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Vor 100 Jahren: Erster Nobelpreis für Physik an Wilhelm Conrad Röntgen

05.12.2001 - (idw) Justus-Liebig-Universität Gießen

Vortrag von Prof. Dr. Winfried Speitkamp am 9. Dezember und Kranzniederlegung am 10. Dezember 2001 in Gießen


Am 10. Dezember 2001 jährt sich zum 100. Mal die Verleihung des ersten Nobelpreises für Physik an Wilhelm Conrad Röntgen. Röntgen lebte und lehrte als Professor für Physik von 1879 bis 1888 in Gießen, bevor er einen Ruf nach Würzburg annahm und dort dann im Jahr 1895 die "X-Strahlen" entdeckte, die später nach ihm benannten "Röntgenstrahlen". 1900 übernahm er das Ordinariat für Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1923 starb er in München, wurde aber einer testamentarischen Verfügung entsprechend im Grab seiner Eltern auf dem heutigen "Alten Friedhof" in Gießen beigesetzt.

Wilhelm Conrad Röntgen, so heißt es immer wieder, habe sich in Gießen sehr wohl gefühlt. So lehnte er hier einen Ruf nach Jena und auch einen nach Utrecht ab. In Utrecht war er übrigens Jahre zuvor nicht zum Studium zugelassen worden. Und die Universität Würzburg, seine spätere Wirkungsstätte, hatte ihm die Möglichkeit zur Habilitation verweigert, da er kein Abitur abgelegt hatte. In seiner Gießener Zeit machte Wilhelm Conrad Röntgen eine Entdeckung, die er selbst ausgesprochen hoch einschätzte: Dem hervorragenden Experimentator gelang der Nachweis der von Maxwell eingeführten magnetischen Wirkung des Verschiebungsstroms. Dieser wurde später als "Röntgenstrom" bezeichnet.

Zur Erinnerung an diesen bedeutenden Wissenschaftler, der neun Jahr lang an der Universität Gießen geforscht und gelehrt hat - acht Jahre davon übrigens im heutigen Hauptgebäude in der Ludwigstraße 23 -, sind jetzt zwei Veranstaltungen geplant: Am Sonntag, den 9. Dezember 2001, wird der Historiker Prof. Dr. Winfried Speitkamp um 11 Uhr im Margarete-Bieber-Saal (Ludwigstraße 34, 35390 Gießen) einen Vortrag halten mit dem Titel "Wissenschaft im Umbruch: Röntgen, der Nobelpreis und die Gießener Wissenschaftler im Kaiserreich". Am Montag, den 10. Dezember 2001, ist um 13 Uhr eine Kranzniederlegung auf dem Grab Wilhelm Conrad Röntgens auf dem "Alten Friedhof" geplant.
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