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C-Master in der Ostalb

01.12.2001 - (idw) Fachhochschule Aalen


Manfred Dollansky (Carl Zeiss)
Gerhard Subek (SHW) Am Samstag wurden an der Fachhochschule Aalen die Präsentationen des ersten Moduls in der Managemententwicklung zum C-MBA abgenommen. Zu dieser Präsentation fanden sich neben privaten Interessenten für das Weiterbildungsprogramm auch Spartenleiter Herr Arlt von den Schwäbischen Hüttenwerken (SHW) und Herr Pfeifer von der Personalentwicklung bei Zeiss ein, um einen ersten Eindruck davon zu gewinnen, was die Teilnehmer aus den Reihen ihrer Unternehmen dort erarbeitet haben. Und dieser Eindruck war durchweg positiv. "Fast schon zu positiv", meinte Arlt mit Hinblick auf seine Schützlinge, "da muss ich mir fast schon Sorgen machen, dass ich bei den Qualifikationen einen wertvollen Mitarbeiter verlieren könnte." Bei SHW sei daher angedacht, einen Nachwuchspool einzurichten, der aus jungen Mitarbeitern besteht, die alle die Ausbildung zum C-MBA durchlaufen haben. Auch Pfeifer von Zeiss zeigte sich beeindruckt: "Für mich war dieser Samstag Vormittag sehr lehrreich." Er hob hervor, dass zum einen durch die Arbeit anstehende Entscheidungen im Unternehmen vorbereitet würden, und zum anderen diejenigen von Experten ein fachliches Feedback erhielten, die diese Vorschläge unterbreiteten. "Da wissen alle Beteiligten schnell, worauf's ankommt", so Pfeifer, "für die Region ist das ganz wichtig!"
Worauf's ankommt, wird bei der abschließenden Präsentation offen angesprochen. Entspricht diese nicht den Vorstellungen des Experten, kommt es zu einer ebenso offenen wie harschen Kritik. Die Mängel werden schonungslos offengelegt und die Beteiligten leiten nahtlos in eine kontroverse Auseinandersetzung der präsentierenden Teilnehmer mit der Geschäftsführung über. Da fliegen schon mal die Fetzen, und die Grenze zu unternehmerischen Wirklichkeit verschwimmt zusehends. Das kritisierte Team entschloss sich im besagten Fall, die eigen Präsentation noch einmal zu überarbeiten und zu einem späteren Zeitpunkt wieder vorzulegen. Der vehemente Einspruch wird von allen begrüßt und als "gute, konstruktive Kritik" gewürdigt. "Wir wollen ja, dass Ihnen diese Fehler im wirklichen Berufsleben erspart bleiben", erklärt der Experte für das erste Modul, Hans-G. Frey von der Firma Liebherr.
"Gerade der nahtlose Übergang vom C-Master Programm zur beruflichen Realität ist ein wesentlicher Vorteil eben dieser Weiterqualifikation", betont ihr Initiator Dr. Joachim Klinger von Festo Learning Network. Für Prof. Dr. Dr. Hering, Rektor der FH Aalen, ist die Zusammenarbeit mit Festo Learning Network ein ausgesprochener Glücksfall: "Wir können mit dem C-Master für die Region Ostwürttemberg eine bewährte Konzeption übernehmen, statt sie neu erfinden zu müssen."
"Die cleveren Macher von besseren Aktionen", wie Prof. Gerold Frick, Dekan des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften an der FH Aalen, den C-MBA nennt, "haben schon durch ihre Teilnahme Managementqualitäten gezeigt, indem sie das unternehmerische Risiko eingegangen sind, als Pioniere auf dem Gebiet der Weiterbildungsangebote aktiv zu werden." Dabei folgt die Rendite auf dem Fuße. Viele erlernte Inhalte und Methoden können von den Teilnehmern unmittelbar in ihrer beruflichen Tätigkeit umgesetzt werden. Andere werden als begrüßenswerte Anregungen aufgenommen, die zu einem besseren Verständnis des eigenen Unternehmens und den dort gefällten Entscheidungen führen. "Die vorgetragene Überlegungen zu SHW sind sicherlich wichtig, wenn man auch das eine oder andere streichen kann", beurteilt Arlt die Leistung 'seines' Teams.
Die Teilnehmer selbst werten neben der persönlichen Selbstwertgefühl und den Karrieremöglichkeiten besonders positiv, dass im Zuge der Weiterbildung zum C-MBA lebendige Netzwerke geknüpft werden. "Ich lerne interessante Menschen kennen, die zugleich auch Experten sind, die ich anrufen kann, wenn ich ein bestimmtes Problem habe", fasst Gerhard Subek von SHW stellvertretend den Nutzen des Netzwerkes zusammen.
Und auch bei den Mitarbeitern der Teilnehmer stößt die Weiterbildung auf neugieriges Interesse. "Ich treffe in den übrigen Abteilungen meines Arbeitgebers in der Regel auf offene Ohren und werde unterstützt, soweit dies möglich ist", berichtet Manfred Dollansky von der kollegialen Aufnahme seiner Studien am Arbeitsplatz in Oberkochen.
Ein Gast, die interessehalber der ersten Präsentation beiwohnte, ist von dem Weiterbildungskonzept zum C-Master sehr angetan. Was sie gesehen und gehört habe, habe sie ermutigt hier zu bleiben und sich hier weiterzubilden. Eines Tages dann vielleicht zum kompletten MBA. Denn laut Rektor Hering befinde sich die FH Aalen inmitten von Planungen, für die Region einen hochwertigen akademisch anerkannten MBA-Abschluss auszuarbeiten. Der C-Master jedenfalls wird erst einmal geschäftlich aus der FH ausgegliedert und als Gesellschaft bürgerlichen Rechts mit den Namen Aalener Management Zentrum geführt werden. Gesellschafter sind zum 1. Dezember 2001 Prof. Dr. Dr. Hering, Prof. Frick und Christa Wöllner-Frick. Personell bleibt der Bezug zur Hochschule also bestehen. "Ich sehe im Aalener Management Zentrum eine gute Plattform, die FH nach außen zu vertreten", sagte diesbezüglich Prof. Frick. Und Prof. Dr. Dr. Hering fügte hinzu, dass mit der Privatisierung gewährleistet sei, dass "ohne akademisches Controlling von Gremien" schnell und marktorientiert gehandelt werden könne. Gleichzeitig müsse die Akademie für Weiterbildung weiterhin ihren gemeinnützigen Aufgaben nachgehen können, ohne in steuerrechtliche Schwierigkeiten zu geraten, weil die Weiterbildung zum C-Master kommerziell betrieben wird.

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