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Leibniz-Preis der DFG an Prof. Vollertsen, Uni Paderborn für Entwicklung mikrotechnischer Systeme

07.12.2001 - (idw) Universität Paderborn

Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geht dieses Jahr auch an Prof. Vollertsen, Universität Paderborn. 3 Mio. DM sollen zu neuen Erkenntnissen auf dem Gebiet der Fertigungstechnik führen - Ziel ist es, einen Spitzenplatz für die deutsche Wirtschaft bei mikrotechnischen Systemen zu erreichen. Prof. Vollertsen: "Dieser Preis soll auch eine positive Ausstrahlung für junge Menschen haben!"

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei Presseinformationen mit der Bitte um Veröffentlichung. Zur Information: 1992 erhielten an der Universität Paderborn Prof. Dr. Burkhard Monien und Prof. Dr. Friedhelm Meyer auf der Heide gemeinsam den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis.

Mit freundlichen Grüßen

Tibor Werner Szolnoki
- Pressesprecher -


Der Rektor der Universität Paderborn, Prof. Dr. Wolfgang Weber äußerte sich hocherfreut über die Verleihung des Preises: "Das ist ein Riesenerfolg für Prof. Vollertsen und die Maschinentechnik der Universität Paderborn. Ich bin nicht wirklich überrascht, denn wir wissen, dass wir 1998 mit Herrn Vollertsen einen herausragenden Nachwuchswissenschaftler berufen haben. Umso mehr freue ich mich über diese große Anerkennung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft."

Zu den neueren Aktivitäten des Preisträgers Prof. Dr. Frank Vollertsen gehört ein DFG-Schwerpunktprogramm, bei dem es um die bei der Skalierung (Verkleinerung von Produkten) auftretenden Phänomene geht. Anwendungen finden sich beispielsweise bei der Weiterentwicklung von Hörgeräten, Herzschrittmachern oder Festplatten in mobilen Geräten wie Handys oder PDA's (elektronische Terminkalender). Das trägt wesentlich dazu bei, dass die deutsche Wirtschaft international einen Spitzenplatz im Bereich der mikrotechnischen Systeme erreichen kann. Prof. Vollertsen zur Nachricht über die Verleihung: "Diese außerordentliche Ehrung steht für mich auf der gleichen Stufe wie der Nobelpreis, denn an die im Bereich der Ingenieurwissenschaften forschenden Wissenschaftler werden aus historischen Gründen keine Nobelpreise verliehen. Der Leibniz-Preis ist eine überwältigende Anerkennung für die Arbeiten, die ich zusammen mit meinen Teams in Erlangen und Paderborn tun konnte. Der Preis wird uns nicht nur vieles in der Forschung leichter machen, sondern hoffentlich auch auf die heranwachsende Generation eine positive Ausstrahlung haben. Wir brauchen für unsere Zukunft junge Menschen, die sich in ihrem Beruf engagieren. Und ich kann diesen jungen Leuten versichern: Bei all dem kann man nicht nur beruflich Spaß an der Wissenschaft haben, sondern auch im privaten Bereich eine glückliche Familie."

Prof. Dr. Frank Vollertsen ist erreichbar unter: Universität Paderborn, Fachbereich 10-Maschinentechnik, Lehrstuhl für Umformende und Spanende Fertigungstechnik, Warburger Strasse 100, 33098 Paderborn, Gebäude N, Raum N 4. 341,Tel.: Sekr.: 05251-60-2372, Durchwahl: -60-2371, Fax: -60-3419, E-mail: fv@luf.uni-paderborn.de, Internet: luf.upb.de/ - dort finden Sie auch ein aktuelles Foto von Herrn Vollertsen.

Persönliche Daten

geb.: 13. August 1958

1990: Promotion an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
1996: Habilitation an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
1998: ordentlicher Universitätsprofessor an der Universität Paderborn

Ehrungen

1991: BMW Scientific Award
1991: Promotionspreis der Technischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
1996: n. v. Bekaert S. A. Award
1996: Wolfgang-Finkelnburg-Preis
2001: Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der DFG

Pressemitteilung Nr. 52 der DFG vom 7.12.2001

Preise im Gottfried Wilhelm Leibniz-Programm 2002
Höchstdotierter Förderpreis geht an eine Wissenschaftlerin und elf Wissenschaftler

Der Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat heute die Preisträger im Gottfried Wilhelm Leibniz-Programm der DFG für das Jahr 2002 bestimmt. Mit dem höchstdotierten deutschen Förderpreis werden eine Wissenschaftlerin und elf Wissenschaftler ausgezeichnet. Die Fördersumme von drei Millionen Mark (1,55 Mill. Euro) wird an Forscher vergeben, die mit größerem apparativem Aufwand arbeiten. Stärker theoretisch ausgerichtete Forschung wird mit je 1,5 Millionen Mark (775.000 Euro) gefördert. Die für einen Zeitraum von fünf Jahren zur Verfügung gestellten Mittel können die Forscher nach ihren Bedürfnissen flexibel einsetzen.

Ziel des 1985 eingerichteten Programms ist es, die Arbeitsbedingungen herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu verbessern, ihre Forschungsmöglichkeiten zu erweitern, sie von administrativem Arbeitsaufwand zu entlasten und ihnen die Beschäftigung besonders qualifizierter Nachwuchswissenschaftler zu erleichtern. Für den Preis nominiert werden können Forscherinnen und Forscher aus allen Wissenschaftsbereichen, deren bisherige wissenschaftliche Arbeit sich durch höchste Qualität auszeichnet. Die Förderung im Leibniz-Programm kann nur auf Vorschlag erfolgen. Vorschlagsberechtigt sind alle wissenschaftlichen Hochschulen, die Vorsitzenden der Fachausschüsse der DFG, die Max-Planck-Gesellschaft und einige andere ausgewählte Institutionen sowie die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger.

Mit seiner Entscheidung hat der Nominierungsausschuss der DFG vor allem diejenigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgewählt, von denen er sich durch zusätzliche Förderung eine besondere Steigerung der wissenschaftlichen Leistungen verspricht. Die Zahl der insgesamt im Leibniz-Programm geförderten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhöht sich nach der heutigen Entscheidung auf 197. Davon kommen 43 aus den Geisteswissenschaften, 54 aus den Biowissenschaften, 72 aus den Naturwissenschaften und 28 aus den Ingenieurwissenschaften.

Aus den für das Programm 2002 eingegangenen 128 Vorschlägen wurden folgende Wissenschaftler als Leibniz-Preisträger ausgewählt:

(Anmerkung Szolnoki: Hier nur der Auszug über Prof. Vollertsen, Universität Paderborn. Ferner erhielten Wissenschaftler folgender Einrichtungen den Preis: Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, Berlin, RWTH Aachen, Forschungszentrum GEOMAR, Kiel, Universität Marburg, Universität Bonn, Universität München, Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried, Universität Hamburg, Universität Potsdam, TU Braunschweig, TU Dresden.)

Prof. Dr.-Ing. Frank Vollertsen (43), Umformtechnik/Lasertechnik, Universität Paderborn (3 Mill. Mark)

Frank Vollertsen studierte Werkstoffwissenschaften an der Universität Erlangen-Nürnberg und promovierte dort 1990. Nach seiner Habilitation wurde er 1998 auf den Lehrstuhl für Umformende und Spanende Fertigungstechnik der Universität Paderborn berufen, wo er heute auch Sprecher des Instituts für Prozess- und Werkstofftechnik ist.

Frank Vollertsens interdisziplinäre Forschung verbindet die Werkstoffwissenschaften, Lasertechnik und Fertigungstechnologien. Vor allem auf dem Gebiet des Laserstrahlumformens hat er sich früh einen Namen gemacht und es gelang ihm, innerhalb weniger Jahre eine international anerkannte Forschergruppe aufzubauen. Zu seinen neueren Arbeiten gehört unter anderem das Forschungsvorhaben "Umformen strukturierter Platinen mit Mehrfachmembranen", das im Rahmen eines DFG-Schwerpunktprogramms neue Erkenntnisse auf dem Gebiet der Umformtechnik ermöglichen soll.

Die feierliche Verleihung der Preise im Leibniz-Programm für das Jahr 2002 durch den DFG-Präsidenten Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker findet am 6. März in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin statt.

Hinweise für Redaktionen:

Weitere Unterlagen zu den Preisträgern 2002, Lebenslauf und Darstellung der Forschungsschwerpunkte können ab 1. Februar 2002 in der Geschäftsstelle der DFG, Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, angefordert werden. Diese Informationen und Fotos der Preisträger stehen dann auch auf den Internetseiten der DFG zur Verfügung.

Ende der DFG Pressemitteilung
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