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Die Universität Tübingen ehrt Erhard Eppler zum 75. Geburtstag

07.12.2001 - (idw) Eberhard-Karls-Universität Tübingen

Die Universität Tübingen ehrt Erhard Eppler zum 75. Geburtstag

Die Universität Tübingen und das Institut für Politikwissenschaft ehren Dr. Erhard Eppler anlässlich seines 75. Geburtstags mit einem Symposion zum Thema "Politische Kultur in Deutschland - Herausforderungen und Perspektiven". Das Symposion findet statt am Freitag, dem 14. Dezember 2001, 15.15 Uhr, im Hörsaal 25, Kupferbau, Hölderlinstraße 5.

Erhard Eppler, der einst in Tübingen studierte und promovierte, wird für seine herausragenden Beiträge zum politischen Denken in Deutschland gewürdigt. In zahlreichen Veröffentlichungen hat Eppler fundierte Analysen zur Politik und Gesellschaft der Nachkriegszeit vorgelegt. Er hat damit Politikern, Publizisten und Wissenschaftlern ebenso wie interessierten Bürgern wichtige Denkanstöße vermittelt. Seine Themen reichen von der Entwicklungs-, Deutschland- und Friedenspolitik über das Verhältnis von Ökologie und Ökonomie bis hin zum Nachdenken über politische Sprache und Kultur. Oft unbequem und stets unbeirrt in der Sache haben seine wertbestimmten Positionen und kritischen Reflexionen wesentlich zu politischen Neuorientierungen in Deutschland beigetragen, nicht nur in der Programmatik der Sozialdemokratie, sondern weit darüber hinaus im öffentlichen Denken.

Die Wertschätzung von Person und Wirken Erhard Epplers über alle Parteigrenzen hinweg wird sichtbar in der Zusammensetzung des Podiums: Altbundespräsident Dr. Richard von Weizsäcker; der ehemalige SPD-Vorsitzende und Bundesjustizminister a.D. Dr. Hans-Jochen Vogel; Staatsministerin a.D. Dr. Hildegard Hamm-Brücher; der Kultus- und Wissenschaftsminister von Bayern a.D. und Politikprofessor Dr. Hans Maier sowie als Wissenschaftler von Seiten der Universität der Politologe Prof. Dr. Gerd Meyer und der Theologe Prof. Dr. Jürgen Moltmann. Das Podium vereint also Politik und Wissenschaft, Erfahrung in hohen Staatsämtern und engagiertes Nachdenken in Theorie und Praxis. Das Gespräch wird moderiert vom derzeitigen Direktor des Instituts für Politikwissenschaft, Prof. Dr. Rudolf Hrbek. Einleitend wird nach dem Grußwort des Rektors der Prodekan der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften, Prof. Dr. Andreas Boeckh, das Wirken Erhard Epplers würdigen. Erhard Eppler selbst wird ein Schlusswort sprechen.

Die Diskussion zentraler Probleme und Herausforderungen der politischen Kultur in Deutschland wird sich auf die Themenkomplexe Streitkultur und Parteienkonkurrenz sowie Bürgervertrauen, Bürgerengagement und Problemlösungskompetenz der Politik konzentrieren. Dabei wird es durchaus mit aktuellen Bezügen vor allem um die Entwicklung von grundsätzlichen Gesichtspunkten und langfristigen Perspektiven für das politische Handeln gehen.
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