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Pädagogik-Innovativ-Preise gehen an Münchner Forscher

28.11.2001 - (idw) Ludwig-Maximilians-Universität München

Auszeichnung für Professor Norbert Havers und Dr. Michael Anton

Norbert Havers, Professor am Institut für Pädagogische Psychologie und Empirische Pädagogik der Ludwig-Maximilians-Universität München, erhält heute den ersten Preis im Rahmen der Auszeichnung 'Pädagogik Innovativ 2001'. Der Preis ist mit 5000 Mark dotiert und wird vom Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverband (BLLV) verliehen. Ausgezeichnet wurde er für sein Trainingsseminar 'Umgang mit Disziplinschwierigkeiten im Unterricht' im Rahmen seines 'Münchner Lehrertrainings'. Mit dem erstmalig ausgeschriebenen Förderpreis 'Pädagogik innovativ' will der BLLV die Initiative der Dozentinnen und Dozenten in der wissenschaftlichen Lehrerbildung an den Universitäten fördern und neue Konzepte in der wissenschaftlichen Lehreraus- und -fortbildung würdigen.

In Havers' Seminar werden den Studierenden Lösungen bei Disziplinschwierigkeiten im Schulunterricht vermittelt. So lernen die Teilnehmer beispielsweise, wie man den Unterricht gut durchorganisiert, klare Regeln einführt, entschlossenes Lehrerverhalten zeigt und Konfliktgespräche mit schwierigen Schülern und Eltern führt. Zudem bietet das Seminar den Studierenden die Möglichkeit, eigene Vorstellungen vom Lehrerberuf zu reflektieren und diese mit der Realität zu konfrontieren, um einem drohenden 'Burn-out'-Syndrom im späteren Lehrerdasein vorzubeugen.

Auch der zweite Preis ging an einen Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität. Dr. Michael Anton von der Fachdidaktik Chemie bei der Fakultät für Chemie und Pharmazie erhielt die Auszeichnung für sein Lehrerfortbildungsprogramm 'Didaktik und Mathetik der Chemie: Lehrer(fort)bildung unter Betonung fachwissenschaftlicher, fachdidaktischer und erziehungswissenschaftlicher Aspekte'. Mit seiner neuen Konzeption der Lehrerfortbildung in der Chemie zielt Dr. Anton sowohl auf das Auffrischen fachwissenschaftlicher Inhalte als auch auf eine Vielfalt der im Seminar behandelten, berufsbezogenen Themen.

Die Fortbildung wird durch das Referat eines Fachwissenschaftlers eingeleitet, worauf ein Fachdidaktiker das Thema für die Schule aufbereitet. Ein Erziehungswissenschaftler befasst sich zudem mit Aspekten der Lernfähigkeit. Darüber hinaus werden Gäste aus Wirtschaft und Politik als Ansprechpartner für Exkursionen und aktuelle Fragen eingeladen. Das Angebot eines 'experimentellen Schaufensters' gibt dem Schulpraktiker zudem die Möglichkeit, Schulversuche vor Ort zu testen. Mehrmals wurden hier schon Sieger aus 'Jugend-forscht'-Wettbewerben eingeladen. Zukünftig werden ähnliche Fortbildungsprogramme auch für andere Schultypen angeboten, wobei die Hauptschule besonders berücksichtigt werden soll.
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