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DAAD-Preis für Chialou Karaboué

17.01.2002 - (idw) Technische Universität Darmstadt

ACHTUNG: Sperrfrist 17.1.2002, 20.30 Uhr

10/1/2001
DAAD-Preis für Chialou Karaboué
Auszeichnung wird beim internationalen Neujahrsempfang am 17.1. überreicht
Diesjähriger Preisträger des vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gestifteten Preises für ausländische Studierende an der TU Darmstadt ist Dipl.-Ing. Chialou Karaboué von der Elfenbeinküste. Er erhält den mit 2000 Mark dotierten Preis für sein besonderes soziales und hochschulpolitisches Engagement aus der Hand von TUD-Präsident Wörner im Rahmen des internationalen Neujahrsempfangs am 17. Januar 2002 (Beginn 19.30 Uhr, Mensa Stadtmitte).
Chialou Karaboué wurde 1966 in Akoupé/Elfenbeinküste geboren. Nach einem zweijährigen Studium der Elektronik in seinem Heimatland besuchte er 1990/91 das Studienkolleg der TU Darmstadt, bevor er im Wintersemester 1991 sein Physikstudium an der TUD aufnahm. 1998 schloss er dieses Studium ab und promoviert seitdem am Institut für Angewandte Physik.
Bei der Wahl des Studienorts in Deutschland entschied sich Chialou Karaboué für Darmstadt, weil die Universität in den Rankinglisten "ziemlich weit oben stand" und weil das Physikstudium hier mit dem Diplom-Ingenieur abgeschlossen werden kann. Zu Hause, an der Elfenbeinküste, klinge "Ingenieur" besser als "Physiker", merkt der Preisträger dazu an.
An der TU Darmstadt hat sich Chialou Karaboué vor allem um die Integration und Unterstützung ausländischer Studierender und um die Kontakte zu deutschen Studenten bemüht. So war er lange in der Afrikanischen Studenten Union Darmstadt (ASUD) aktiv, arbeitet mit im Arbeitskreis AusländerInnenstudium und betreut als Tutor die ausländischen Erstsemester am Orientierungstag in der TUD. Mitbegründet hat er den Verein der Studenten und Auszubildenden der Elfenbeinküste, der sich die gegenseitige Hilfe beim Einleben in Deutschland zum Ziel gesetzt hat. Um Vorurteile gegenüber Ausländern abzubauen, hat er an verschiedenen Veranstaltungen mit der Darmstädter Polizei teilgenommen. Prof. Theo Tschudi, bei dem er promoviert, sagt dazu: "Ich bin überzeugt, dass Chialou Karaboué mit seinen Aktivitäten nicht nur seinen Mitstudenten hilft, sondern das Ansehen unserer Hochschule im In- und Ausland fördert".
Nach seiner Promotion will Chialou Karaboué in sein Heimatland zurückkehren, weil er dort mehr gebraucht werde als hier in Deutschland. Seine berufliche Zukunft muss er sich dort allerdings selbst aufbauen - warten werde dort niemand auf ihn. Er wünscht sich eine Tätigkeit in der akademischen Lehre und möchte sich sozial engagieren z. B. beim Bau eines Waisenhauses für die Kinder, die auf der Straße leben.
S.G. 17.1.2001

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