelegten Strecke, spiegelt eine Bewegung oder täuscht diese zumindest vor. Kurz eingeblendete Fotografien von einem Auto, einem toten Fisch oder Müll stellen weitere Spuren dar und irritieren zugleich das Auge des Betrachters.

Am kommenden Dienstag treffen die "Spurenwerke" von vier Orten erstmals aufeinander. Dabei entsteht etwas völlig Neues. Denn keine der Universitäten kennt die Reihenfolge der Videos der anderen. Selbst die Beteiligten der Videoprojekte sind gespannt darauf, "zwischen den Bildern" zu lesen.

Die zwei Wissenschaftler und Künstler Prof. Busse und Prof. Breder arbeiten seit fünf Jahren im Bereich Intermedia zusammen, einer kunstdidaktischen Methode, die die Synergieeffekte an den Schnittstellen zwischen Kunstdidaktik, Kunstwissenschaft und Kunstpraxis nutzt. Breder hat das Programm "Intermedia" 1968 in Iowa verwirklicht. Finanziert wird es vom Obermann-Center for Advanced Studies. Der wissenschaftliche Schwerpunkt liegt vornehmlich in den USA, der praktisch-künstlerische nun in Dortmund. Der Grund für Breders Aufenthalt ist vor allem der, dass er der Universität Dortmund sein Werk stiftet. Dieses umfasst neben Dokumenten und proposuals Briefe aus der Zeit von 1968 bis 2001 von Künstlern wie beispielsweise Robert Willson.

Während der Performance darf fotografiert werden. Prof. Busse und Prof. Breder stehen in der Zeit für Interviews zur Verfügung.

Infos:
Prof. Dr. Hans-Peter Busse, Ruf 80231)755-2979,
E-Mail: kpbusse@pop.uni-dortmund.de
Internet www.uni-dortmund.de/fb16/kunst/hpbus/trace/start
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