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Von der Hörsaalbank ins Internet

27.11.2001 - (idw) Technische Universität Chemnitz


Ullrich Fritsche, Subnetz-Berater im Rechenzentrum der TU Chemnitz, zeigt, was man benötigt, um kabellos ins Internet zu gelangen - den wie eine Antenne aussehenden "Access-Point" und eine Funknetzkarte für den Laptop. Foto: Mario Steinebach Von der Hörsaalbank ins Internet
TU Chemnitz ist nun noch mobiler: Neues Funknetz ergänzt das Campusnetz

Studenten und Mitarbeiter der Technischen Universität Chemnitz können seit wenigen Tagen auch per Funk auf Ressourcen des Campusnetzes und damit des Internets zugreifen. Zuvor hatte das Universitätsrechenzentrum gemeinsam mit 35 Studenten und Mitarbeitern der Fakultäten Informatik sowie Elektrotechnik und Informationstechnik ein Jahr lang an dem so genannten "Wireless LAN" (drahtloses Rechnernetz) herumgetüftelt. Sie wählten nicht nur die dafür geeignete Technik aus, sondern testeten das neue Netz auch in Vorlesungen, in Seminaren und bei Tagungen. Dieses Vorhaben wurde vom Bundesforschungsministerium mit 77.000 Mark gefördert.

Auf dem stark frequentierten Campus an der Reichenhainer Straße und im Uni-Hauptgebäude an der Straße der Nationen wurden 20 so genannte "Access-Points" zum Senden und Empfangen der Funkwellen mit einer Reichweite von 30 bis 300 Metern installiert. Damit ist es nun möglich, im Hörsaal oder in der Bibliothek über einen mit Funknetzkarte ausgestatteten Laptop ohne lästige Verkabelung ins Internet zu gelangen. Neben dem Einsatz als Lehr- und Lernmittel ist das Funknetz auch Gegenstand der praktischen Ausbildung der Informatik-Studenten. Ein eigens entwickeltes Firewall-System sorgt für die nötige Sicherheit. Der Zugang zum Funknetz ist auf die Studenten und Mitarbeiter beschränkt, die zuvor das Zertifikat "Internet-Nutzung der TU Chemnitz" erhalten haben. Für Gäste von Tagungen ist ein Zugang mit funktionellen Einschränkungen vorgesehen.

Das Funknetz ist jedoch nur eine "mobile" Ergänzung zum Campus-Festnetz, denn die Bandbreite des "Wireless LAN" beträgt derzeit maximal elf Megabit pro Sekunde. Doch das Festnetz ist in der Regel immer schneller. Außerdem kämpften die Studenten bereits in der Testphase auch mit solchen "profanen" Hindernissen wie unzureichenden Steckdosen für die Laptops in Seminarräumen und Hörsälen. Die Akkus der meisten Computer sind oft nach zwei Unterrichtseinheiten leer und müssen neu geladen werden.

Weitere Informationen erteilt Ullrich Fritsche, Telefon (03 71) 5 31 - 18 21, E-Mail ullrich.fritsche@hrz.tu-chemnitz.de . Detaillierte Informationen zum neuen Funknetz findet man im Internet unter http://www.tu-chemnitz.de/urz/netz/wlan/ .
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