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"Russische Hochschulnacht" der Fachhochschule Köln

26.11.2001 - (idw) Fachhochschule Köln

Auszeichnungen studentischer Bestleistungen mit dem DAAD-Preis 2001 sowie mit dem Preis des Vereins der Freunde und Förderer der Fachhochschule Köln für die beste Auslandsleistung eines deutschen Studierenden im Jahre 2001, die Präsentation der Kooperationen mit russischen Hochschulpartnern sowie zwei Ehrungen für herausragendes Engagement standen im Zentrum der russischen Hochschulnacht der Fachhochschule Köln.

Auszeichnungen studentischer Bestleistungen, die Präsentation der Kooperationen mit russischen Hochschulpartnern sowie zwei Ehrungen für herausragendes Engagement standen im Zentrum der russischen Hochschulnacht der Fachhochschule Köln am 23. November 2001. Mit dem DAAD-Preis 2001 für herausragende Leistungen und ein bemerkenswertes soziales, gesellschaftliches bzw. hochschulinternes Engagement, der sich speziell an ausländische Studierende richtet, wurde an der Fachhochschule Köln Dipl.-Ing. Ronald Nangoy aus Indonesien ausgezeichnet. Ronald Nangoy hat eine hervorragende Diplomarbeit zum Thema "HTML-basierte Betriebsdatenermittlung für SAP R/3" im Fachbereich Produktionstechnik vorgelegt. Den Preis des Vereins der Freunde und Förderer der Fachhochschule Köln für die beste Auslandsleistung eines deutschen Studierenden im Jahre 2001 erhielt Martin Kremmer, Absolvent der Fachbereichs Landmaschinentechnik, der im September diesen Jahres an der britischen Partnerhochschule Newcastle upon Tyne promoviert hat. Beide Preise sind mit 2000.- DM dotiert. Ehrenmedaillen der Fachhochschule Köln wurden an Prof. Dr. Wladimir Ignatiev, Rektor der Akademie für Architektur und Bauwesen in Wolgograd, sowie Prof. Dr. Walentin Wasijewitsch Naidenko, Rektor der Akademie für Architektur und Bauwesen in Nishnij Nowgorod, verliehen.

FORUM FÜR VIELFÄLTIGE KOOPERATIONEN MIT HOCHSCHULEN IN ALLER WELT
Die Hochschulnacht ist eine Festveranstaltung des Rektorats der Fachhochschule Köln mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Hochschulen sowie Freunden und Förderern. Als Forum für die vielfältigen und vielzähligen Kooperationen und Projekte mit Hochschulen in aller Welt findet sie jährlich unter einem anderen Ländermotto statt. In Russland sind das vor allem die Bauingenieurhochschule in Kölns Partnerstadt Wolgograd sowie die drei Nishegoroder Hochschulen Universität für Bauwesen, Technische Universität und Linguistische Dobroljubov-Universität, deren Rektoren bzw. Prorektoren Gäste der Russischen Hochschulnacht sind.

EXPORT VON FH-STUDIENGÄNGEN
Die intensivsten Kontake zu russischen Hochschulen pflegen die Fachbereiche Bauingenieurwesen und Wirtschaft: Die Bauingenieure über den russisch-deutschen Fachhochschulstudiengang "Bauingenieurwesen", der 1994 an der Bauingenieurhochschule in Wolgograd (WOLGASA) mit 50 Studierenden den Lehrbetrieb aufgenommen hat, die Wirtschaftswissenschaftler über das 1996 gestartete Projekt "Aufbau einer Modell-Fachhochschule für Wirtschaft in Nishnij Nowgorod", das gemeinsam mit zwei weiteren westeuropäischen Hochschulen und drei osteueuropäischen Hochschulen durchgeführt wird (Fachhochschulen Köln und Aachen, Hogeschool Zuyd (Heerlen/Sittard/NL), Nishegoroder Universität für Bauwesen und Architektur, Nishegoroder Technische Universität, Nishegoroder Linguistische Dobroljubov-Universität).

MODELL-FACHHOCHSCHULE FÜR WIRTSCHAFT IN NISHNIJ NOWGOROD
Das 1996 gestartete Projekt "Aufbau einer Modell-Fachhochschule für Wirtschaft" in Nishnij Nowgorod, die auch als Regionalzentrum für Aus- und Weiterbildung Firmenberatung und Fachinformationen fungieren soll, zählt zu den erfolgreichsten Hochschulkooperationen in der Russischen Föderation. Es ist Teil eines Partnerschaftsabkommens zwischen dem Bundesland Nordrhein-Westfalen und der Oblast Nishnij-Nowgorod und wurde zu etwa 60 Prozent von der Europäischen Union finanziert. Zur Zeit wird es überwiegend vom Land NRW finanziert. Hinzu kommen Eigenanteile der drei beteiligten westeuropäischen Hochschulen sowie weitere Förderungen wie etwa Stipendien für russische Studierende über die Carl-Duisberg-Gesellschaft und die A. Wilhelm-Klein-Stiftung.

Die Modell-Fachhochschule für Wirtschaft bietet eine neue praxisnahe und berufsorientierte Hochschulausbildung mit internationalem Qualitätsstandard. Federführend bei der FH Köln für das Gesamtprojekt ist der Fachbereich Wirtschaft. Projektleiter sind Prof. Dr. Manfred Kiy, Dekan des Fachbereichs, und Prof. Dr. h.c. Winfried Lange.

Zur Zeit sind rund 100 Studierende am Internationalen Institut für Wirtschaft, Recht und Management eingeschrieben. 20 Prozent von ihnen studieren jeweils ein Semester in Deutschland. Früher mit EU-Geldern waren es 40 Prozent - durch zusätzliche Finanzierungshilfen soll der Anteil dieser Studierenden wieder erhöht werden. Ingesamt haben bislang 75 Studierende das Studium mit Erfolg absolviert. Alle erhalten ein russisches Diplom. Über eine zusätzliche schriftliche Prüfung, die vor Ort von Professorinnen und Professoren der drei westeuropäischen Hochschulen begleitet werden, ist es möglich eine Gleichwertigkeitsbescheinigung zum deutschen Diplom (Diplom-Kauffrau/Diplom-Kaufmann/ Diplom-Betriebswirtin/ Diplom-Betriebswirt) zu erhalten. Diese berechtigt auch zum Führen des deutschen Diplom-Titels. Etwa zwei Drittel der Absolventinnen und Absolventen bestehen diese Prüfung.

RUSSISCH-DEUTSCHER FACHHOCHSCHULSTUDIENGANG "BAUINGENIEURWESEN"
Die Bauingenieurhochschule in Wolgograd (WOLGASA), mit der die Fachhochschule Köln seit 1991 im Bereich Bauingenieurwesen kooperiert, zählt zu den führenden Universitäten Russlands im Bereich Bauwesen und Architektur. Initiiert wurde diese Zusammenarbeit von Prof. Dr. Igniatev, Rektor der Wolgograder Akademie, und Prof. Dr. Manfred Andrié vom Fachbereich Bauingenieurwesen, dem Leiter des Projekts. 1994 wurde der bilinguale FH-Studiengang in Wolgograd mit 50 Studierenden eröffnet. Gefördert wird dieses Projekt vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) im Rahmen des Programms zum Aufbau deutschsprachiger Studiengänge in mittel- und osteuropäischen Staaten.

Zur Zeit sind rund 100 Studentinnen und Studenten in dem deutsch-russischen Studiengang eingeschrieben, der zu einem Bachelor Abschluss führt. Etwa zehn Studierende erhalten pro Jahr über eine Auswahl nach fachlicher Leistung, entsprechender Deutschprüfung und Auswahlgesprächen, die an den Kriterien des DAAD und der Carl-Duisberg-Gesellschaft orientiert sind, die Möglichkeit ein zusätzliches Jahr an der FH Köln zu studieren. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten sie ein Doppeldiplom. Rund 120 Studierende haben bislang den deutsch-russischen Fachhochschulstudiengang Bauingenieurwesen erfolgreich abgeschlossen.


RONALD NANGOY ERHÄLT DEN DAAD-PREIS FÜR DEN BESTEN AUSLÄNDISCHEN STUDIERENDEN DES JAHRES 2001 DER FACHHOCHSCHULE KÖLN
Als einer der besten Absolventen in der Geschichte des Fachbereichs Produktionstechnik hat Ronald Nangoy aus Indonesien mit einer anspruchsvollen Entwicklungsarbeit für die Deutz AG in Köln sein Studium mit herausragendem Erfolg abgeschlossen. Betreut wurde seine Arbeit zum Thema "HTML-basierte Betriebsdatenermittlung für SAP R/3" von Prof. Dr. Reinhard Mayr. Vom Hiwi bei der Datenverarbeitung zu Studienbeginn stieg er schnell zum Internetbetreuer des Fachbereichs auf. Zuverlässigkeit, perfekte Organisation, Fleiß, Beständigkeit ohne Allüren und enorme Belastbarkeit zählen ebenso zu den Stärken von Ronald Nangoy wie die, dass er ein guter Teamplayer ist.

Der Begriff "HTML-basiert" in seinem Diplomarbeitstitel steht für eine Benutzeroberfläche, die mit einem Standard-Internetbrowser bedienbar sein soll. Sie sollte einfach und übersichtlich gestaltet sein, so dass ein Werker am Band damit umgehen kann. Betriebsdaten-ermittlung, kurz BDE, also die Daten aus der Produktion sollten erfasst werden, damit sie für die Steuerung des Fertigungsprozesses zur Verfügung stehen. SAP, eines der bekanntesten deutschen Produkte im Informationstechnologie-Markt, als Backbone, zur Aufnahme und Archivierung der betrieblichen Daten. Die Kommunikation zwischen dem HTML-Client beim Werker und Server in der Zentrale ist Java-basiert, d.h. objektorientiert - das dazu erforderliche Know-how hat sich Ronald Nangoy - "typisch Ingenieur" - im Eigenstudium erarbeitet und in der Diplomarbeit umgesetzt. Das Ergebnis: die Bestnote 1.0

DER KÖLNER MARTIN KREMMER ERIELT DEN PREIS DES VEREINS DER FREUNDE UND FÖRDERER DER FACHHOCHSCHULE KÖLN FÜR DIE BESTE AUSLANDSLEISTUNG EINES DEUTSCHEN STUDIERENDEN DER HOCHSCHULE
Kürzestmögliche Studienzeiten, Bestleistungen in allen Bereichen, Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, Auszeichnung mit dem VDI-Nachwuchsförderpreis für seine herausragende Diplomarbeit - sind nur einige Meriten, die sich Martin Kremmer innerhalb kürzester Zeit erworben hat. Bereits zu Beginn seines Studiums im Jahre 1994 war Martin Kremmer durch seine überdurchschnittliche Begabung, Fleiß und Zielstrebigkeit aufgefallen. 1996 wurde er als Stipendiat auf Vorschlag von Prof. Dr. Wolfgang Harth in die Studienstiftung des Deutschen Volkes aufgenommen. Martin Kremmer beendete sein Studium in kürzestmöglicher Zeit und schloss mit einer ausgezeichneten Diplomthesis ab, die er betreut von Prof. Mjongsu Pak in Zusammenarbeit mit der FORD WERKE AG erarbeitete. 1998 setzte er seine Studien an der britischen Partneruniversität Newcastle upon Tyne zunächst mit dem Abschluss des Masters of Philosophy fort, nur zwei Jahre später, im September 2001, legte er seine Doktorthesis am Department of Agricultural und Environmental Science der University of Newcastle upon Tyne vor. Für diese außerordentlichen und außerordentlich erfolgreichen Leistungen wird Martin Kremmer mit dem Preis des Vereins der Freunde und Förderer der Fachhochschule Köln 2001 ausgezeichnet.

Martin Kremmer ist neben seinen übrigen Talenten - so ist er auch ein bemerkenswerter Pianist - ein hervorragender Analytiker, der in der Lage ist, sich in anspruchsvolle mathematische Algorithmen sehr schnell einzuarbeiten. Seine auch durch die Diplomarbeit erworbenen ausgezeichneten Kenntnisse in den Finite-Elemente-Methoden, die heute in Konstruktion, aber auch in der Lösung komplexer wissenschaftlicher Aufgaben sehr erfolgreich eingesetzt werden, konnte er auf ein sehr anspruchsvolles biologisch technisches Problem ansetzen, dieses in Modelle erfassen und einen neuen Algorithmus erarbeiten. Und auch seine Thesis zum Thema: "The discrete element method for industrial granular flow applications" die n Zusammenarbeit mit der John Deer & Company, Moline, USA erarbeitet wurde, fand höchste Anerkennung.

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