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Renommierter Gastwissenschaftler an der TU Dresden

24.01.2002 - (idw) Technische Universität Dresden

Er heißt Volker Deckert, ist 36 Jahre alt und von Beruf Physiker. Seit Anfang Januar arbeitet er am Institut für Angewandte Photophysik der TU Dresden.

Am 31. Januar 2002 wird er in Berlin mit dem Sofja Kovalevskaja-Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung ausgezeichnet. Dieser Preis gilt als Auszeichnung für Nachwuchswissenschaftler und ermöglicht überdurchschnittlichen Spitzenwissenschaftlern aus aller Welt einen dreijährigen Forschungsaufenthalt in Deutschland. Volker Deckert wird sein Preisgeld in Höhe von 1 Million Euro nutzen, um seine Forschungen auf dem Gebiet der Spektroskopie an der TU Dresden weiterzuführen.

In den vergangenen Jahren ist der Trend hin zu immer kleineren Strukturen allgegenwärtig. In der Telekommunikation, der Computertechnik wie auch in der Biologie und Medizin geht es darum, immer kleinere Strukturen entweder herzustellen oder zu verstehen. Dr. Deckert versucht in seiner Forschung, mit Hilfe optischer Verfahren ähnlich der Mikroskopie Informationen über die genaue Zusammensetzung von Materialien zu bekommen. Das Besondere und Neue ist die Möglichkeit, mit sichtbarem Licht Informationen zu erhalten, die ansonsten nur mit Elektronenmikroskopen zugänglich sind. Erreicht wird dies durch Lichtquellen, die so klein sind, dass die herkömmliche Strahlenoptik nicht mehr ausreicht um die speziellen Eigenschaften zu beschreiben. Dadurch sind zum Beispiel zerstörungsfreie Untersuchungen an lebenden Organismen möglich. Das Potential der Methode für Physik, Chemie und Biologie ist dementsprechend vielfältig. Langfristig könnte es mit dieser Methode beispielsweise möglich sein, einen DNS Strang direkt auszulesen.

Volker Deckert studierte und promovierte an der Universität Würzburg. Er war in Japan an der Kanagawa Academy of Science and Technology in Kawasaki und an der Universität Tokio tätig. Zuletzt forschte er im Laboratorium für Organische Chemie an der ETH Zürich.

Informationen: Kim-Astrid Magister, Tel. (03 51) 4 63-3 23 98 oder Prof. Lukas Eng, Tel. (03 51) 4 63-3 34 27
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