Tübinger Hirnforscher stellen preisgekrönte Arbeiten des Schülerwettbewerbs "MikroMorph" vor07.01.2002 - (idw) Universitätsklinikum Tübingen
Das Tübinger Institut für Hirnforschung hat im Rahmen des Nat-Working Programmes ** 2001 verschiedene Kurse für naturwissenschaftlich interessierte Schüler durchgeführt und einen Schülerwettbewerb "MikroMorph" für die dabei entstandenen Arbeiten ausgeschrieben. Die Arbeiten wurden inzwischen fürs Internet aufgearbeitet. Prof. Hermann Schlüsener, Inititator der Schülerkurse: "Nur mit entsprechenden Kenntnissen können sich junge Menschen selbst ein Urteil darüber bilden, welche Chancen und Risiken in neuen wissenschaftlichen und technischen Entwicklungen liegen." Teilnehmen konnten alle Schüler, die eine oder mehrere Mikrofotografien oder Zeichnungen mikroskopisch kleiner Organismen mit einer kurzen Beschreibung in digitaler Form einreichten. Die prämierten Arbeiten sind jetzt im Internet unter http://www.science4all.de ausgestellt. Der Wettbewerb wird von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert, die Preise (Buchgutscheine) im Gesamtwert von 1.000 DM bereitstellte. Zu sehen sind so poetische Themen wie "Die Reise ins Innere eines Krautstängels", "Obelia, eine kleine Qualle aus dem Atlantik" oder "Meersand aus Zypern", aber auch ein "Fliegenfuß" und "Ausschnitt einer Schneckenzunge" gewähren Einblicke in unbekannte Strukturen. Liste der Beiträge Beitrag von Franziska Die Fortpflanzung beim Farn Die Fortpflanzung bei Moosen Beitrag von Sara Die Reise ins Innere eines Krautstängels Beitrag von Paul Moss Mature Kapsule Beitrag von Isabelle Ahorn 20x Dicot Roots 20x Kaninchendarmquerschnitt Pinus Leaf 10x Tilia older stem 10x Tilia older stem 2x Tropical monocot 20x Zea Root 10x Beitrag von Hauke und Moritz Cenoid Scale Fliegenfuß Kieselalge Drei verschiedene Kieselalgen Beitrag von Bo und Martin Querschnitt durch einen verholzten Ahorn-Stängel Beitrag von Viviane Bild einer südamerikanischen Raubwanze (Rhodnius Prolixus) Beitrag von Frank und Silvia Bild einer junge Zecke (Nymphe) Beitrag von Max Bild einer jungen Meduse Beitrag von Fabienne Meersand aus Zypern Beitrag von Jan Obelia, eine kleine Qualle aus dem Atlantik Bisher wurden von den Tübinger Hirnforschern rund 40 Schülerkurse durchgeführt, darunter Grundkurse und Kleingruppenausbildung zur Fotomikroskopie Die Robert Bosch Stiftung finanzierte dafür hochwertige Schülermikroskope, die von den Kursteilnehmern ausgeliehen werden können, um zu Hause eigene Projekte durchführen zu können. Die Grundausstattung an Glaswaren, Chemikalien und Präparaten wurde von Institut für Hirnforschung bereitgestellt. Neben den Wettbewerbsbeiträgen entstanden so mehrere Projektberichte, die zusätzlich prämiert wurden: So können drei Teilnehmer an einem Treffen der Robert Bosch Stiftung in Berlin teilnehmen. Geplant ist, dieses Konzept der Rekrutierung von Nachwuchswissenschaftlern durch "Mitmach-Labore" auch in den nächsten Jahren auszubauen. Ansprechpartner für nähere Informationen Universitätsklinikum Tübingen Institut für Hirnforschung Prof. Hermann Schlüsener Tel. 0 70 71 / 29-8 48 81, Fax 0 70 71 / 29-54 56
** Nat-Working wird von der Robert-Bosch-Stiftung initiiert. Es will jungen Menschen Zugang zum aktuellen Geschehen in Naturwissenschaften und Technik verschaffen. Ein wichtiger Schlüssel dafür liegt nach Einschätzung der Stiftung in der Förderung der wissenschaftlichen Neugier. Diese könnten am besten jene wecken, die sie selbst empfinden und zum Beruf gemacht haben. Deshalb lautet das neue Konzept: Vermittlung und Pflege persönlicher Partnerschaften zwischen Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Schulen. Solche Partnerschaften dienen als Grundlage für eine Vielzahl gemeinsamer Projekte in einer Region. In überregionalen NaT-Working-Veranstaltungen soll außerdem ein bundesweites Netz aus Naturwissenschaftlern, Lehrern und Schülern aufgebaut werden.
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