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Kühnes Kolorit: "Am Teich" von Dorette Huegin

11.12.2001 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Die Gemäldegalerie des Martin-von-Wagner-Museums der Universität Würzburg hat eine neue Ausstellungsreihe namens "Bild im Blickpunkt" gestartet: Hierbei werden einzelne Werke zeitgenössischer Maler in den Blickpunkt gerückt, um dem Publikum eine Vorstellung von der Vielfältigkeit und den Tendenzen der zeitgenössischen Malerei zu vermitteln.


Dorette Huegin eröffnet mit ihrem Werk "Am Teich" die neue Ausstellungsreihe "Bild im Blickpunkt" des Martin-von-Wagner-Museums. Rechts der Kunsthistoriker Prof. Dr. Stefan Kummer, Leiter der Neueren Abteilung des Museums. Foto: Emmerich Die Reihe beginnt mit dem Bild "Am Teich", das die Schweizer Künstlerin Dorette Huegin aus Riehen (Basel-Stadt) im Jahr 2000 gemalt hat. Bei einem Pressegespräch stellte der Leiter der Neueren Abteilung des Museums, Prof. Dr. Stefan Kummer, das Bild und die Künstlerin vor.

Dorette Huegin wurde 1930 in Waldenburg (Basel-Land) geboren. 1947/48 absolvierte sie eine Ausbildung zur Malerin in Paris, und zwar im Atelier Fernand Léger, bei der Académie Julian (Prof. Zwoboda), der Académie-des-Beaux-Arts sowie der Ecole du Louvre. Seit 1957 hatte sie zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen, unter anderem in Basel, Zürich, Luzern, Lausanne, Nancy, New York und Riehen. Die Präsentation im Wagner-Museum ist ihre 155. Ausstellung.

Prof. Kummer über die bekannte Schweizer Künstlerin: "Prägende Eindrücke empfing die junge Malerin im Atelier von Fernand Léger: Die Gitterstruktur vieler ihrer Bilder, die groß und monumental aufgefassten Gegenstände sowie die anspruchsvollen, ausbalancierten Kompositionen schließen an das Werk des französischen Großmeisters an, obgleich sie von unverkennbarer Eigenart zeugen.

Zu Beginn ihres Schaffens ging Dorette Huegin vom Naturgegenstand aus, um sich dann seit den 60er Jahren immer mehr der Abstraktion zuzuwenden - ein Prozess, der mit den "Hard-Edge"-Kompositionen nach 1970/71 seinen Höhepunkt erreichte. Seit 1980 näherte sich die Malerin wieder dem Gegenstand und suchte einen Ausgleich zwischen Naturnähe und Abstraktheit.

In den letzten Jahren wurden florale Motive, Pflanzen und Blüten, komponiert in Stilleben oder als Bestandteile der Natur, zu einem vorrangigen Thema ihrer Kunst. Die großzügig, häufig in Schwarz hingeworfene Textur ihrer Bilder, gitterwerkartig einerseits, andererseits flüssig wie eine Handschrift wirkend, und das kühne, leuchtende Kolorit gehören zu den Charakteristika der neueren Bilder Dorette Huegins, unter denen das Diptychon 'Am Teich' eines der bezeichnendsten und eindrucksvollsten ist."

Das Werk von Dorette Huegin wird bis 13. Januar in der Gemäldegalerie des Wagner-Museums zu bewundern sein. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen: Prof. Dr. Stefan Kummer, T (0931) 888-5575, Fax (0931) 888-4617, E-Mail:
stefan.kummer@mail.uni-wuerzburg.de

Das Foto von dem Bild "Am Teich" mit Künstlerin und Prof. Kummer können Sie als jpg-Datei bei der Pressestelle der Universität anfordern, T (0931) 31-2401.
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