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Prof. Dr. Eberhard Becker folgt Rektor Klein an der Spitze der Universität Dortmund

17.01.2002 - (idw) Universität Dortmund

Mit klarer Mehrheit von 17 Stimmen wählte der Senat der Universität Dortmund heute (17.1.02) Prof. Dr. Eberhard Becker zum neuen Rektor der Universität Dortmund. Die Kandidatin Prof. Dr. Elisabeth Wacker verbuchte acht Stimmen. Der fünfte Rektor der Hochschule tritt das Amt Ende April an. In den kommenden Wochen wird das künftige Rektorat der Dortmunder Universität noch durch die Wahl von vier Prorektorinnen oder Prorektoren ergänzt.


Wird Ende April Rektor der Universität Dortmund: Prof. Dr. Eberhard Becker Mit Eberhard Becker zieht ein Wissenschaftler in die Chefetage ein, der bereits 1979 als Mathematiker an die Universität Dortmund berufen wurde. Der heute 58-jährige war bereits Mitglied des Senats und zweimal Dekan seines Fachbereichs (Nähere Einzelheiten zum Lebenslauf siehe Passage aus der Medieninformation vom 9.1.02 im Anhang).

Der Entscheidung voraus ging um 14 Uhr eine öffentliche Vorstellung der zwei Kandidierenden. Statusgruppen des Senats hatten sich schon in den Tagen zuvor ein Bild von der Vorstellungen des Mathematikers und der Soziologin gemacht. Heute hatte die Hochschulöffentlichkeit Gelegenheit, sich einen Eindruck von den Erfahrungen, der Persönlichkeit und den hochschulpolitischen Perspektiven der Kandidatin und des Kandidaten zu machen.
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Becker sieht attraktive Ausstrahlung
der Universität im internationalen Wettbewerb

Eberhard Becker wies bei seiner Vorstellung auf die Wettbewerbssituation der Universität hin. Das besondere Potential der Universität Dortmund sieht er in den Forschungsleistungen und in den zunehmend international orientierten Studienangeboten der Universität. Die Universität habe großen Einfluss auf den wirtschaftlichen Wandel der Stadt und der Region. In der Lehrerausbildung gehöre die Universität zu den bundesweit wichtigsten Standorten. Becker unterstrich, dass die Universität heute weltweite Ausstrahlung habe und für Studierende aus vielen Ländern attraktiv sei.

Studierende und Lehrende entwickeln heute, so Becker, neue, oft fachübergreifende Studienangebote. In den fachübergreifenden Forschungsbändern entsteht ein transdisziplinäres Profil. Der Kandidat wünschte sich, dass internationale Gäste der Universität in ihre Heimat zurückkehren und für Forschung und Lehre der Dortmunder Hochschule werben.
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Wacker hebt vier Herausforderungen
für die Zukunft der Universität Dortmund hervor

Die Kandidatin Elisabeth Becker unterstrich vier Felder, denen die Dortmunder Universität Herausforderungen bestehen müsse. Erstens sei es notwendig, die Wissenschaftlichkeit und Innovationskraft zu fördern. Dabei müsse die historisch bedingte Trennung der Universität in eine frühere TH und eine ehemalige PH überwunden werden. Um zweitens die Wettbewerbsfähigkeit auszubauen und auf hohem Niveau zu sichern, müsse die Universität kompromisslos Qualität sichern. Dabei gehe es darum, Stärken zu sichern und Schwächen zu überwinden.

Die Prorektorin sah drittens in der neuen Aufgabenverteilung der Universität zwischen dem entscheidenden Rektorat und den beratenden und kontrollierenden Gremien eine gute Basis für die Handlungsfähigkeit der Hochschule. Viertens allerdings solle die Universität auch lebendige Heimat sein, in der sich die Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden optimal entfalten könne.

In der Debatte mit den Hochschulangehörigen entwickelten die beiden Kandidierenden nicht massive Gegensätze. Beide zeigten sich interessiert an einer Fortführung der Reform auf der Basis der eigenen Strukturüberlegungen und der positiven Bewertung der Universität Dortmund durch den Wissenschaftsrat und durch den Expertenrat des Landes Nordrhein-Westfalen.
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Anhang
(Auszug aus Medieninformation vom 9.1.02)
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Becker: Hochschulpolitisch aktiver Mathematiker

Prof. Dr. Eberhard Becker, C4-Professor für Algebra, wurde 1979 mit 36 Jahren an den Fachbereich Mathematik berufen. Der heute 58jährige hatte in Hamburg Mathematik und Physik studiert, dort 1972 promoviert und sich 1976 in Köln habilitiert.

Der international tätige Wissenschaftler war beteiligt am Aufbau europäischer Forschungsnetze, leitete viele Jahre als geschäftsführender Herausgeber die "Mathematische Zeitschrift" und war 1995 Mitbegründer der Publikationsreihe "Algorithms and Computations in Mathematics". Ab 1999 warb er mit Kollegen aus Nachbaruniversitäten Dortmunds einen Forschungsverbund und ein Graduiertenkolleg zur mathematischen, informatischen und ingenieurwissenschaftlichen Behandlung des Themas "Datensicherheit" ein, mit Kontakten zu internationalen Wirtschaftsunternehmen. Im Jahr 2000 wählte ihn die Deutsche Forschungsgemeinschaft zum Fachgutachter für Mathematik.

Becker gewann umfangreiche Leitungserfahrung u. a. als Institutsleiter, zweimaliger Dekan und Senatsmitglied. An der Entwicklung des fachübergreifenden Studiengangs Wirtschaftsmathematik war er maßgeblich beteiligt wie auch an der Ausarbeitung eines Bachelor- und Masterstudiengangs für Informatik und Mathematik als Beitrag zur Reform der Lehrerausbildung.

Kandidat Becker wurde in Mecklenburg geboren, ist verheiratet und Vater von drei Töchtern.

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