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Optische Messtechnik in der Automobilbranche

06.12.2001 - (idw) Fachhochschule Aalen

Dr. Lindner ist einer der 0,5% Angestellten, die bei der Robert Bosch GmbH in der Forschung tätig sind. Der studierte Physiker arbeitet hier im Bereich der Optik. Am Institut für Optoelektronik der FH Aalen stellte er am Mittwoch den Studierenden das Unternehmen und die in seiner Zuständigkeit liegende Optische Messtechnik in der Automobilbranche vor.

Kreuzen sich zwei Strahlengänge, entstehen so genannte Interferenzmuster. Kennt man die Wellenlänge der Lichtstrahlen, kann man aus dem Interferenzmuster Abstände als Vielfaches der Wellenlängen bestimmen. Mithilfe dieser Interferometrie misst Lindner beispielsweise den Sitz eines Ventils im Zylinder, ohne für die Messung den Zylinder zerstören zu müssen. Da Wellenlängen sich im Bereich von Nanometern, also einem Milliardstel Meter befinden, können interferometrisch nicht nur von außen unsichtbare Ausbrüche oder Beschädigungen dargestellt werden, sondern auch mit dem bloßen Auge nicht mehr wahrnehmbare Grate, Riefen oder Rauheiten. Lindner beklagte die mangelnde Akzeptanz optischer Verfahren, "weil in der Automobilbranche alle darauf geeicht sind, etwas mit der Hand zu prüfen." Die Interferometrie wird nicht nur für Messungen genutzt, sondern ebenso für Normierungen und Standardisierungen von Werkmitteln.

Kontakt: Prof. Dr. Zipfl
Tel. 07361/568-232
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