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Ausstellung: Musik im alten Griechenland

05.12.2001 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Musik im alten Griechenland - wer denkt da nicht sofort an einen Hirten, der seine Panflöte spielt? Aber die alten Griechen benutzten auch andere Instrumente, etwa die Harfe oder den Doppelaulos. Unter anderem darüber informiert die Ausstellung "Musik im alten Griechenland", die ab Donnerstag, 13. Dezember, im Martin-von-Wagner-Museum der Universität Würzburg zu sehen ist.

Die Ausstellung zeigt in bildlichen Darstellungen alle im griechischen Kulturraum gebräuchlichen Saiten-, Blas- und Rhythmusinstrumente und erläutert deren Spielweise. Sie beschränkt sich aber nicht auf die Instrumentenkunde, sondern beschreibt auch die Musikausübung der Griechen in Kult, Alltag, Sport, beim Militär und in der Mythologie.

Beispiel Panflöte: Dieses auch Syrinx genannte Instrument war leicht herzustellen und hatte darum immer seinen Platz bei den einfachen Leuten und besonders bei den Hirten, die sich damit ihre Zeit vertrieben. Als Baumaterial für die Flöte kamen Schilf, Ton oder auch Stein in Betracht.

Alle Panflöten waren rechteckig, und so wurden die unterschiedlichen Tonhöhen durch Auffüllen mit Wachs erreicht. Aus der Kultur der Kykladen, die bis ins 3. Jahrtausend vor Christi Geburt zurückgeht, stammen die frühesten Musikinstrumente im ägäischen Raum und somit in ganz Europa. Später, etwa ab 600 vor Christi Geburt, wurde die Panflöte nicht mehr bildlich dargestellt. Zum Instrument des Hirtengottes Pan, von dem sie ihren Namen hat, wurde sie erst später.

Die Ausstellung im Wagner-Museum steht im Zusammenhang mit einer fächerübergreifenden Lehrveranstaltung des Wintersemesters 2001/02 an der Universität Würzburg. Darin setzen sich Klassische Archäologen, Ägyptologen, Altorientalisten und Musikwissenschaftler mit der Musik in den alten Kulturen des gesamten Mittelmeerraumes auseinander.

Dieser über Griechenland hinausgehende Blick schlägt sich im Rahmenprogramm der Ausstellung nieder: Zwei Vorträge befassen sich besonders mit den Bemühungen, antike Notenschriftsysteme in Melodien zu übertragen und sie dann auf rekonstruierten Instrumenten zu spielen:

* Freitag, 18. Januar: "Musik im Alten Orient", Vortrag mit Musikbeispielen, Dr. Theo J. H. Krispijn, Universität Leiden, Niederlande, 18.15 Uhr, Toscanasaal der Residenz.

* Donnerstag, 14. Februar: "Musik in der Archäologie des Alten Orients", Vortrag mit Musikbeispielen, Prof. Dr. Ricardo Eichmann, Deutsches Archäologisches Institut Berlin, 18.15 Uhr, Toscanasaal der Residenz.

Außerdem bietet Prof. Dr. Ulrich Sinn, Leiter der Antikenabteilung des Museums, vier Sonderführungen durch die Ausstellung an, und zwar an den Samstagen 5. und 26. Januar sowie am 23. Februar und am 9. März, jeweils von 15.30 bis 16.30 Uhr. Der Eintritt hierzu ist frei. Nach den Führungen wird um Spenden gebeten, die der Johann-Sebastian-Bach-Gesellschaft Würzburg zugute kommen sollen.

Eröffnet wird die Ausstellung "Musik im alten Griechenland" im Rahmen der Winckelmann-Feier am Mittwoch, 12. Dezember, gegen 20.00 Uhr. Sie ist dann bis einschließlich 10. März 2002 bei freiem Eintritt zu sehen.

Die Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag von 14.00 bis 17.00 Uhr sowie an folgenden Sonntagen jeweils von 9.30 bis 12.30 Uhr: 16. und 30. Dezember, 13. und 27. Januar, 10. und 24. Februar, 10. März.

Schulklassen und Gruppen erhalten auch außerhalb dieser Zeiten Führungen; Anmeldung unter T (0931) 31-2866 oder 31-2288, Fax (0931) 31-2507, E-Mail und Internet:
i-archaeology@mail.uni-wuerzburg.de
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