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Global operierende Unternehmen und Hochschulen veranstalteten einen Workshop an der FH Mannheim

25.10.2002 - (idw) Fachhochschule Mannheim - Hochschule für Technik und Gestaltung

Die Anforderungen der Industrie an die Qualität und internationale Mobilität von Ingenieuren steigt beständig. Vielfach sind die Absolventen für den Einsatz in international zusammengesetzten Teams oder direkt im Ausland nicht ausreichend vorbereitet.

Die Probleme, die sich in diesem Zusammenhang ergeben, stellen sich nicht nur den Unternehmen, sondern auch die Hochschulen sind gefordert, hierauf in geeigneter Weise zu reagieren. Deshalb haben die Fachhochschule Mannheim, die IOWA-State-University, USA, und die Firma John Deere die Initiative ergriffen, diesen Workshop zusammen mit anderen international orientierten Unternehmen und Hochschulen aus unterschiedlichen Ländern durchzuführen, um so die bewährten internationalen Verbindungen in ein gemeinsames Netzwerk einzubringen. Daher auch der Name der Konferenz: GAIN - "Global Academic and Industrial Networking".

Rund 90 Fachexperten international tätiger Unternehmen sowie namhafter Hochschulen aus USA, Mexiko, Brasilien und Europa berichteten und diskutierten vom 15. bis 17.10.2002 über bestehende Modelle von Hochschulkooperationen sowie von Kooperationen zwischen Unternehmen und Hochschulen. Hiervon ausgehend wurden dann konkrete Aktivitäten für die Zukunft abgeleitet.

Die Konferenz wurde am Dienstag mit den Grundsatzreferaten von Herrn Prof. Hans Friedrich, Ministerialdirektor im Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie Herrn David C. Everitt, President and Managing Director John Deere begonnen. Herr Prof. Friedrich zeigte die Veränderungen im deutschen Hochschulbereich auf und die daraus resultierenden Chancen für die Hochschulen im internationalen Kontext. Herr Everitt sprach anschließend über den Ingenieurnachwuchs aus der Sicht der amerikanischen Wirtschaft. Am Dienstagnachmittag konnten sich die teilnehmenden Unternehmen und Hochschulen im Rahmen einer Postersession vorstellen; daneben fanden Rundgänge in einigen innovativen Bereichen der Fachhochschule Mannheim statt.

Am Mittwoch wurden beispielhaft zehn Modelle bereits erfolgreich praktizierter akademischer und industrielle Zusammenarbeit vorgestellt. Das Spektrum reichte dabei von internationalen Studiengängen in englischer Sprache über Projektarbeit in virtueller Arbeitsumgebung bis hin zur aktiven Kooperation von Industrieunternehmen in den neu eingerichteten Masterstudiengängen. Anschließend an die Darstellung der vielfältigen Modelle, wurde in kleinen Gruppen deren Erfolgsfaktoren und spezielle Probleme vertieft diskutiert.

Eine Weiterentwicklung der bestehenden Aktivitäten wurde am Donnerstag in kleinen Planungsgruppen erarbeitet und mit konkreten Zeitplänen untermauert. So wurden die Weichen gestellt für die Einrichtung von Sommerkursen, um für ausländische Studenten ein noch attraktiveres Studienangebot anzubieten. Der Aufbau virtueller, internationaler Kooperationen in Verbindung mit Projektarbeit soll Studenten die modernen Arbeitsbedingungen unter Einbeziehung aller zur Verfügung stehenden multimedialen Kommunikationstechniken näher bringen. Beim Ausbau der Kooperationen der Industrie mit den Hochschulen sollen noch mehr als bisher internationale und interkulturelle Aspekte im Vordergrund stehen. Der Wissenschafts- und Technologietransfer wird vor dem Hintergrund der neu eingerichteten Masterstudiengänge zunehmend an Bedeutung gewinnen und wird eine Bereicherung für die Hochschulen und die Studierenden darstellen.

Der Workshop wurde durch einige interessante Abendveranstaltungen begleitet. Auf Einladung der Firma ABB konnten sich die auswärtigen Teilnehmer bei einem Sektempfang am Montagabend im Hotel in zwangloser Runde kennen lernen. Herr Dr. Peter Bettermann, Sprecher der Unternehmensleitung Freudenberg, lud die Teilnehmer am Dienstagabend in den Gewölbekeller der Burgruine Windeck in Weinheim ein und referierte über die Anforderungen an die Hochschulen aus der Sicht der deutschen Wirtschaft. Beim Besuch im Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim am Mittwochabend, der von Herrn Prüfer, Deere & Company, organisiert wurde, begrüßte der Oberbürgermeister, Herr Gerhard Widder, die Teilnehmer im Namen der Stadt und betonte die Bedeutung der weltweiten erfolgreichen Kooperationen der Fachhochschule Mannheim für die Ausbildung der jungen Menschen, aber auch für die innovative Stadt Mannheim und damit für den Wissenschaft- und Wirtschaftsstandort Rhein-Neckar-Dreieck. Für die mitreisenden Partner der Workshopteilnehmer organisierte die Hochschule mit Unterstützung der MVV Energie AG einige Rundfahrten in Mannheim und Umgebung.

Aufgrund der Diskussionen und Ergebnisse des Workshops werden die Organisatoren auf Anregung der Teilnehmer im nächsten Jahr eine Fortsetzung in Monterrey, Mexiko, vorbereiten.

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