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Mercatorprof. Schlöndorff: 13.12. Abschlussvorlesung

06.12.2001 - (idw) Gerhard-Mercator-Universität Duisburg (bis 31.12.2002)

Bitte vormerken: Wer den bekannten deutschen Filmregisseur Volker Schlöndorff live über seine Projekte reden hören möchte, sollte sich den kommenden Donnerstag, 13.12., freihalten. Um 18 Uhr wird er im Audimax der Uni Duisburg seine Abschlussvorlesung im Rahmen der Mercatorprofessur 2001 halten (Uni-Bereich Lotharstr. 65). Thema: "Ist Kunst (Filmkunst) global oder regional?"


Die Mercator-Professur wurde 1997 aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der Mercator-Universität Duisburg eingerichtet. Die bisherigen Inhaber waren Bundesaußenminister a.D. Hans-Dietrich Genscher, der Schriftsteller Siegfried Lenz, der Literatur- und Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma sowie die Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Dr. Jutta Limbach.

Im Sinne des Namensgebers Gerhard Mercator - der bedeutende Geograph und Universalgelehrte wirkte von 1552 bis 1594 in Duisburg - wird mit Volker Schlöndorff eine renommierte Persönlichkeit für die Mercator-Professur gewonnen, die sich in Leben und Werk weltoffen mit grundlegenden Problemen und Fragen der Menschen exemplarisch auseinandersetzt und Antworten findet, die weit über ihre Zeit hinausgreifen.


Spezialität: Literaturverfilmungen

Es war und ist der erklärte Vorsatz von Volker Schlöndorff, Filme für ein großes Publikum zu machen, ohne seine Liebe zur Literatur und sein politisches Bewusstsein aufzugeben. Auch Schlöndorffs politisches Engagement schlug sich immer wieder in seinen Filmen nieder, die sich kritisch mit gesellschaftlicher Macht- und Gewaltausübung auseinander setzten. Diese Kombination aus Anspruch, Sachlichkeit und handwerklich-technischer Professionalität verhalf dem Regisseur und dem neuen deutschen Film auch zu internationalem Erfolg.

Mehrfach ausgezeichnet wurden beispielsweise seine Literaturverfilmungen wie "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" (1975) oder "Eine Liebe von Swann" (1984). Ebenso erhielt die Adaption von "Die Blechtrommel" 1979 als erster deutscher Film eine Goldene Palme in Cannes und wurde, ebenfalls als erster deutscher Film seit 1927, mit einem Oscar prämiert. Ein weiteres internationales Großprojekt war "Homo Faber" (1990) nach Max Frisch. Im vergangenen Jahr erhielt Schlöndorff für seinen Film "Die Stille nach dem Schuss" den Blauen Engel als bester europäischer Film bei der 50. Berlinale.
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