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Ausländeranteil so hoch wie nie zuvor

17.01.2002 - (idw) Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

4.818 ausländische Studierende aus 141 verschiedenen Nationen von "A" wie Afghanistan bis "Z" wie Zypern sind zur Zeit an der Universität Bonn eingeschrieben - mehr als je zuvor. Überdies liegt der Ausländeranteil der Bonner Hochschule mit 12,5 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 10,4 Prozent. Von den Erstsemestern, die zum laufenden Wintersemester das Studium in Bonn aufgenommen haben, kommt sogar jeder Fünfte aus dem Ausland. Weltweiter Austausch in Forschung und Lehre ist zentraler Bestandteil des Selbstverständnisses der Bonner Alma mater, die sich selbst als international orientierte Forschungsuniversität versteht.

Weiterhin stehen vor allem die Studiengänge Diplom-Übersetzen mit einer Ausländerquote von 45,5 Prozent sowie Volkswirtschaftslehre, Informatik und Lebensmitteltechnologie mit jeweils rund 20 Prozent besonders hoch im Kurs der ausländischen Studierenden. Außerdem sind Sprachen und kommunikations-wissenschaftliche Studiengänge gefragt. Die Schlusslichter bilden die Fächer Geographie (3,3 Prozent) und Geschichte (4,8 Prozent).

Die größte Gruppe stellt die Türkei mit 337 Studierenden, von denen allerdings gut ein Drittel ihre allgemeine Hochschulreife in Deutschland erworben haben und die darum als "Bildungsinländer" bezeichnet werden. Auf Platz zwei der Herkunftsländer rangiert China mit 314 Studierenden, drei Mal so viele wie noch vor fünf Jahren. Auch die Zahl der in Bonn studierenden Mittel- und Osteuropäer ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Mittlerweile kommt jeder Vierte ausländische Studierende aus dieser Region. Rund ein Drittel kommt aus überwiegend muslimischen Ländern.

In Sachen Internationalität braucht die Bonner Universität den Vergleich mit anderen Hochschulen nicht zu scheuen. So rangiert sie in der Statistik der ausländischen Nachwuchswissenschaftler, die mit Unterstützung der Alexander-von-Humboldt-Stiftung oder des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) nach Deutschland kommen, unter den Top 10. Im Land Nordrhein-Westfalen ist sie sogar unangefochten die Hochschule mit den meisten DAAD- und Humboldt-Stipendiaten.

Mit einem umfassenden Betreuungsprogramm erleichtert die Universität Bonn Ausländern, an ihrem neuen Studienort Fuß zu fassen. Der "Internationale Club" organisiert Exkursionen, veranstaltet landeskundliche Abende, organisiert Parties und hilft bei Problemen mit den Behörden. Aktionen wie die Vermittlung von "Gasteltern" für das Weihnachtsfest tragen dazu bei, den Kontakt zu den Einheimischen zu verbessern.


Weitere Informationen: Dezernat für Internationale Angelegenheiten/Akademisches Auslandsamt der Universität Bonn, Tel.: 0228/73-7293, Fax: 0228/73-7722
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