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Schule in der MHH-Kinderklinik geht online

05.12.2001 - (idw) Medizinische Hochschule Hannover

Einladung zur Inbetriebnahme von Computer-Arbeitsplätzen am 7. Dezember

Seit 1972 gibt es in der Kinderklinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) eine Schule, in der junge Patientinnen und Patienten im Alter von sechs bis 19 Jahren unterrichtet werden. Jetzt halten dort elektronische Medien Einzug: Im Rahmen des vom niedersächsischen Kultusministerium initiierten Projektes "n-21, Schulen in Niedersachsen online" können dank finanzieller Unterstützung der Klosterkammer Hannover drei Computer-Arbeitsplätze eingerichtet werden. Der Verein zur Förderung der Behandlung krebskranker Kinder Hannover steuert außerdem einen Laptop bei.

Die neuen Medien werden am Freitag, den 7. Dezember 2001 um 12 Uhr in der Schule der MHH-Kinderklinik (Gebäude K10, Ebene 03, Raum 3330) in Betrieb genommen - im Beisein von Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern. Wir laden herzlich dazu ein.

Albert Waßmann, Koordinator der Kinderklinik-Schule, kennt viele seiner Schützlinge seit langem - beispielsweise einen heute 18-jährigen Dialysepatienten, den er von der ersten Klasse an betreute. Oder krebskranke Kinder und Jugendliche, die immer wieder zur Chemotherapie in die Klinik kommen müssen. Ebenso ergeht es Mukoviszidose-Kranken. Sie werden viermal im Jahr zwei Wochen lang stationär behandelt, verbringen viel Zeit im Krankenhaus. Keiner will in der Schule hinterherhinken. Und so rufen manche Schüler "ihre" MHH-Lehrer rechtzeitig vor dem Klinikaufenthalt an und bitten um Vorbereitung auf den aktuellen Lehrstoff.

In der Schule der Kinderklinik bieten sechs Lehrerinnen und Lehrer Unterricht in allen Fächern von der ersten bis zur zehnten Klasse an, darüber hinaus bis zum Abitur Deutsch, Englisch, Französisch, Mathematik, Religion, Werte und Normen. Sie orientieren sich an den Interessen und Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler. Nach Möglichkeit soll der Leistungsstand der "Heimatklasse" gehalten werden. Oberstes Prinzip ist jedoch die Freiwilligkeit - zum Lernen gezwungen wird niemand.

Mit der neuen umfangreichen Lernsoftware können die jungen Patienten trainieren und eventuelle Defizite ausgleichen, über das Internet Informationen einholen oder per E-Mail Kontakte nach draußen halten. Vom Bett aus am Unterricht in der eigenen Schule teilnehmen über das Internet - das ist vorerst noch Zukunftsmusik. Die technischen Voraussetzungen sind in der MHH-Kinderklinik allerdings bereits geschaffen.

Für weitere Auskünfte steht Albert Waßmann unter Telefon: (0511) 532-9109 oder per E-Mail: KKSchule@mh-hannover.de gern zur Verfügung.
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