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Internet für alle: Webonliner

07.12.2001 - (idw) Universität Trier

Integrativer Bürgerverbund gewinnt Multimediawettbewerb des Landes Rheinland-Pfalz.Der erste Internet-Bürgerverbund für alle gehört zu den drei Preistägern des Multimediawettbewerbes Rheinland-Pfalz. In Mainz erhielt der gemeinnützige Verein "Webonliner e.V." den jeweils mit 250.000 Mark dotierten Preis von Ministerpräsident Kurt Beck überreicht. Das Ziel des Projektes ist ein integrativer Bürgerverbund im Internet. Webonliner will das World Wide Web für mehr Bürger öffnen. Der Verein unterstützt breite Bevölkerungsschichten in der mobilen und selbstbestimmten Kommunikation über das Internet. Aus passiven Internet-Konsumenten sollen aktive Produzenten für das Internet werden. Für eigene Produktionen können mobile Computer und Kameraausrüstungen gratis ausgeliehen werden. Die selbstproduzierten Beiträge in Wort, Bild und Ton stehen dann auf der gemeinsamen Internet-Plattform "www.webonliner.de".

Einzelne Strukturen haben sich bereits in der Praxis bewährt
Das Medienprojekt Webonliner basiert auf den Erkenntnissen eines Kooperationsprojektes zwischen Hit-Radio RPR Eins und dem Facht "Medienwissenschaft" an der Universität Trier. Aufbauend auf diesen praktischen Erfahrungen wurde das Konzept weiterentwickelt und beim 3. Multimediawettbewerb Rheinland-Pfalz eingereicht. Mit dem Sieg in der Finalrunde ist ein erster Meilenstein auf dem Weg zum Internet-Bürgerverbund im westlichen Rheinland-Pfalz erreicht. Mit im Boot ist seit August das Heinrich-Hertz-Institut für Nachrichtentechnik in Berlin. Dessen Abteilung "Interaktive Medien" sowie das Fach "Medienwissenschaft" an der Unversität Trier und die Fachhochschule Trier garantieren die wissenschaftliche Begleitung. Der Club Aktiv, als Selbsthilfe Verein für behinderte und nichtbehinderte Menschen wird eine Schlüsselrolle bei Webonliner haben. Weitere Kooperationspartner sind zum Beispiel das Bistum Trier, die Initiative Region Trier und die Landeszentrale für private Rundfunkveranstalter (LPR) in Ludwigshafen. Erfahrene Internet-Partner garantieren Erfolg und Motivation bei Webonliner.

Passgenaue Didaktik und integrativer Ansatz
Mit passgenauen Lernkonzepten und darauf abgestimmten Arbeitsstrukturen ist Webonliner einmalig in Rheinland-Pfalz. Erstmals fließen Aktionen und Interessen von lokalen und regionalen Vereinigungen sowie von Privatpersonen in einem Medienprojekt zusammen. Webonliner integriert behinderte Menschen ebenso wie Schüler, Studenten und Senioren.
Etwa 40 Kooperationspartner aus den Bereichen Bildung, Beratung, Arbeit und Forschung bringen ihr Wissen in diesem neuen Netzwerk ein. In der Region westliches Rheinland-Pfalz kann so ein integrativer Bürgerverbund für eine breite Handlungs- und Multimediakompetenz im Internet entstehen. Die virtuelle Webonliner-Gemeinschaft für alle Bürger kann mit dem Gewinn des Multimediawettbewerbes ab Januar 2002 realisiert werden.

Arbeitsorganisation mit dem Webonliner e. V.
Die Arbeitsorganisation des Medienprojektes sichert der gemeinnützige Verein "Webonliner e. V.". Am 17. Oktober 2001 erfolgte die Gründungsversammlung in Trier. Die jeweiligen Vereinsorgane sind in die konkrete Arbeitsstruktur eingebunden.
Der Verein sichert den Fortbestand von Webonliner über die vorgesehene Projektdauer von eineinhalb Jahren. Zweck des Vereins ist die Förderung von Bildung, Kultur und Forschung im Bereich neuer mediengestützter Kommunikationsformen im Internet. Sämtliche Dienstleistungen und die technischen Ausstattungen stehen auch Nichtmitgliedern zur Verfügung.

Wie werden Ziele umgesetzt?
Webonliner will Internet für alle! - in der offenen und virtuellen Webonliner-Gemeinschaft im westlichen Rheinland-Pfalz. Webonliner macht Kommunizieren, Lernen und Arbeiten im Internet einfach. Dieses Ziel soll in der Praxis mit 8 Vorgaben erreicht werden.

Alle teilnehmenden Bürger werden:

1. mobil arbeiten mit eigenen Produktionssets im Leihsystem.

2. alltagstauglich auf die gemeinsame Plattform zugreifen.

3. barrierefrei bei Behinderungen besonders angesprochen.
(Einsatz von sogenannter Brückensoftware)

4. vernetzt zwischen städtischen und ländlichen Regionen. (dezentrale Schulung und Ausleihe)

5. integriert in bestehende Kommunikationsnetze zuliefern.

6. selber lernen + ausprobieren mit passgenauem Lernkonzept.
( "Webonliner-Werkstätten")

7. mit wissenschaftlicher Hilfe unterstützt ("Usability-Studie").

8. auch über die Grenzen von Rheinland-Pfalz blicken.

Webonliner versteht sich als Ergänzung zur Medienlandschaft und als neues Bürgermedium für alle.

Die Pilotfunktion für Rheinland-Pfalz

Mit seiner eigenen Zielgruppenorientierung in geographischer und gesellschaftlicher Ausprägung hat Webonliner einen Pilotcharakter für Rheinland-Pfalz. Offen ist der Bürgerverbund im Internet für alle. Zunächst auf den westlichen Teil von Rheinland-Pfalz angelegt, soll das Angebot später auch landesweit gestaltet werden.

Der Verein ist im Internet www.webonliner.de oder telefonisch unter 0651/82 67 89 70 zu erreichen.

Pressemitteilung 231/2001
Trier, 07.12.2001
Universität Trier
Pressestelle
Leitung: Heidi Neyses
Tel.: 0651/201-4238
Fax: 0651/201-4247
E-Mail: Neyses@uni-trier.de
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