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Max-Weber-Preis 2001

29.11.2001 - (idw) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Dr. Wolfgang Forster, wiss. Assistent am Institut für Rechtsgeschichte, hat den Max-Weber-Preis 2001, mit dem die Philosophisch-historische Klasse der Bayerischen Akademie junge Nachwuchswissenschaftler fördern möchte, erhalten. Er erhält die Auszeichnung für seine Dissertation über "Karl Christian Friedrich Krauses frühe Rechtsphilosophie und ihr geistesgeschichtlicher Hintergrund". Die von Forster vorgelegte umfangreiche Monographie stellt in deutscher Sprache die erste gründliche Auseinandersetzung mit der Rechtsphilosophie des idealistischen deutschen Philosophen Krause dar, der von 1781 bis 1832 lebte und in Deutschland fast völlig vergessen ist. In der spanischen und lateinamerikanischen Geisteswelt hat Krauses Philosophie hingegen nach wie vor großen Einfluss und die bis heute lebendige Bewegung des "Krausismo" hervorgerufen, die sich in erster Linie auf seine Rechtsphilosophie bezieht - ein Teilstück aus Krauses philosophischem System, mit dessen frühen Werken sich auch die Arbeit des Preisträgers in erster Linie befasst. Wolfgang Forsters Arbeit enthält mehrere geistesgeschichtlich relevante Entdeckungen; so legt er u.a. dar, dass Krauses Philosophie weder auf Fichte noch auf Schelling beruht, sondern an die vorkantische deutsche Philologie - und hier vor allem an Leibniz und Christian Wolff - anknüpft. Insgesamt stellt Forster in seiner Arbeit eine bedenkenswerte Phase innerhalb der Geschichte der Rechtstheorie im 19. und 20. Jahrhundert sehr eindringlich vor und wirkt an der Wiederentdeckung des Philosophen Krause mit.

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